6 Facebook-Mythen, die leider immer und immer und immer wieder kommen

6 Facebook-Mythen, die leider immer und immer und immer wieder kommen


Jedes Mal, wenn wir denken, dass diese Mythen ausgestorben sind, kommen sie doch wieder irgendwo um die Ecke. Das aktuellste Gerücht: Der Facebook Messenger greift dauerhaft auf die Kamera und das Mikrofon zu, um die Nutzer auszuspähen. Jeder erfahrene Nutzer sollte wissen, dass alles das, was unten erwähnt wird, eigentlich Quatsch ist. Zum Teil versucht Facebook selbst, Aufklärungsarbeit zu leisten, versteckt dies allerdings in der Hilfe und zeigt es nicht innerhalb des Messengers an, wie beim aktuellen Gerücht. Wir haben für euch die unserer Einschätzung nach gängigsten Mythen kurz und bündig aufgelistet:

messenger

1. Der Facebook Messenger greift dauerhaft auf die Kamera und das Mikrofon zu, um die Nutzer auszuspähen!

Das aktuellste Gerücht. Wie Facebook unlängst selbst berichtet, stimmt dies natürlich nicht. Die Messenger App braucht die entsprechenden Zugriffe auf das Smartphone, weil über die App telefoniert werden kann und sich auch Videos verschicken lassen. Nur, wenn ihr diese Funktionen nutzt, greift Facebook auch auf die Kamera und das Mikrofon zu. Ansonsten passiert nichts.

2. Facebook wird kostenpflichtig.

Das stimmt nicht. Facebook bleibt für alle Nutzer gebührenfrei. Ihr “zahlt” für die Nutzung mit dem Konsum von Werbung, welche Unternehmen zielgerichtet an euch ausstreuen.

3. Unternehmen haben Zugriff auf meine persönlichen Informationen!

Ebenfalls falsch. Facebook-Werbung wird über Zielgruppen eingestellt, und dies wird vom System anonym durchgeführt. Ein Werber erhält dabei keinerlei personenbezogene Informationen.

Wenn ein Unternehmen eine Zielgruppe auswählt, kann es dafür spezifische Merkmale angeben. Ein gutes Beispiel dafür ist das Alter eines Nutzers. Dieser soll zum Beispiel genau 18 Jahre alt sein, dann kann ein Unternehmen zwar diese Zielgruppe bewerben und sieht, wie viele in dieser Gruppe auf Facebook aktiv sind. Das Unternehmen sieht aber nicht, wer diese Personen sind.

Ein Unternehmen hat nur dann Zugriff auf eure Daten, wenn ihr eine App des Unternehmens nutzt. Hier müsst ihr allerdings jedes Mal spezifisch eure Erlaubnis einräumen. Dies geschieht zum Beispiel bei der Anmeldung bei Spotify, dort seht ihr einen Dialog mit dem Spotify Zugriff auf eure Daten einfordert. Ihr selbst bestimmt, ob ihr hier zustimmt oder nicht.

4. Facebook verkauft meine Daten!

Nope. Facebooks größtes Kapital sind die Daten seiner Nutzer und genau deshalb verkauft Facebook diese auch nicht. Als Unternehmen kann man zwar anhand von Zielgruppen bewerben, man kann allerdings keine Nutzerdaten kaufen. Jeder Nutzer bestimmt selbst, welche Informationen öffentlich einsehbar sind.

5. Andere Nutzer können sehen, dass man ihre Seite aufgerufen hat!

Geht natürlich nicht. Mit dieser Behauptung haben bereits vor einigen Jahren verschieden Apps versucht, Nutzer hereinzulegen. Dabei handelt es sich immer um einen “SCAM”. Also um Dritte, die versuchen, an die Daten des Nutzers zu gelangen, indem sie ihm vorgaukeln, etwas zu tun, was gar nicht möglich ist.

6. Man kann den Facebook-AGB widersprechen, indem man ein Bild postest.

Auch das ist ein HOAX, der regelmäßig die Runde macht. Zumeist kurz nachdem oder bevor Facebook die Geschäftsbedingungen angepasst hat. Um diesen zu widersprechen, soll man ein Bild posten, auf dem genau dies auch so steht. Das Ganze funktioniert natürlich so nicht und hat keine Auswirkungen. Mehr Details hier. 

Falls ihr also Freunde habt, die mal wieder etwas in die Richtung posten, klärt sie doch auf und teilt diesen Beitrag.

Beitragsbild: kallejipp / photocase.com
Messenger Bild: AllFacebook.com 

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Es gibt 7 Kommentare

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  1. 1
    Peter

    Frage: Gibt es eigentlich empirische Daten, die extern die Reichweite von Facebook Seiten belegen?

    Man liest viel über die Veränderung der Algorithmen und auch darüber, dass die angezeigte Reichweite zurückgeht. Auch auf meiner Seite habe ich das festgestellt. Aber man kann mir viel erzählen. Kann man das auch irgendwie nachprüfen? Bzw. ich konnte vorher die Reichweite nicht prüfen und nun kann ich es auch nicht. Woher soll ich wissen, ob sich de facto etwas geändert hat?

    Gruß
    Peter

    • 2
      Philipp Roth

      Die Daten von Facebook kommen natürlich immer von Facebook. Für Veränderungen musst du messen wie viel auf deiner Webseite davon ankommt. Öffentliche empirische Daten dazu kennen wir nicht, die meisten Unternehmen behalten diese Daten für sich. Da sich die Reichweite von Seiten unterschiedlich entwickeln macht es allerdings auch am meisten Sinn die Effekte am eigenen Beispiel zu messen. Vlg

  2. 3
    Steven Rohner

    Wenn ich mir diese “Mythen” durchlese wird mir ganz anders. Traurig das man mit diesen Punkten überhaupt aufräumen muss. Ein klein wenig technisches Interesse, die Bereitschaft zu lesen und ein Funken gesunder Menschenverstand und schon hat man sich selbst geholfen.

    Vielleicht wäre ein gesetzlich vorgeschriebener Führerschein und ein Mindestalter für das Internet gar keine so schlechte Idee.

    Zugegeben, Punkt 1 ist weit hergeholt und technisch absolut kein Problem. Allerdings fallen mir da noch ein dutzend andere Apps ein.

  3. 5
    Ito

    Sorry Jungs, wenn andere paranoid oder “technisch uninteressiert” sind, seid ihr verblendet. Mag sein, dass Punkte 2,5 & 6 totaler Blödsinn sind, den Rest würde ich aber kritisch hinterfragen.

    Facebook trägt schließlich nicht gerade dazu bei diese “Mythen”, wie ihr sie verharmlosend nennt, zu zerschlagen. Eher im Gegenteil. Dass Facebook mit der NSA zusammengearbeitet hat und Nutzerfreundlichkeit und -bestimmung nicht mehr im Vordergrund stehen, untergräbt kurzerhand jeden dieser Versuche des “myth-bustings”.

    Letztlich sollte viel mehr gelten: Vorsicht ist besser als Nachsicht.

  4. 7
    Unbekannter User

    Ich kann Ito nur zustimmen.

    Zudem muss ich (als IT-ler) sagen, dass ich nicht von einer tatsächlichen Löschen meiner Daten durch Facebook nach dem Löschen des Accounts überzeugt bin – nicht nach den angegebenen 14 Tage und auch nicht nach einem Jahr.

    Zum Glück bin ich in Bezug auf den Datenschutz etwas sensibler und habe keine wirklich “wertvollen” Daten gepostet. Das Interessanteste waren wahrscheinlich meine Freunde.

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