Facebook will die Städtenamen zurück – Ein Update


Vor einigen Wochen verbreitete eine Email von Facebook unter den Betreibern von Deutschlands Städte-Fanseiten Angst und Schrecken. Hier bei Allfacebook wurde darüber berichtet. Städte, Länder und Kommunen befürchteten, dass nach einer Frist von 3 Wochen die Arbeit von vielen Jahren plötzlich umsonst gewesen sein soll. Selbst für viele Journalisten war das Thema interessant. Doch so richtig tief gingen die verfügbaren Infos nicht. Kurzum, die Fragezeichen der Seitenbetreiber wollten gar nicht mehr aufhören. Berlin zum Beispiel hat auf Facebook mehr als 1.Mio Fans und damit einen riesigen Kanal um Berliner und Touristen auf dem Laufenden zu halten. Es geht also um viel.

Um einige der Fragezeichen in Ausrufezeichen umzuwandeln, hat sich Facebook (in Person von Gunnar Bender, Eva-Maria Kirschsieper und Tina Kulow) dazu entschlossen, einige der betroffenen Städte in das Hamburger Büro einzuladen.

Für alle, die nicht dabei waren, sind folgende Neuigkeiten zu berichten: 

  • Facebook wird keine Seiten abschalten(!), lediglich migrieren. Fanzahlen, Posts, Fotos, etc. bleiben erhalten.
  • Die Seiten können ihre URLs behalten. Dies war für viele Beteiligte sehr wichtig, damit man gedruckte Werbungen, Visitenkarten, etc. nicht neu erstellen muss.
  • Die Frage nach dem Zweck wurde so beantwortet, dass man generische Orte schaffen möchte. Jemand, der nach Paris in den Urlaub fährt, soll die Möglichkeit haben den Ort zu liken, ohne im Anschluss mit Informationen einer französischen Marketing Gesellschaft bespielt zu werden.

Im Nachgang an das gestrige Treffen mit den Betreibern der städtischen Fanseiten werden nun FB-intern weitere Entscheidungen getroffen, die den Städten dann mitgeteilt werden. Dabei ist es unmöglich, alle Städte, Länder und Gebietskörperschaften zu erreichen. Wir werden auch hier auf Allfacebook darüber berichten, so bald es erneut Bewegung gibt.

Die Art der Kommunikation von Facebook ist generell als sehr positiv zu werten, da man genauso gut einfach die Umstellungen hätte machen können und wir Seitenbetreiber dann mit einer anderen Page aufgewacht wären. Man hat aus den Fehlern des Beispiels München gelernt und ist in offenen Dialog getreten. Dass man dabei nicht alle Wünsche berücksichtigen kann, scheint klar.

Über den Autor:

Markus Sekulla arbeitet als Projektleiter Social Media bei der Stadt Düsseldorf (Facebook) und ist Freelancer im Bereich Digitale Kommunikation. Nach und während des BWL Studiums an der Uni Osnabrück hat er insgesamt 3 Jahre in Asien gelebt und im Marketing in internationalen Unternehmen gearbeitet. Privat schreibt er auf krawattentraeger.de
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