Instagram In-App Shopping Funktion für Feed und Story

Instagram In-App Shopping Funktion für Feed und Story


Ihr kennt die Situation: Ihr surft durch euren Instagram Feed und seht den Post dieser tollen Modemarke. Am liebsten würdet ihr das abgebildete Teil direkt kaufen, aber dazu müsstet ihr jetzt erst einmal in den Browser wechseln, die Webseite der Marke suchen und dort dann auf die Suche nach genau diesem Kleidungsstück gehen. Total nervig. Und zwar nicht nur für euch, sondern auch für die Modemarke, die euch gerne direkt etwas verkaufen würde.

Hier hat Instagram bereits vor einigen Wochen die große Lücke zwischen „Sehen“ und „Kaufen“ geschlossen und nach umfangreichen Tests in den USA eine Funktion namens „Shoppable Organic Posts“ auch in Deutschland eingeführt. Hiermit können Marken einzelne Produkte auf Instagram Posts markieren. Tippt der Nutzer diese an, gelangt er zu einer Detailansicht innerhalb Instagram. Von dort geht es mit einem Klick auf „Shop Now“ in den entsprechenden Online Shop.

Darüber hinaus läuft seit kurzem ein test mit ausgewählten Partnern um diese Funktion auch in Instagram Stories zu nutzen.

Shopping im Instagram Feed

Bei dieser Funktion müssen wir natürlich zwei verschiedene Seiten betrachten. Wie sieht der Nutzer es im Feed und wie sieht andererseits der Shopbetreiber die Funktion bei der Erstellung des Posts.

Aus der Sicht des Instagram Nutzers

Ein Video im Vimeo Kanal von „Instagram for Business“ zeigt, wie das ganze aus Nutzersicht funktioniert:

Wenn ihr es selbst einmal ausprobieren wollt, schaut euch in der Instagram App einmal die Profile der folgenden Unternehmen einmal an:

Diese haben auf einigen Bildern ihre Produkte entsprechend markiert. In der Instagram Browser Version sind die Markierungen (noch) nicht vorhanden.

Auch im Explore Bereich der App sind Posts mit Produktmarkierungen gut an einem kleinen „Taschen“-Symbol zu erkennen.

Aus der Sicht des Unternehmens

Für Unternehmen sollte die Erstellung dieser Posts keine große Hürde darstellen. Der benötigte Produktkatalog ist entweder bereits im Facebook Businessmanager vorhanden oder kann sehr leicht hinzugefügt werden. Das Markieren von Produkten läuft ähnlich ab, wie man heute bereits Personen in Photos markieren kann.

Instagram hat für interessierte Unternehmen extra eine Landing-Page erstellt, welche beim einrichten der Funktion unterstützt.

Instagram setzt die Hürden für eine Teilnahme am Test derzeit noch relativ hoch:

  • Unternehmen müssen aus einem der teilnehmenden Länder kommen (Deutschland ist dabei)
  • Es muss einen Businessmanager mit Produktkatalog geben
  • Es dürfen nur physische Produkte angeboten werden
  • Es muss ein Instagram Business Account bestehen
  • Der Instagram Account muss durch Instagram fürs Shopping frei gegeben werden

Shopping in IG Stories

Seit Mitte Juni testet Instagram darüber hinaus mit einzelnen Partnern eine Shopping Funktion für die Stories.

Dazu gibt es bisher einzelne Bilder, welche das Vorgehen und die Nutzererfahrung aber gut beschreiben:

Die Markierungen werden hier also über Instagram Story Sticker gesetzt. Auf jedem Storyelement scheinen mehrere Produkte möglich zu sein. Wenn der Nutzer mit diesen Stickern interagiert, lässt sich wie auch bei den Feed Produkten eine Detailseite aufrufen. Von dort kann die Weiterleitung in den Webseiten Shop erfolgen.

Sollte der Test ähnlich lange dauern wie für die Feed Shopping Funktion dürfen wir mit einem Roll-Out in Deutschland wohl erst gegen Mitte 2019 rechnen.

Umsetzung auf Facebook

Übrigens: In leicht abgewandelter Form gibt es diese Funktion bereits heute für alle Facebook Seitenbetreiber. Über den Produktkatalog könnt ihr Produkte in Fotos, Videos und andern Posts markieren und der Nutzer wird bei einem Klick direkt zur entsprechenden Shop-Produktseite weitergeleitet. Bei der Tirol Werbung etwa könnt ihr euch anschauen, wie eine solche Integration in der eigenen Seite aussehen kann.

Es gibt 3 Kommentare

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  1. 3
    Carlo Coluchi

    Das ist Die Lösung für das Problem mit der fehlenden Linkfunktion auf Instagram.
    Allerdings ist man hier leider auf Shopify oder BigCommerce Softwaresystem gebunden.
    Gibt es da eine Alternative ?

    Beste Grüße

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