Instagram greift bei Drittanbieter Tools durch

Instagram greift bei Drittanbieter Tools durch


Es ist eine Situation, die wohl jeder Instagram Nutzer kennt. Erst kommt die Benachrichtigung „Hans Meier gefällt dein Foto“, kurz darauf eine „Hans Meier folgt dir jetzt“. Das Problem: „Hans Meier“, oder wie auch immer das entsprechende Profil heißt, hat scheinbar keinerlei gemeinsame Interessen oder Bekannte. Und auch sein Profil wirkt alles andere als „natürlich“.

Schnell wird klar, hier hat wieder eine dieser Spammer Anwendungen ihr Unwesen getrieben. Sowohl Fake-Accounts, als auch echte Profile versuchen mit entsprechender Software ihre eigene Reichweite auszubauen und Nutzer für das eigene Profil zu begeistern.

Das alles ist natürlich nicht ganz rechtens und verstößt in den allermeisten Fällen gegen die Instagram Platform Policies. Aus diesem Grunde würden wir auch euch dringend vom Einsatz solcher Tools abraten. Instagram kann euren Account sonst als „Spammer“ kennzeichnen – mit entsprechendem Einfluss auf die Sichtbarkeit – oder den Account gleich ganz schließen.

Nun aber greift Instagram durch und hat den zweit größten Anbieter von „Follow“-Services den Saft abgedreht. „Instagres“ und „Massplanner“, beide bisher als App in den diversen App-Stores vorhanden, haben den Betrieb eingestellt.

Ob man als Nutzer etwas vom Ende der beiden Tools merken wird? Wir glauben es nicht. Denn das ist nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Entsprechende Anwendungen und Anbieter gibt es zu Dutzenden. Wer einen Blick in die App-Stores wirft, findet jede Menge Alternativen.

Der Grund für die Verbreitung dieser Apps: Die nötigen Scripte bestehen nur aus wenigen Zeilen Quelltext und lassen sich mit einer einfachen Suche finden. Man muss nicht besonders begabt sein, um einen solchen Service selbst aufzusetzen. Das Verfahren funktioniert ähnlich wie frühere Scripte, die es bei Facebook erlaubten, alle Freunde/Fans zu einem Event einzuladen.

Für die Betreiber dieser Dienste handelt es sich um ein lukratives Geschäft. Um das zu erkennen, muss man sich nicht einmal eine der Apps installieren. Bereits ein Blick auf die Liste der möglichen „In-App“ Käufe bei den beliebtesten Apps im iTunes Store zeigt den groben Kurs:

Was Instagram hier benötigt sind bessere Schutzmechanismen, welche dieses Vorgehen unterbinden. Wenn Facebook diesen Kampf schon vor einigen Jahren gewonnen hat, warum ist das dann nicht auch bei Instagram möglich?

Wir glauben wir sprechen für die Mehrheit aller Instagram Nutzer, wenn wir sagen: Wir haben keine Lust mehr auf „Hans Meier“ und Co.!

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Veröffentlichung 15. Mai 2017

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