Facebook Account verkaufen? Schöne Idee, aber mehr auch nicht.

Bildquelle: Notes of Berlin (http://www.notesofberlin.com/)
Bildquelle: Notes of Berlin (http://www.notesofberlin.com/)

In den vergangenen Wochen machte auf Facebook ein Foto von „Notes of Berlin“ die Runde. Darauf zu sehen: ein Aushang mit einem Verkaufsangebot für einen Facebook Account. 2100 Freunde für 250 Euro – ein Schnäppchen.

Ungeachtet der Frage „Was will ich nach dem Kauf mit 2100 Freunden einer mir unbekannten Person?“ hat ein solches Geschäft aber natürlich auch ein paar rechtliche Aspekte. Besonders, wenn man sich die Facebook-Nutzungsbedingungen anschaut.

Dort finden sich unter Kapitel 4 die folgenden Punkte:

8. Du wirst dein Passwort (oder deinen geheimen Schlüssel, wenn du ein Entwickler bist) nicht weitergeben, eine andere Person auf dein Konto zugreifen lassen oder anderweitige Handlungen durchführen, die die Sicherheit deines Kontos gefährden können.
9. Du wirst dein Konto (einschließlich einer von dir verwalteten Seite oder App) an niemanden übertragen, ohne vorher unsere schriftliche Erlaubnis einzuholen.

Beziehungsweise unter Kapitel 3:

5. Du wirst keine Anmeldeinformationen einholen oder auf ein Konto zugreifen, das einer anderen Person gehört.

Damit droht bei einem Verkauf schon einmal einiges an Problemen mit Facebook. In der Regel dürfte bei Bekanntwerden eines solchen Verstoßes gegen die Facebook-Richtlinien der Account gesperrt werden. Dann war es das mit den 2100 Freunden. Sofern es Facebook überhaupt bemerkt.

Aber auch praktisch hat ein solcher gekaufter Account natürlich einige negative Aspekte:

  • Die Nutzer-URL kann unter Umständen nicht mehr geändert werden
  • Der Nutzername kann unter Umständen nicht mehr geändert werden
  • Bei einer Sicherheitssperre wird man die Identifikation von Freunden zur Verifizierung des Accounts wohl kaum hinbekommen

In der Summe ist der Verkauf des eigenen Facebook Accounts also weder sinnvoll noch zu empfehlen. Im schlechtesten Falle hat man nach der Aktion weder Account noch Geld, oder aber sogar Probleme mit dem Käufer.

Am Ende des Tages kratzt man sich eben doch ein bisschen am Kopf. Vielleicht bietet der Verkäufer ja auch eine Testphase an, dann kann man mal sehen wie man mit seinen neuen Freunden so klarkommt…

– gelesen und geprüft von www.textorate.de

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Jens Wiesehttp://www.jens-wiese.net
Jens berät als Freelancer internationale Unternehmen in Social Media Fragen, entwickelt neue Applikationen, organisiert Workshops und entwirft individuell passende Strategien. Zudem betreibt er unter https://papierloswerden.de eine Plattform für Menschen, die den Schritt in eine rein digitale Zukunft gehen möchten.

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1 Kommentar

  1. Hallo,

    ich bin Jurastudent im 6. Fachsemester und schreibe gerade meine Seminararbeit über die Besonderheiten sozialer Netzwerke im Unternehmensbereich.
    Ich bin online auf Artikel gestoßen, in denen von dem Verkauf eines Twitter Accounts berichtet wurde. Meine Frage: Ist so etwas auch bei einer Facebook Seite möglich?
    LG

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