Globale Pages erfordern glokale Konzepte – Gastbeitrag

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- Gastbeitrag von Jasper Krog und Andrea Holtstraeter -

Die aktuelle Vorstellung der “Global Pages” ermöglicht es nun endlich jedem Unternehmen seine weltweiten Facebook-Aktivitäten unter einer Fanpage laufen zu lassen ohne direkt auf Systeme/Lösungen wie Buddy Media zurückgreifen zu müssen, die diese Funktion schon seit mehreren Jahren bieten.

Diese Umstellung stellt neue Ansprüche an die Zusammenarbeit der lokalen Community Management Teams in den verschiedenen Ländern von globalen Unternehmen.
Die Eröffnung bzw. Nutzung dieser Pages erfordert die Aufsetzung einer „glokalen“ Facebook-Strategie, d.h. der Erstellung eines globalen Handlungs- und Strategierahmen, um z.B. generelle Inhalte und Zielsetzung zu definieren, und einer lokalen Adaption der Inhalte mit Hilfe des Community Managements. Globale Strategien und lokale Adaption sollte in vielen Unternehmen grundsätzlich keine Neuheit mehr darstellen, jedoch sollte spätestens seit dem Launch der neuen „Global Pages“ dies auch für Facebook gelten.

Die Sicherstellung eines einheitlichen Auftrittes ist auf Facebook noch wichtiger geworden, da der Facebook-Fan nun per Mausklick die Region bzw. Inhalte der Fanpage wechseln kann und damit die verschiedenen Länderauftritte einfacher vergleichbar für den Fan werden.  Diese erhöhte Transparenz und Vergleichsmöglichkeit erfordert einen noch stringenteren Markenauftritt auf Facebook, der dann dabei hilft das Markenbild positiv zu beeinflussen. Ebenso können aber auch uneinheitliche Auftritte wie z.B. besondere Preisrabatte oder Aktionen, Gewinnspiele bzw. Bevorteilung einiger Länder schneller aufgedeckt bzw. entdeckt werden und für neue Herausforderungen in der Community sorgen.

Die Führung einer „Global Page“ mit einer glokalen Strategie bietet eine Menge an effizienzsteigernden und synergetischen Effekten für das gesamte Unternehmen. So kann die verstärkte Zusammenarbeit im Community Management verschiedener Länder nicht nur Wissens- und Erfahrungstransfer ermöglichen. Hier ergeben sich vor allem auch Synergien bei der Nutzung von Formulierungen, Beiträgen sowie Bild- und Videomaterial und ihren Rechten. Auch im Anzeigenbereich kann durch eine zentrale beworbene Fanpage im Gegensatz zu vielen Einzelnen Kosten eingespart werden. Ähnlich verhält es sich mit Applikationen, die in Zukunft lediglich eine einmalige Konzeption und Programmierung erfordern und mit einfachen Mitteln in verschiedene Sprachen umgewandelt werden können.

Sicherlich sind und waren viele der Vorteile der „Global Page“ im Bereich der Synergie natürlich auch mit verschiedenen länderspezifischen Fanpages möglich. Facebook hat aber das Bedürfnis globaler Unternehmen nach einem einheitlichen Markenauftritt und die Nutzung der Synergieeffekte von glokalen Strategien erkannt und geht einen großen Schritt vorwärts, um diese zu befriedigen.

Mehr zu der Aufsetzung, Anforderungen und Vorteile dieser glokalen Strategie erfahren Sie auf der allfacebook Marketing Conference zu diesem Thema.

Die Autoren:

Jasper Krog ist als Senior Account Executive für digitale Kommunikation mit dem Schwerpunkt Facebook und Facebook-Marketing bei Edelman Digital tätig. Der Fokus seiner Arbeit liegt dabei auf der strategischen Konzeption und Durchführung von nationalen und internationalen Facebook- beziehungsweise Online-Kampagnen und dem Community Management.

Andrea Holtstraeter ist als Community Managerin und Beraterin für digitale Kommunikation bei Edelman Digital tätig. Sie ist Expertin im Bereich Dialog- und Issues-Management und der Durchführung von Facebook- bzw. Online-Kampagnen für nationale wie internationale Kunden.