Nutzergenerierte Qualitätssicherung bei Facebook Apps und Übersetzungen

Nutzergenerierte Qualitätssicherung bei Facebook Apps und Übersetzungen


Mal wieder geht Facebook den schlauen Weg eine Aufgabe, welche normalerweise von Facebook selbst wahrgenommen werden sollte, an den Nutzer auszulagern. Die Rede ist dieses Mal von der Qualitätssicherung.

Wer Facebook Translations nutz, sieht diese Einblendungen nun schon seit mehreren Wochen in der rechten Seitenleiste. Facebook möchte wissen, welche Übersetzung die bessere ist, oder ob es sich um eine gute Übersetzung handelt. Mit rund 20 Millionen aktiven Mitgliedern in Deutschland setzt Facebook hier ähnlich wie auch die Wikipedia auf die Intelligenz der Masse. Gute Übersetzungen finden dabei den Weg auf die Plattform, schlechte hingegen werden in das Facebook Translations System zurückgespielt und können dort erneut von Nutzern übersetzt werden. Bleibt nur zu hoffen, dass wir alle gute Englischlehrer in der Schule hatten. Wer auch an der Übersetzung von Facebook in andere Sprachen teilnehmen möchte, muss nur die Facebook Translations App aufrufen.

Einen Schritt weiter geht Facebook nun bei der Suche nach Anwendungen, die dem Nutzer keinen Mehrwert bieten. So haben uns Jana Fischer und Martin Szugat über folgende Art der Abfrage bei Facebook informiert:            

Beantwortet man eine der Fragen, egal ob positiv oder negativ, wird die nächste Anwendung eingeblendet. Laut Jana so lange bis man alle installierten Anwendungen von Drittanbietern durch hat. Aus der Sammlung der Antworten kann Facebook so sehr leicht „gute“ von „schlechten“ Anwendungen unterscheiden. Dabei sagt „gut“ oder „schlecht“ nichts über die wirkliche Qualität der Anwendung aus. Anwendungen die Daten sammeln, aber trotzdem einen hohen Mehrwert bieten, wie etwa einige Spiele und Glücksnuss Anwendungen, können hier trotzdem als „gut“ durchgehen. Ob „schlechte“ Apps hingegen mit Facebook Sanktionen rechnen müssen ist uns nicht bekannt.

Einen Zusatznutzen hat diese Abfrage aber: Dem Nutzer wird noch einmal verdeutlicht, welche Vielzahl an Anwendungen er bereits nutzt und installiert hat. So wird der ein oder andere vielleicht überlegen, einmal die Zugriffsberechtigungen zu überprüfen. Gerade bei Anwendungen bei denen der Nutzer auf „Würde ich nicht empfehlen“ klickt, sollte er auch über deren Nutzen und Verbleib im eigenen Profil nachdenken.

Hat Facebook euch auch schon gefragt, ob ihr eine Anwendung weiterempfehlen würdet? Wie findet ihr diese Funktion?

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Es gibt 5 Kommentare

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  1. 1
    gashone

    Die Uebersetzug hab ich auch schon vor eineger Zeit gesehen, find es eigentlich relativ sinnvoll. Noch besser das mit den Anwendungen.. Zwar werden sicherlich nur sehr wenige daraufklicken, aber dennoch sollte dies die Auslese einiger Anwendungen verbessen

  2. 2
    Hohlkopf

    witzig. ich hatte mich damals für facebook-translations angemeldet, aber wurde nicht zugelassen, weil ich noch nich solange bei facebook bin (länger als die meisten würde ich sagen). Seit dem habe ich mir das nicht mehr angesehen.
    wer nicht will der hat schon.

  3. 3
    Eduardo

    Ich nutze mein Facebook auf Englisch und bin ganz foh, dass mir sowas nicht begegnet. Zwar ist es durchaus Sinnvoll Aufgaben auf Regionale Insider auszulagern und bestimmt betriebswirtschaftlich gesehen, ein „Wenigeraufwand“, man muss aber bedenken, dass durch das (wie ihr es genannt habt) „auslagern“ von Aufgaben viele potentielle Jobs verloren gehen.

  4. 4
    Thomas

    Bei mir erscheint es aber auch erst, seit dem ich euren Link zum Facebook Translation System genutzt habe, denn seitdem ist unten am Chat ein Icon angedockt für die „Translation App“.
    Das mit den Spielen und Anwendungen habe ich bisher bei mir nur 1-2 mal gesehen, spielt scheinbar verstecken.

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