Anleitung: Werbung in der Facebook Suche schalten


Stell dir vor, Facebook ginge den selben Weg bei Anzeigenplätzen wie Google. Wenn ein Nutzer etwas sucht, bekommt er neben den passenden Ergebnissen auch relevante Werbeanzeigen auf der Ergebnisseite ausgespielt. Klingt eigentlich naheliegend, oder?

Und genau deshalb testet Facebook seit Dezember 2018 die Buchung von Anzeigenplätzen in der Suche (bzw. den Suchergebnissen). Laut einigen Berichten wurde dieser Test im Juli 2019 erweitert, so dass inzwischen viele Werber auch Anzeigen in der Facebook Suche buchen können. 

Buchen von Anzeigen in der Facebook Suche  

Die Voraussetzungen sind vermutlich klar: ihr braucht ein Werbekonto bei Facebook und eine Facebook Seite. Dann solltet ihr euch mit Facebook Anzeigen etwas auskennen, denn der Prozess ist wie immer. Ihr legt eine Kampagne an, wählt das Ziel aus, bestimmt die Zielgruppe und kommt dann irgendwann bei den Platzierungen an. Hier könnt ihr dann als Platzierung die Facebook Suche auswählen oder auch deaktivieren.

Danach bestimmt ihr noch das Format der Anzeige und schon habt ihr eine Anzeige in der Facebook Suche geschaltet.

Beispiel einer Anzeige in der Facebook Suche

Ein komplette Klick für Klick Anleitung gibt es an dieser Stelle nicht.

Auswerten der Anzeigen in der Suche

Das Placement kann derzeit nicht gesondert ausgewählt werden bei der Buchung. Das heißt zwei komplett getrennte Kampagnen werden schwierig. Ihr könnt die Suche aber wie gewohnt als eigenes Placement innerhalb eurer Facebook Ads auswerten.

Google Anzeigen vs. Facebook Suche

Mit Google können wir das Placement derzeit kaum vergleichen. Der größte Unterschied ist, dass ihr bei Facebook keine konkreten Keywords buchen könnt.

Die Anzeige eurer Anzeige basiert zwar auf den eingegebenen Begriffen, beschränkt sich aber nicht darauf. 

Ein allgemein großer Unterschied liegt aber auch schon in der Nutzung der Facebook Suche. Die Facebook Suche ist vor allem eine Suche nach Personen, Gruppen, Seiten … bei Google suchen die Nutzer dagegen alles. Das solltet ihr schon bei der Konzeption eurer Kampagne beachten.

Verfügbarkeit

Wie oben beschrieben gibt es diesen Test seit August 2018 und im Juli 2019 hat anscheinend der Rollout gestartet. Bei uns ist die Funktion derzeit nur in einigen wenigen Werbekonten verfügbar. Es gibt keine Option zum Freischalten des Placements. Ihr müsst euch leider gedulden. Eine offizielle Aussage von Facebook gibt es nicht.

Einschränkungen von Anzeigen in der Facebook Suche

Mal abgesehen von der Verfügbarkeit gibt es noch weitere Einschränkungen die es zu beachten gilt:

  • Das Placement kann nicht alleine gebucht werden. Hier sind vermutlich die möglichen Reichweiten nicht groß genug und damit die Auslieferung schwierig. Eine Kampagne, die z.B. nur auf den Firmennamen des Wettbewerbs ausgerichtet ist, ist damit nicht möglich.
  • Es sind nicht alle Formate möglich. Videos gehen zum Beispiel nicht.
  • Aktuell wird die Anzeige nur auf mobilen Endgeräten ausgeliefert.
  • Nutzer sehen die Anzeigen zwischen den Suchergebnissen, nachdem sie die Suche durchgeführt haben. Also nicht in der Auto-Vervollständigen Liste!
  • Es ist ein Facebook Placement, das heißt es ist (noch) nicht auf Instagram verfügbar. Da fänden wir es zum Beispiel fast schon relevanter, da die Suche, z.B. nach Hashtags, öfter genutzt wird.

Was sagt der Nutzer?

Dem Nutzer selbst dürfte diese Entwicklung relativ egal sein. Die Feinheiten der Facebook Anzeigen Platzierungen sind ihm eh nicht geläufig. Im besten Falle wird er sich einfach über passende Ergebnisse auf der Ergebnisseite freuen.

Und bei schlechter Werbung wird es auch nicht anders sein als bisher im Newsfeed: Das Auge geht einfach drüber hinweg.

Das gab’s doch schon Mal!

Und, wer von den alten Facebook Hasen hat ein Déjà-vu? Facebook hat die Werbeplätze in den Suchergebnissen bereits 2012 einmal vorgestellt (und dann irgendwann einfach wieder eingestampft). Damals allerdings noch deutlich präsenter. Denn 2012 lieferte bereits das Aufklappmenü in der Suche alle wichtigen Informationen (und damit auch Werbebotschaften).

Alle Spuren auf die damaligen Möglichkeiten hat das Netzwerk inzwischen leider entfernt. Und so bleibt uns nur noch dieser Screenshot aus unserem Archiv.

Anmerkung: Dieser Beitrag wurde zum ersten Mal im Dezember 2018 veröffentlicht und mehrfach aktualisiert. Kommentare bleiben dabei bestehen. 

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