Brand Collabs Manager: Facebook stellt eigenes Influencer Tool vor

Brand Collabs Manager: Facebook stellt eigenes Influencer Tool vor


Vor etwas über einem Monat konnten wir euch erste exklusive Bilder eines Facebook Influencer Tools zeigen. Jetzt hat Facebook genau dieses unter dem Namen „Brand Collabs Manager“ ausgewählten Unternehmen und Influencern in den USA zur Verfügung gestellt.

Da Facebook selbst das Wort „Influencer“ scheinbar nicht mag, versuchen sie statt dessen den Begriff des „Creator“ zu etablieren. Das wiederum ist dann auch stimmig mit der Facebook Creator App, welche extra für genau diese Gruppe zur Verfügung steht. Also nicht wundern, wenn wir im Folgenden ein wenig zwischen den Begriffen hin und her springen.

Funktionen des Collabs Manager

Die Funktionen des neuen Collabs Manager sind wie schon in unserem letzten Bericht vermutet relativ einfach. Es geht darum, Unternehmen und Creator zusammen zu führen und so eine Win-Win Situation zu erzeugen.

Unternehmen können aktiv auf die Suche nach passenden Influencern gehen und haben dazu diverse Filtermöglichkeiten. Unter anderem können sie sehen, welche Creator bereits Fan der eigenen Seite sind. In der Facebook Hilfe findet sich dazu die folgende Beschreibung:

  • Set an audience match to see the percentage of each creator’s audience that matches yours.
  • Choose any creator or group of creators and find others with similar audiences.
  • Explore customized lists of creators based on your past branded content partners, creators who like your Page and more.
  • Email creators and start a conversation about collaborating.

Influencer hingegen haben die Möglichkeit, sich auf ihrem Profil als eben solcher auszuweisen und Branded Content Posts der Vergangenheit zu präsentieren. So bekommt das Unternehmen einen Eindruck von der Qualität der entsprechenden Arbeiten. Zusätzlich können Marken die Audience Insights sowie die Performance vergangener Kampagnen einsehen.

Haben sich zwei Partner gefunden, tauscht Facebook lediglich die E-Mail-Adressen beider Partner aus. Auf den folgenden Prozess der Erstellung und Verbreitung des Contents nimmt Facebook keinen Einfluss mehr. Auch die Konditionen des Deals werden ohne Facebook ausgehandelt.

Wie kann ich das Tool nutzen?

Wie bei allem was neu ist beschränkt Facebook zuerst einmal den Zugriff auf ausgewählte Partner im US-Markt. Gleichwohl lässt sich die Landingpage des Tools bereits jetzt aufrufen.

Dort findet sich auch eine Möglichkeit sich als Marke oder Influencer zu bewerben. Dazu reicht bereits die Auswahl der entsprechenden Facebook Seite und eine gültige E-Mail Adresse. Wenn wir dem Text der Landingpage glauben können, müssen Creator mindestens 25.000 Follower haben, um aufgenommen zu werden.

Was ist Facebooks Strategie dahinter?

Die neuen Funktionen und Entwicklungen der letzten zwei Wochen haben es gezeigt: Facebook bläst zum Angriff auf YouTube und die YouTuber. Möglichst viele Video Produzenten sollen von YouTube zu Facebook und Instagram wechseln. Mit IGTV liefert Instagram sogar eine eigene Videoplattform, die durch ihr (Hoch)Format nur die exklusive Produktion von Inhalten zulässt. Nur wenige Formate und Geschichten lassen sich sowohl im Hoch- als auch im Querformat produzieren. Der Ersteller muss sich also vorab überlegen, wo er seine Ressourcen investiert.

In der Vergangenheit war das YouTube, weil man dort selbst wenn man keine Kooperation hatte, zumindest über die Video- und Werbeviews bezahlt wurde. Ein solches Modell der direkten Entlohnung aus Werbeerlösen scheint für Facebook im Moment nicht in Frage zu kommen. Entsprechend ist es schlau, sich als Mittelmann zwischen Marken und Produzenten zu etablieren und durch das Einfädeln von Kooperationen die Monetarisierung von Videos zu erlauben.

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Veröffentlichung 27. Juni 2018

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