Absolutes No-Go: Von Dritten für einen Facebook Post bezahlen lassen

Absolutes No-Go: Von Dritten für einen Facebook Post bezahlen lassen


In den letzten Wochen haben wir immer wieder Beispiele gesehen, bei denen Seitenbetreiber auf Facebook Werbung für Dritte gemacht haben. Warum das ein Spiel mit dem Feuer ist, wollen wir heute kurz erklären, denn beide Wege sind verboten!

Worum es uns geht, sind Beiträge, bei denen eine Seite auf das Angebot einer anderen Seite hinweist. Entweder mit Hinweis auf ein Sponsoring oder aber auch ohne:

Fall 1 – Mit Sponsoring-Hinweis

Wer in den Post selbst oder aber auf das Bild „Sponsored“ schreibt, könnte auch gleich „Ich verstoße gegen die Facebook Guidelines“ dran schreiben. Denn Punkt 3A besagt:

Werbung auf Seiten
Werbung von Dritten ist auf Seiten ohne unsere vorherige Genehmigung untersagt.

Eine solche Genehmigung durch Facebook kann es sicher in Ausnahmefällen und bei großen Marken geben. Aber geht nicht davon aus, dass eine „normale“ Seite diese erhält. Denn damit umgeht der Werber ja den von Facebook vorgesehenen Werbemarkt.

Die Konsequenz: Facebook kann die Funktion eurer Seite einschränken, diese vorübergehend deaktivieren oder ganz sperren.

Fall 2 – Ohne Sponsoring-Hinweis

Wer jetzt versucht, besonders schlau zu sein und den „Sponsored“-Hinweis einfach weglässt, steht nicht besser da. Denn natürlich verstoßt ihr auch ohne diesen Hinweis gegen die Guidelines. Und je nachdem, wie ihr den Post aufgebaut habt, und wie der Rest eurer Page aufgestellt ist, kann noch ein weiterer Aspekt greifen: Schleichwerbung. RA Thomas Schwenke hat das auch schon mal in einem Beitrag für uns skizziert.

Die Konsequenz: Im schlechtesten Fall werdet ihr also von Facebook sanktioniert und erhaltet vom Mitbewerber auch noch eine Abmahnung wegen Schleichwerbung obendrauf.

Aufpassen sollte man auch bei „Linktausch“-Posts. Also, wenn der Buchladen und das Café jeweils einen Hinweis auf den anderen Partner veröffentlichen. Diese sind zwar rechtlich unbedenklich, können aber je nach Auslegung auch gegen die Facebook-Richtlinien verstoßen.

Fazit: Finger weg!

Wir können euch deshalb nur raten: Nehmt keine Angebote für gesponserte Facebook Posts von Dritten an. Solltet ihr solche auf der Seite haben, löscht sie am besten wieder. Und geht auch nicht aktiv mit eurer Reichweite auf Dritte zu und bietet solche Posts an. Offen ist natürlich, ob Facebook es überhaupt bemerkt. Als Gewinnspiele noch deutlich eingeschränkter waren, hat Facebook nur in wenigen Fällen etwas getan. Sobald dann aber doch etwas passiert, ist der Kontakt zu Facebook extrem schwierig und ihr habt unter Umständen für ein paar Euro die komplette Community verloren.

Image-Credits: cmgirl @ shutterstock.com

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Veröffentlichung 13. August 2014

Es gibt 3 Kommentare

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  1. 1
    Udo Engel

    Ganz zu schweigen von der Meinung der Community. Je nachdem, wie sensibel diese ist, kann Schleichwerbung mehr schlecht als recht ankommen. Es muss also nicht nur die rechtliche Seite bedacht werden, sondern auch die Außenwirkung.

  2. 2
    Nico

    Gilt das (positive) Kommentieren eines anderen Beitrags auch als Schleichwerbung?

    Beispiel:
    Der Buchladen postet ein Bild von einer neuen Lese-Ecke. Die Café-Seite schreibt darunter: „Toll! Ein Besuch in eurem Buchladen ist jetzt noch empfehlenswerter.“

    Beste Grüße,
    Nico

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