Mehr Transparenz bei Website Custom Audience


Ganz im Sinne des Datenschutzes erhöht Facebook ab dem 27. Februar 2019 die Transparenz beim Einsatz von Custom Audiences. Ab dann werden deutlich mehr Informationen über Grundlage und Einsatz eines Custom Audience Targetings verfügbar sein.

Custom Audience Status bisher

Wer als Nutzer heute eine Anzeige sieht, kann sich über das Kontextmenü oben rechts (Menüpunkt: „Warum sehe ich das?“) bereits sehr komfortabel darüber informieren, warum gerade er diese Anzeige sieht und in welches Targeting eines Unternehmens er damit fällt.

Bisherige Facebook Anzeigen Transparenz

Klickt der aufmerksame Nutzer in diesem Dialogfeld den „Manage your Ad Preferences“ Link oder ruft er die entsprechende Seite direkt auf, erfährt er darüber hinaus, in welche Interessenskategorien er von Facebook eingeordnet wird.

Aber auch die Information, welche Unternehmen seine Daten in Form einer Custom Audience hochgeladen haben, wird hier im Bereich „Advertisers“ sichtbar.

Wer hat meine Daten hochgeladen?

Wer jetzt selbst einmal in diesen Bereich schaut, wird sehr schnell ins Grübeln kommen. Denn hier finden sich nicht nur „bekannte“ Unternehmen, sondern auch solche, von denen man als Nutzer noch nie gehört hat.

Diese Unternehmen haben die Daten entweder von Adresshändlern gekauft, oder sind auf anderem Wege zum Beispiel an die E-Mail Adresse eines Nutzers gelangt.

Als Teil einer solchen Custom Audience hat das besagte Unternehmen nun die Möglichkeit Anzeigen an den Nutzer auszuspielen.

Wenn ich als Nutzer nun meine (Auskunfts- und Löchungs-) Rechte im Namen der DSGVO gelten machen möchte, habe ich so zumindest einen ersten Anhaltspunkt. Viel mehr aber leider auch nicht.

Möchte ich mich aus einer Custom Audience austragen, genügt es übrigens in der Übersicht bei dem entsprechenden Werbetreibenden auf „Remove“ zu klicken.

Neue Transparenz ab 27. Februar

Deutlich besser soll die Transparenz nun ab dem 27. Februar werden. Dann will Facebook bereits im „Why am I seeing this“ Dialog umfangreiche Informationen zur Verfügung stellen.

Daraus soll hervorgehen:

  • Welches Unternehmen genau die Daten hochgeladen hat.
  • Wann das geschehen ist.
  • Basierend auf welchen Informationen ein „Match“ stattgefunden hat.
  • Mit welchen Unternehmen die Daten darüber hinaus geteilt wurden.

Sollte ein Unternehmen die Anzeigenschaltung an eine Agentur ausgelagert haben, wird man unter Umständen auch dies der Information entnehmen können.

Auch die Informationen zur Demographie und Geo-Targeting werden natürlich erhalten bleiben.

Handlungsempfehlung

Wir raten allen Werbetreibenden die Facebook Custom Audiences einsetzen jetzt noch einmal zu überprüfen, ob eine Einwilligung durch die in der Datei hochgeladenen Nutzer besteht.

Andernfalls sollte die entsprechende Zielgruppe sofort gelöscht werden, da sie nicht nur gegen geltendes EU Datenschutzrecht, sondern auch gegen die bereits jetzt geltende Facebook Custom Audience Guideline verstößt.

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Veröffentlichung 15. Februar 2019

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