Warum Facebook das VR-Unternehmen Oculus gekauft hat (Pressespiegel)


Imagecredit: Matt Harnack / Facebook

Imagecredit: Matt Harnack / Facebook

Es war die Meldung am Dienstagabend: Facebook kauft Oculus VR, den Hersteller der Virtual-Reality-Brille Oculus Rift. Eine Brille, die es bisher nicht einmal im Handel gibt, sondern die nur als Prototyp ausgewählten Spieleentwicklern zur Verfügung steht.

Und ganz ehrlich, wir haben keine Ahnung, warum Facebook nun plötzlich Interesse an diesem Prototyp eines Virtual Reality Headset hat, und warum Oculus VR 2 Milliarden Dollar (oder knapp drei Instagrams) wert sein soll. Deshalb lassen wir uns gar nicht auf irgendwelche Spekulationen ein, sondern präsentieren euch in einer bunten Presseschau, was andere Medien im In- und Ausland dazu sagen:

TNW sieht „Virtual“ als nächste Entwicklung nach Social, Local, Mobile:

Facebook wants to extend Oculus’ existing advantage in gaming to new verticals, including communications, media and entertainment, education, and “other areas.” In other words, the company will be using Oculus as a base to experiment with virtual reality, hoping it will be the next platform after desktop and mobile.

In die gleiche Richtung geht man bei Mashable:

For Zuckerberg, it’s all about the future. If mobile is the current computing platform, vision and virtual reality could be platforms of the future. Zuckerberg described buying Oculus as „a longterm bet on the future of computing.“

This is a sentiment echoed by Chris Dixon, an investor at Andresseen Horowitz, the company that led Oculus VR’s $75 million Series B funding round. On his blog, Dixon described his research into virtual reality and Oculus as a company. He writes, „the more we learned, the more we became convinced that virtual reality would become central to the next great wave of computing.“

Forbes sieht Zuckerberg als den nächsten Bill Gates:

Here’s the point: what made Bill Gates the man who dominated the technology industry for twenty years wasn’t his product sensibility, like Steve Jobs, or his long-term focus or consumer obsession like Jeff Bezos, or being a technology visionary like (increasingly) Larry Page. It wasn’t even his technical chops per se, though those were necessary. It was his strategic genius. Bill Gates was first and foremost the consummate strategist CEO, and it was by out-strategizing (and out-executing) his rivals that he came to dominate the technology industry.

Zuckerberg is exactly like that. There is a core strategic dimension to every deal he does. You can just imagine him moving the pieces on the chessboard. His big acquisitions are technology or business acquisitions so much as they’re strategic acquisitions.

Bei TechCrunch sieht man den Kauf als ersten Schritt einer Facebook-Hardware-Strategie:

While Zuckerberg seems to suggest FB is preparing for an immersive social-networking experience akin to a much more advanced Second Life taking place in a Star Trek holodeck, I’m more inclined to believe that this is part of a larger hardware land grab that doesn’t necessarily have a clear endpoint in mind.

Bei CNN sieht man die VR-Welt als nächste Stufe des Skype Chats:

Oculus believes that over the next 10 years, virtual reality will become ubiquitous and affordable. Future technology could potentially allow two Oculus wearers to interact with each other in a virtual world — like Skype on steroids.

„You start to realize how big this could be if you can see someone else, and you can actually look at them and your brain believes they’re right in front of you, not through a screen,“ Oculus CEO Brendan Iribe told reporters in a conference call, as reported by Fortune.

Die Deutschen Wirtschaftsnachrichten erklären uns erst einmal, was es mit der Oculus Rift überhaupt auf sich hat:

Oculus VR hat bislang kein serienreifes Produkt auf den Markt gebracht. Das Unternehmen hat jedoch mehr als 40.000 Entwickler-Versionen der Rift verkauft und mit seiner Technologie großes Interesse der Fachpresse auf sich gezogen. Die Datenbrille gaukelt dem Benutzer über zwei kleine, getrennte Bildschirme eine 3-D-Umgebung vor, die sich entsprechend der Kopfbewegungen verändert. Während das Gerät mit dem Aussehen einer überdimensionierten Skibrille zuerst hauptsächlich für Spiele verwendet werden dürfte, hofft das Unternehmen, einen Durchbruch für Virtuelle Realität (VR) insgesamt zu schaffen.

Der Fokus kennt Analysten, die 2 Mrd. für ein Schnäppchen halten:

Das junge Unternehmen hatte zuletzt mit seiner Datenbrille „Oculus Rift“ für Schlagzeilen gesorgt, die im Sommer erscheinen soll. Tester loben, man könne damit sehr glaubhaft in virtuelle Welten eintauchen. Experten gehen davon aus, dass Datenbrillen das Videospiel-Erlebnis komplett verändern werden. Deswegen halten Analysten den Kauf für ein Schnäppchen.

Die FAZ denkt, dass die Brille für Facebook auch andere Bereiche als nur das Gaming erschließen könnte:

Die Brille von Oculus ist bislang vor allem für ihren Einsatz bei Videospielen bekannt. Facebook wies aber in seiner Mitteilung darauf hin, dass auch andere Industrien mittlerweile mit der Technologie experimentieren. Als Beispiele für andere Einsatzgebiete nannte Facebook Kommunikation, Medien, Unterhaltung und das Bildungswesen.

Spiegel Online nennt einen der Gründe, warum der Deal sich für Käufer der Oculus Rift auszahlen könnte:

Für die Schöpfer von Oculus Rift ist der Kauf ein Riesengeschäft und eine große Chance: Facebooks Kapital und Marktmacht sollen Massenproduktion und Materialeinkauf erleichtern. Palmer Luckey, einer der Gründer, sagte der US-Spielewebsite Polygon: „Insgesamt wird es ein besseres Produkt zu einem günstigeren Preis werden.“

– gelesen und geprüft von www.textorate.de

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Veröffentlichung 27. März 2014

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