Fünf Tipps für mehr Instagram Wachstum

Fünf Tipps für mehr Instagram Wachstum


– Gastbeitrag von Judith Schacht –

Lust auf mehr Aufmerksamkeit, ein größeres Publikum, mehr Reichweite und neue potentielle Kunden? Ja?! Instagram Stories machen es möglich, und zwar ohne, dass ihr dafür Geld in die Hand nehmen müsst. Die folgenden fünf Ideen könnt ihr sofort umsetzen. Und sie funktionieren wirklich, das haben meine Coachés, Kunden und ich am eigenen Account erfahren.

1. LEIHT EUCH EIN NEUES PUBLIKUM – MIT EINEM TAKEOVER

Wäre doch toll, wenn wir mal die Chance hätten, völlig neuen Leuten zu zeigen, wer wir sind und was wir können! Aber wie kommen wir auf die Smartphone-Bildschirme von Leuten, die uns noch gar nicht folgen, aber von denen wir ahnen, dass sie genau unsere Zielgruppe wären? Mit einem Takeover, und zwar einem klug gewählten! Zuerst erkläre ich kurz, was ein Takeover ist, falls das nicht jeder weiß: Wir fragen einen Account, ob wir diesen für 24 Stunden übernehmen dürfen. Wir holen uns die Logindaten des fremden Accounts und legen los. Unsere Story läuft auf dem Account von jemand anderem. Wir haben uns quasi für 24 Stunden ein fremdes Publikum ausgeliehen. Denen können wir jetzt zeigen, was wir zu bieten haben. Wer das gut macht, kann sich sicher sein, dass aus einem relevanten Teil des Leihpublikums nach den 24 Stunden eigene neue Follower werden. Jetzt kommen wir zu dem wichtigen Nachsatz, “klug gewähltes” Takeover: Ihr müsst euch einen Account zur Übernahme suchen, dessen Publikum zu euch passt. Ein Kundin von mir, eine Reisebloggerin, hat zum Beispiel einen Takeover des Flughafens ihrer Stadt auf die Beine gestellt. Außerdem hat sie es gewagt und ihren Account mit einem anderen Reiseblogger, also einem direkten Konkurrenten, getauscht. Beide Aktionen haben ihr ein großes Plus an Followern eingebracht.

2. WER AUF STORIES REAGIERT, WIRD GESEHEN

Wachstumshack Nummer zwei ist so easy, dass ihn viele übersehen. Schade, denn er ist effektiv! Wenn wir auf die Stories von Accounts reagieren, also eine ordentliche Direktnachricht schreiben, dann wird das fast immer dazu führen, dass derjenige wissen will, wer wird sind. Die Folge: Er klickt auf unsere Bio – und folgt uns, wenn sie ihm gefällt (Es ist so wichtig eine gute Bio mit aussagekräftigen Highlight-Stories zu haben!). Damit dieser Hack effektiv ist, solltet ihr allerdings zwei Dinge beachten:

  1. Reagiert jetzt bitte NICHT einfach wie wild auf die Stories von beliebigen Accounts, sondern wählt die Accounts danach aus, ob sie sich potentiell für euer Business/Thema interessieren. Ein Beispiel aus meinem Kundenfeld: Für einen Sportevent-Veranstalter haben wir uns die direkten Konkurrenten herausgesucht und größere Fitnessblogger mit lokalem Bezug. Die Follower dieser Accounts waren die Gruppe, mit denen wir initiativ über die Stories interagiert haben.
  2. Schreibt jetzt NICHT jedem dieser Accounts auf euch bezogene, werbliche anmutende Direktnachrichten wie zum Beispiel: “Schau doch mal meinen Account an, ich habe tolle Produkte für Dich.” NO NO NO! Das wirkt unsympathisch und schreckt eher ab. Schreibt eine freundliche Direktnachricht, die zeigt, dass ihr die Story des anderen gesehen habt, bezieht euch auf den Inhalt und zeigt authentisches Interesse. Das ist sehr sympathisch und diese Wertschätzung bekommt ihr zurück.

3. DEN OPTIMALEN CONTENT FINDEN – MIT DEN STORIES DER ANDEREN

Viele sehen die Stories vor allem als Fläche für den eigenen Content und übersehen dabei, dass man die Stories auch ganz anders nutzen kann – als ergiebiges Recherchetool, das uns hilft, unseren Content so zu gestalten, dass er den richtigen Nerv trifft und auffällt.

– WIE TICKEN UNSERE FOLLOWER?

Wir alle wollen Stories erzählen, die den Nerv unserer Follower treffen. Wir wollen sie begeistern und unterhalten. Und mit welchen Inhalten wir das schaffen, können wir mit Stories herausfinden. Wir sollten uns die Zeit nehmen und uns die Stories einiger Follower anschauen: Was bewegt sie? Was erzählen sie? Können wir Themen oder Probleme aufgreifen und Lösungen anbieten? Lassen sich Trends erkennen? Können wir unsere Produkte oder Dienstleistungen so erzählen, dass sie in der Lebenswelt unserer Follower klar andocken?

Kleines Beispiel: Regenwoche im Hochsommer – der Jammer darüber wird überall in Insta-Stories thematisiert. Ein kleiner Kaffeeladen mit Onlineshop greift es auf und präsentiert in seiner Story den Kaffee, der am besten bei Regen schmeckt.

–WIE TICKEN UNSERE KONKURRENTEN?

Natürlich sollten wir auch unsere Konkurrenten im Blick haben. Wie erzählen die? Auf welche Themen setzen sie? Das sollten wir wissen, allerdings NICHT um sie kopieren, sondern um uns ganz klar abzuheben.

Wenn wir uns Stories anschauen, wird eine nach der anderen des jeweiligen Storyfeeds abgespielt. Wir müssen also wissen, dass unsere Story in direkter Konkurrenz zu anderen steht. Jedes der folgenden Männchen symbolisiert eine der Stories im Storyfeed.

Welches der kleinen Männchen fällt euch sofort auf? An welches werdet ihr euch später noch erinnern können? An den zweiten blauen von links oder den einzigen roten?! Genau deshalb solltet ihr eure Story rot erzählen – eben ganz anders als die anderen. Nur so erobern wir uns ein begehrtes Stück Aufmerksamkeit und bleiben womöglich sogar längerfristig im Gedächtnis unserer Follower hängen. Wie genial wäre es, wenn man sogar über unsere Story redet? Dieses Kunststück gelingt aber nicht mit einer 0815-Story. Mit meinen Coachés trainiere ich das “anders sein” regelmäßig.

Und natürlich können wir auch aus den Fehlern unserer Konkurrenz lernen, wenn wir kritische Zuschauer sind. Wenn uns etwas aus deren Stories rauswirft, langweilt oder nervt, sollten wir uns das merken, notieren und es in unserer Story auch bleiben lassen.

4. TAGGT EUCH IN DIE STORYLINE VON VÖLLIG NEUEN ACCOUNTS

Erst kürzlich hat Instagram die Tagging-Funktion in den Stories auf ein neues Level gehoben. Tagging bedeutet jetzt, dass wir Clips austauschen können. Kurz erklärt: Wenn ihr von einem anderen Account in einem Story-Clip getaggt werdet, dann erhaltet ihr die Erlaubnis, genau diesen Clip auch in eurer Story zu verwenden.

Das ist eine der Neuerungen im Jahr 2018, über die ich mich so richtig gefreut habe, weil sie so viele neue STORY-Telling-Möglichkeiten eröffnet. Wer Events veranstaltet, kann so beispielsweise Material einsammeln oder verteilen.

Ihr könnt diese Funktion auch gezielt nutzen, um euch in den Storyfeed von Nichtfollowern zu schmuggeln. Ruft zu einer Community-Story auf. Setzt ein Thema und bittet eure Follower darum, euch einen Clip zuzuliefern. Ein Beispiel: Ein Account, bei dem es sich um Superfoods (Blog und Shop) dreht ruft seine Leute dazu auf: “Zeigt eure gesunde Frühstücksidee in der Story und taggt uns.” Davon profitiert der Superfood-Account dreifach: 1. Er bekommt eine abwechslungsreiche Frühstücksstory ohne große Produktionsaufwand einfach zugeliefert. 2. Alle die getaggt haben, schauen garantiert in die Story, um zu sehen, ob sie drin ist. Überhaupt führt User Generated Content immer dazu, dass sich die Follower wertgeschätzt fühlen. 3. Der Superfood-Account wird in zahlreichen Stories getaggt. Durch die Erwähnung wird er in viele Insta-Stories gestreut und von Insta-Usern gesehen, die diesen Account bislang nicht auf ihrem Schirm hatten.

5. MIT VIDEO, HASHTAGS UND LOCATION NOCH MEHR RAUSHOLEN

Zum Ende noch ein paar Erfahrungswerte aus den letzten Monaten Coaching und Kursen mit vielen unterschiedlichen Accounts.

Location strategisch wählen: Jeder kennt die Location-Stories, in denen wir alle gerne auftauchen, weil wir dann zusätzliche Zuschauer bekommen. Also am besten bei jedem Clip einsetzen!  Mein Geheimtipp ist dabei eher kleinere Orte zu wählen. Die Location München bringt mir zum Beispiel wenig zusätzliche Zuschauer, weil der Storykuchen unter ganz vielen Storymachern aufgeteilt wird. Wenn ich aber zum Beispiel Erding nehmen, eine kleine Stadt in der Nähe von München, dann sieht die Sache ganz anders aus. Deutlich weniger Leute machen Stories. Weniger Konkurrenz bedeutet automatisch mehr Story-Zuschauer für meine Clips. Wenn eure potentiellen Kunden auch in kleinen Orten sitzen, dann nutzt das unbedingt.

Hashtag schlau aussuchen: Dass man jetzt auch Hashtags folgen kann, ist eine spannende Sache. Früher oder später wird es immer mehr Hashtag-Stories geben. Deshalb empfehle ich auch bei jedem Clip einen Hashtag zu nutzen (einer reicht übrigens). Mein Tipp: Nutzt große deutschsprachige Hashtags, wenn ihr für den deutschen Markt sichtbar sein wollt. Was nutzen euch 500 “Foodporn”-Zuschauer, die womöglich in Texas oder Brasilien sitzen. Mit einem deutschsprachigen Hashtag kommt euer Storyclip viele eher auf die Bildschirme von potentiellen Kunden. Groß empfehle ich deshalb, weil zu nischige Hashtags einfach noch keine Story haben. Am besten einfach überprüfen.

Video first: Arbeitet ausschließlich mit Videos. Diese werden im Insta-Story Algorithmus meist deutlich bevorzugt. Mit Videos taucht ihr in Location-Stories oder Hashtag-Stories auf, mit Fotos eher nicht. Übrigens ein Shot von einen Produkt muss kein Foto sein. Es kann auch eine ganz ruhige und stabile Videoaufnahme sein. Ich habe seit bestimmt einem Jahr kein Foto mehr in die Story hochgeladen.

Jetzt heißt es wachsen! Mich würden Rückmeldungen zu den Tipps freuen. Hat es funktioniert? Schreibt mir gerne direkt bei Instagram.

Veröffentlichung 9. Juli 2018

Es gibt 6 Kommentare

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  1. 2
    Andrea

    Super Tipps! Herzlichen Dank dafür. Besonders das Story kommentieren bei den Followern der Konkurrenz hatte ich noch gar nicht bedacht…

  2. 6
    Bea

    Hallo Judith,

    das sind echt Tipps, die nicht jeder einem gibt wie harmonischer Feed oder täglich posten. Mit diesen Tipps werde ich auf jeden Fall mal arbeiten. Ich starte mit den Storytipps und werde mich hoch arbeiten.
    Ich muss sagen, ich mache, wenn ich Stories von anderen schaue, bei Bildern schneller weiter als bei Videos. Bilder finde ich nicht so spannend, mache sie aber selber noch zu oft.

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