Instant Articles: Facebook weitet Test aus und verdreifacht die Anzahl der Partner

Instant Articles: Facebook weitet Test aus und verdreifacht die Anzahl der Partner


Wie Facebook heute bekannt gegeben hat, wird der aktuelle Test mit Instant Articles in Deutschland massiv ausgeweitet. Nachdem bisher lediglich 7 deutsche und 2 schweizer Publikationen beteiligt waren, werden in Zukunft insgesamt 27 Partner über die neue Technologie Artikel direkt auf Facebook veröffentlichen. Diese Ausweitung ist laut Pressemeldung besonders auf das große Interesse bei den Medienhäusern zurückzuführen:

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Instant Articles wurden im Mai 2015 von Facebook vorgestellt und sollen das Leseerlebnis von Webseiten außerhalb von Facebook auf mobilen Endgeräten verbessern. Dazu lädt sich Facebook die entsprechenden Artikel mit allen Inhalten (Fotos, Videos etc.) vorab auf die eigenen Server. Durch eine Art Pre-Loading – also das Laden eines Artikels, bevor der Nutzer ihn überhaupt angefordert hat – und optimierter Quelltexte kann Facebook diese bei einem Aufruf “instant”, also ohne Ladezeit anzeigen.

Für den Publisher bedeutet eine Veröffentlichung über Instant Articles eine mehr oder weniger große Änderung im Workflow. Die Artikel können Facebook zwar über eine RSS-Schnittstelle zur Verfügung gestellt, müssen zuvor aber noch auf das Instant Article Format angepasst werden. Das betrifft in vielen Fällen die Auszeichnung von Bildern, Zitaten oder auch Videos. Zudem müssen, beziehungsweise können, Anzeigenplätze und Tracking Codes – welche sich normalerweise nicht in einem RSS Feed finden – hinzugefügt werden.

Über ein spezielles Backend lässt sich das Aussehen des Artikels innerhalb der Facebook App weiter steuern. So kann das Logo der Publikation hinzugefügt werden oder Schriftarten und -farben für Absätze und Überschriften definiert werden. Das CSS File der Ausgangsquelle kommt hier nicht mehr zum Zug. Weitere Infos zur Implementierung finden sich in den Facebook-Entwickler-Dokumentationen.

Instant Articles sind nicht ganz unumstritten. So erschwert, beziehungsweise verhindert, dieses Format zum Beispiel das Stöbern in der Webseite des Publishers, da nur der Artikelinhalt selbst geladen wird. Zudem legt Facebook Regeln zur Aussteuerung von Anzeigen und damit zur möglichen Monetarisierungsstrategie des Publishers fest. Ein einfaches Beispiel hierfür ist, dass Instant Articles nur bestimmten Abständen (alle 500 Wörter) Anzeigen beinhalten dürfen und eben nicht so mit Werbung “zugekleistert” werden können wie manch eine Webseite.

Wenn ihr Instant Articles noch nicht kennt, erklärt euch dieses kleine Facebook-Werbevideo, worum es dabei genau geht:

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Veröffentlichung 27. November 2015

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