Facebook setzt neue Datenverwendungsrichtlinien und Erklärung der Rechte und Pflichten in Kraft

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Nachdem vorgestern die Abstimmungsphase zur Einführung neuer Datenverwendungsrichtlinien und der Rechte und Pflichten mit einer erschütternd niedrigen Teilnehmerzahl zu Ende gegangen ist, sind diese seit gestern Abend nun offiziell in Kraft gesetzt.

Bei der Abstimmung hatten knapp 669.000 Nutzer Teil genommen. Dies war leider nur ein Bruchteil der erforderlichen 300 Millionen Nutzer welche für eine bindende Entscheidung notwendig gewesen wären. Von den Teilnehmern hat aber eine überwiegende Mehrheit (589.000) gegen die geplanten neuen Richtlinien gestimmt. Wegen der geringen Gesamtbeteiligung hatte diese Abstimmung so nur einen beratenden Charakter.

Mit den neuen Richtlinien ist die Möglichkeit der Abstimmung über weitere Richtlinien nun nicht mehr möglich. Lediglich Kommentare können in der Zukunft abgegeben werden. Somit haben die Nicht-Wähler sich selbst die Stimme bei weiteren Entscheidungen genommen.

Auch wenn Facebook in der offiziellen Meldung betont, dass man alles unternommen habe um mehr Nutzer zu erreichen, sind wir sehr enttäuscht. Zwar gab es auf der Seite „Facebook Site Governance“ (mit 2,6 Millionen) eine entsprechende Meldung zur Abstimmung und die Fans dieser Seite wurden auch per Mail informiert, aber das war es dann auch schon. In der Vergangenheit haben wir aber gesehen, dass es für Facebook kein Problem ist bei allen Nutzern nach dem Einloggen eine Hinweismeldung anzuzeigen. 

Genauso enttäuscht sind wir allerdings davon wie wenig Nutzer sich überhaupt mit dem Thema auseinander setzen. Die meisten sind per se einfach gegen jede Änderung auf Facebook, und teilen einfach alles was von ihren Freunden gepostet wird. Bis zum Ende der Abstimmung sind die fast 29.000 Kommentare unter einer Meldung von Facebook zusammengekommen. Fast alle davon sind von deutschsprachigen Nutzern die dort mit einem Copy & Paste Text gegen die Facebook AGB widersprechen. Kaum jemand scheint klar zu sein das so eine Post keine Auswirkungen darauf hat wie Facebook die Daten nutzen darf, denn bei der Meldung handelt es sich immer noch im einen HOAX. Wenn das alles Feedback ist was Facebook auf solche Abstimmungen erhält, dann ist eigentlich kein Wunder das es so etwas in Zukunft nicht mehr oft geben wird. So schade es ist, aber ein konstruktiver Dialog ist so nicht möglich.

Die neuen Richtlinien können sich alle Nutzer noch einmal hier anschauen:

Jens Wiesehttp://www.jens-wiese.net
Jens berät als Freelancer internationale Unternehmen in Social Media Fragen, entwickelt neue Applikationen, organisiert Workshops und entwirft individuell passende Strategien. Zudem betreibt er unter https://papierloswerden.de eine Plattform für Menschen, die den Schritt in eine rein digitale Zukunft gehen möchten.

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