Die Instagram Creator Profile sind da!


Seit dem Wochenende sehen immer mehr Instagram Nutzer in Deutschland beim App-Start die Frage, ob sie zu einem „Creator-Account“ wechseln wollen. Primär scheint das Profile zu betreffen, die über 10.000 Follower haben und entweder ein privates Profil betreiben oder sich selbst bestimmten Kategorien des Business Profils zuordnen.

Was kann der neue Account Typ?

Die Funktionen des Creator Accounts unterscheiden sich (bis jetzt) minimal von denen des Business Accounts. Besonders hervorheben kann man eigentlich nur die Statistiken zur Followerentwicklung, bei der jetzt erstmals aufgeschlüsselt wird, wie viele Follower pro Tag gegangen und wie viel hinzu gekommen sind.

Zudem gibt es Einstellungen im Account mit denen der Creator beeinflussen kann, wer ihm schreiben kann und auf welchem Weg die Kontaktaufnahme stattfindet. Das dürfte vor allem für alle Nutzer sinnvoll sein, die mit deutlich fünfstelligen Followerzahlen jeden Tag unter einer Flut von Nachrichten und Anfragen begraben werden.

Drei weitere kleine Veränderungen:

  • Eine passende Facebook Seite ist nicht Pflicht
  • Die Kategorie des Profils muss zwar gewählt werden, kann dann aber ausgeblendet werden
  • Die Kontaktmöglichkeiten können eingeschränkt werden. Eine Kontaktmöglichkeit ist jedoch Pflicht

Im Rahmen der f8 Konferenz wurde aber auch eine weitere Neuerung angekündigt. „Shop from Creator“ soll es ermöglichen, dass ein Nutzer die Produkte einer Marke direkt über den Account des Creators kaufen kann, welcher mit einer Marke kooperiert.

Wie Wechsel ich zum Creator Account?

Wenn dein Konto von Instagram schon für eine Migration vorgesehen wurde, gehst du einfach in die Einstellungen und schaust unter dem Punkt „Account“.

Wechselst du von einem Business Profil, findest du ganz unten den Punkt „Switch to Creator Account“. Wechselst du von einem bisher privaten Profil, dann siehst du den Punkt „Get more Tools“. Einfach anklicken und dann den jeweiligen Schritten auf dem Bildschirm folgen.

Warum jetzt noch eine neue Accountform?

Das Instagram neben dem normalen und dem Business Account jetzt auch noch einen Creator Account einführt, dürfte aber auch strategische Gründe haben.

Denn seit der Einführung des Business Accounts hält sich das – vielfach widerlegte – Gerücht, dass bei dieser Kontenform die Reichweite der Beiträge und Stories eingeschränkt wird.

Gleichzeitig ist der Business Account bisher aber auch die Eintrittskarte in die Facebook und Instagram Werbeanzeigenwelt. Mit den Creator Accounts bietet Instagram jetzt also einen weiteren Zugang, der noch nicht mit Vorurteilen belegt ist.

Links die neuen Statistiken. In der Mitte und rechts die Möglichkeiten der zusätzlichen „General“ Inbox

Die Rolle des Creators im Facebook Universum

Etwas unklar bleibt für den Außenstehenden die Rolle des „Creators“ im Facebook Universum.

So hatte das Unternehmen erst vor wenigen Monaten die ehemalige „Mentions App“ für Promis und VIPs in eine „Creator-App“ für alle Nutzer überführt, um diese dann aber komplett einzustampfen.

Gleichzeitig gibt es mit dem Facebook Creator Studio eine Desktop Version, welche auch wieder für jeden Nutzer zur Verfügung steht.

Wirklich exklusiv und abgegrenzt ist der Creator Begriff damit derzeit nicht. Der Schritt Creator-Profile nun nur bestimmten Nutzern anzubieten, steht dem etwas entgegen.

Business oder Creator Account, was ist jetzt für mich besser?

Diese Frage lässt sich tatsächlich sehr einfach klären. In der Vergangenheit haben wir gesehen, dass es am sinnvollsten ist, Funktionen bei Instagram und Facebook so zu nutzen, wie diese auch „geplant“ waren.

Deshalb empfiehlt sich der „Business“ Account hauptsächlich für Unternehmen und der „Creator“ Account für Influencer. Auch, wenn Instagram das Wort „Influencer“ meidet wie der Teufel das Weihwasser :D

Fazit

Mit dem neuen Creator Profil möchte Instagram den Influencern neue Tools an die Hand geben und möglicherweise auch mit alten Vorurteilen bezüglich des Business Accounts aufräumen. Der Mehrwert des neuen Profiltyps ist für den „Gelegenheitsinfluencer“ vielleicht noch etwas dünn. Aber das kann sich ja mit neunen Funktionen in Zukunft noch ändern.

4 Comments

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  1. 1
    Karina

    Hallo Jens
    Ich hab den Creator Account seit ein paar Tagen und mir gefallen die neuen Features wirklich ganz gut.
    Grad das neue Postfach zum sortieren der Nachrichten ist hilfreich. Allerdings gibt es einen Haken – es ist mit dem Creator Account nicht mehr möglich zB Hootsuite zu nutzen. Der Zugriff funktioniert nur mit dem Business Account. hast du da vielleicht schon weitere Infos oder einen Tipp?

  2. 3
    YeLm

    Ab welcher Größenordnung kann man Creator werden? Ich habe 2000 Follower und kann nicht vom Businessprofil wechseln.
    Bei mir hat sich dieses Wochenende die Story-Reichweite übrigens um 33% reduziert und ich vernehme ähnliches aus meinem Umfeld :/

  3. 4
    Franz

    Hi!

    Also ich habe mein Profil umgewandelt in einen creator account und laut meinen statistiken habe ich pro Post ca. 1000 Personen weniger Reichweite. Habt ihr davon auch schon gehört bzw. die Erfahrung gemacht – oder ist das nur Einbildung?

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