Facebook & Instagram Videoanforderungen und -formate im Überblick

Facebook & Instagram Videoanforderungen und -formate im Überblick


Auf Facebook gibt es die unterschiedlichsten Videoformate und -größen. Noch komplizierter wird es, wenn man Anzeigen schaltet und diese auf Instagram oder im Audience Network ausspielt. Alle Formate, die unterschiedlichen Größen, wo ihr Untertitel braucht und wo nicht, sowie die passende Videolänge findet ihr in dieser nützlichen Übersicht:

Viel mehr als diese eine Seite ist es allerdings nicht. Wir fassen diese Übersicht für euch nochmal zusammen und erklären ein paar Details.

Die unterschiedlichen Formate

Je nachdem wo euer Video abgespielt wird und wie der Nutzer das Video bedient, kommen auf Facebook ganz unterschiedliche Formate zustande:

 

Von 16:9 im Querformat, über 1:1 quadratisch bis hin zu 9:16 im Hochformat. Grundsätzlich solltet ihr eure Videos immer auf den passenden Anwendungsfall und auf das passende Ziel optimieren, ihr kennt ja den Newsfeed Algorithmus und eure Nutzer.

In einer perfekten Welt produziert ihr also immer das passende Videomaterial für eure Zuschauer. In der täglichen Arbeit wird dies aber leider nicht immer möglich sein. Das kennen wir selbst nur zu gut. Ihr solltet allerdings beachten, dass bei Anzeigen manche Buchungsoptionen nur mit bestimmten Formaten funktionieren, dass heißt, ihr werdet gezwungen das richtige Material zu liefern.

Das betrifft besonders die neueren Werbeformate innerhalb von Instagram Stories oder In-Stream Anzeigen auf Facebook. Hier müsst ihr ein Video im Hochformat erstellen und könnt „normales“ Videomaterial nicht nutzen.

Ziel (Objective) & Placement des Videos bestimmen also das Format

Für die beiden großen Anwendungsfälle, den Facebook & Instagram Feed, solltet ihr Material in 16:9, 1:1 oder 4:5 haben. Unsere Tipps unterscheiden sich da je nach Ziel eurer Anzeige:

  • Ziel = Traffic für eure Webseite – nutzt ein 16:9 Video. Dieses könnt ihr bei Facebook-Link-Posts als Visual setzen und die Aussteuerung auf Facebook, Instagram und Audience Network funktioniert problemlos. (Falls ihr nur auf Instagram werbt passt hier auch 4:5 super.)

  • Ziel = Reichweite, Engagement – wenn ihr möglichst viele Personen erreichen wollt und möglichst viel Aufmerksamkeit wollt, dann nutzt ein quadratisches Video oder direkt ein Hochformatvideo. Diese sind schon deshalb besser, weil sie im Feed mehr Platz einnehmen. Das gilt auch für Live-Videos.

Videolänge

Ihr könnt, mal abgesehen von In-Stream Videos oder Instagram Stories, sehr lange Videos auf Facebook einstellen. Nur weil das möglich ist, ist es aber noch lange kein Best Practice. Die perfekte Videolänge gibt es nicht, denkt aber daran, dass die Videos im Schnitt gerade mal 1,8 Sekunden auf dem Screen sichtbar sind. Wenn eure Geschichte da gerade erst anfängt, ist der Nutzer schon längst wieder weg.

Untertitel

Facebook schaltet zukünftig zwar automatisch den Ton an, dennoch solltet ihr Untertitel für eure Videos einplanen. Wie ihr oben seht, sind auch In-Stream oder Stories ausgenommen, hier geht man davon aus, dass der Ton auch wirklich an ist.

Ein Großteil der Videos wird ohne Ton angesehen und leider gilt sehr oft „No Subtitel, no Sense“. Wie ihr Subtitel erstellt, haben wir für euch hier im Detail erklärt, auch Subtitel wird Facebook in Zukunft automatisch für euch erstellen.

Dateigröße und -formate

Diese führt Facebook in der Übersicht nicht auf. Ihr könnt fast alles bei Facebook hochladen, solange es nicht größer als 4 GB ist. Überlasst es also Facebook euer Video zu komprimieren und zu optimieren, ihr müsst hier nicht auf Dateigrößen achten. 

Sound

Beim Sound ist Facebook ziemlich relaxt. Lediglich für In-Stream Videos müsst ihr eine Datei mit Sound hochladen. Andersrum bedeutet das aber auch: Der Nutzer hat nicht immer Sound aktiviert und ihr müsst sicherstellen, dass das Video auch ohne funktioniert.

Vergesst die Textvorgaben für eure Videos nicht

Wenn wir auch hier mal In-Stream und Instagram Stories ausklammern, dann haben all eure Videos immer einen Post-Text. Wenn ihr euer Video als Visual beim Link-Post einsetzt dann hat euer Video sogar noch eine Videobeschreibung. Alle diese Details findet ihr im Facebook Ads Guide

Anmerkung: Dieser Beitrag wurde zum ersten mal im August 2016 veröffentlicht und seither mehrmals aktualisiert. 

Es gibt 4 Kommentare

Deinen hinzufügen
  1. 2
    Jens

    Danke für deinen Beitrag. Gibt es Hinweise für günstig Formate der Dateien z.Bsp. für Instagram oder Facebook.
    Ich habe es bei Instagram mit mp4 versucht, mir kommt aber die Qualität extrem schlecht vor…!?

    LG Hannes

  2. 3
    Stefan

    Mir wurde gesagt, dass Video-Ads mit dem Ziel Views und Traffic-Ads mit dem Ziel Traffic geschaltet werden und deshalb diese Video-Link-Ads nicht ideal sind, weils eine Art Zwitter ist. Stattdessen lieber erst ein Video-Ad schalten und anschließend mittels ReTargeting die relevanten Views mit einem Traffic-Ad abfischen. Kann das jemand bestätigen?

    • 4
      Philipp Roth

      Wenn das Video sehr gut ist kann es sein, dass es vom eigentlichen Objective Link-Klicks ablenkt. Also der Nutzer sich lieber das Video ansieht und kein Interesse an der Webseite hat. Du solltest darauf achten das ein Video für Traffic-Ads auch dieses Ziel unterstützt, zum Beispiel mit Call-To-Actions im Video, kurzen Videos, usw. – das heißt für richtig gute Video-Link-Ads produziert man gesondert Material und nimmt nicht einfach ein vorhandenes Video nur weil es halt da ist.

      Zu 100% richtig ist die genannte Aussage also nicht. Falsch aber auch nicht. Wenn du Video-Views willst solltest du natürlich das Ziel Views nehmen. Und wenn du ein bisschen Budget hast (oder eine größere Kampagne) macht es total Sinn die Objectives zu Trennen und eine Custom Audiences aus den Video Views zu erstellen.

      Du solltest dann aber zusätzlich noch die Platzierung anschauen. Wenn du z.B. in Instagram Stories deine Werbung ausspielst macht ein statisches Bild weniger Sinn und du brauchst wirklich passendes Material damit das mit dem Traffic klappt.

+ Hinterlasse einen Kommentar