Facebook-Gruppen: Tipps und Tricks für Anfänger

Facebook-Gruppen: Tipps und Tricks für Anfänger


Facebook-Gruppen sind eine großartige Sache. Sie ermöglichen es, gezielt mit Menschen in Kontakt zu treten, die gleichen Interessen, Hobbies und Leidenschaften nachgehen, wie man selbst. Im Gegensatz zu Seiten, die man liken kann, muss man bei Facebook-Gruppen, sofern man sie nicht selbst gegründet hat, entweder beitreten, oder wird von Freunden hinzugefügt. Ersterem Fall folgt nach der Beitrittsanfrage noch ein Bestätigungsschritt durch einen Administrator. Gibt dieser grünes Licht, ist man in die Gruppe aufgenommen.

Der Sinn von Facebook-Gruppen

Was kann man nun innerhalb einer Gruppe machen? Innerhalb von Facebook-Gruppen ist es möglich, sich zu bestimmten Themen auf dem Laufenden zu halten, sowie Neuigkeiten und Medien (z.B. Dokumente, Fotos und Videos) zu posten. Gruppen können dabei zu allen möglichen Themen erstellt werden und dienen dem Austausch. Beispielsweise kann die Fahrt zu einem anstehenden Konzert koordiniert, die eigene Fußballmannschaft über den aktuellen Spielplan informiert werden, oder man tauscht sich über Politik aus. Die Möglichkeiten sind endlos. Der Austausch und das Netzwerken stehen im Vordergrund und die Posts der einzelnen Teilnehmer sind für alle Mitglieder der Gruppe sichtbar.

Facebook-Gruppen sind übrigens für die private Nutzung gedacht und nicht für Unternehmen. Erstellen kann man sie deshalb nur über ein privates Profil. Eine Unternehmensseite kann beispielsweise keine Facebook-Gruppe gründen und ihr auch nicht beitreten.

Privatsphäre, ja oder nein?

Bevor man eine neue Gruppe erstellt, sollte man sich Gedanken machen, ob diese öffentlich, geschlossen oder geheim sein soll.

Ersteres erklärt sich von selbst: Jeder kann die Gruppe, ihre Mitglieder und deren Beiträge sehen. Bei geschlossenen Gruppen ist die Privatsphäre etwas hochgeschraubt: Hier kann zwar jeder die Gruppe finden und ihre Mitglieder sehen, doch die Beiträge sind nur für diejenigen sichtbar, die auch wirklich der Gruppe beigetreten sind und aufgenommen wurden.

Die geheime Gruppe stellt dagegen die strikteste Form der Facebook-Gruppen dar: Sie kann nur von Mitgliedern der Gruppe selbst gefunden werden. Auch Beiträge und andere Mitglieder der Gruppe sind in diesem Fall nur für Personen sichtbar, die auch wirklich Gruppenmitglied sind.

Welche unterschiedlichen Facebook-Gruppen gibt es?

Ist die Gruppe schließlich erstellt, gibt es verschiedene Möglichkeiten ihr ein Thema zu verpassen. Zur Auswahl stehen Gruppen für enge Freunde, Clubs, Veranstaltungen und Pläne, Nachbarn, Familie, Eltern, Projektgruppen, Schule oder Schulklasse, Studiengruppen, Reisen und mehr. Es gibt aber auch eine Option für eine benutzerdefinierte Gruppe.

Zudem stellt der Gruppentypus Kauf und Verkauf eine Besonderheit dar. Wählt man ihn, so integriert Facebook für Posts eine spezielle Verkaufsmaske. Sie erlaubt eine Artikelbezeichnung in der Überschrift (maximal 100 Zeichen), die Festlegung des Verkaufspreises, die Angabe des Standorts und eine tiefergehende Artikelbeschreibung.

Einstellungssache

Im Folgenden kann dann in der Gruppe noch einiges an Feintuning betrieben werden. Beispielsweise können Fehler, die bei der Erstellung gemacht wurden, korrigiert werden. In den Gruppeneinstellungen bietet sich nämlich nachträglich die Möglichkeit an, die Gruppenart nochmals zu ändern (beispielsweise von Clubs zu Nachbarn). Eine wichtige Einstellung ist das Management der Mitgliedsanfragen. Hier kann bestimmt werden, ob nur Administratoren oder Moderatoren Mitgliedsanfragen bestätigen und so neue Mitglieder aufnehmen können, oder ob jedes reguläre Mitglied Neuzugänge bestätigen kann.

Ähnliche Optionen gelten für Beitragsberechtigungen. Einerseits kann bestimmt werden, ob lediglich Administratoren neue Beiträge posten können, oder ob dies für jeden möglich ist. Andererseits kann man regeln, ob Administratoren oder Moderatoren Beiträge vor ihrem Erscheinen erst bestätigen müssen. In diesem Fall sind Posts von Mitgliedern erst nach der Absegnung durch autorisierte Personen für alle Teilnehmer der Gruppe sichtbar.

Daneben lassen sich die üblichen kosmetischen Einstellungen vornehmen, wie das Editieren des Gruppennamens und dessen Beschreibung, sowie das Titelbild der Gruppe.

Benachrichtigungen

Wichtig sind auch die Benachrichtigungseinstellungen. Über sie kann geregelt werden, auf welche Beiträge in der Gruppe hingewiesen werden soll. Wählt man „Alle Beiträge“, so erhält man für jeden einzelnen neuen Post in der Gruppe eine Notification von Facebook. Das kann schnell nervig werden, weshalb auch die Optionen „Highlights“ und „Beiträge von Freunden“ angeboten werden. Ersteres verschickt nur Benachrichtigungen bei Beiträgen von Freunden und empfohlenen Beiträgen, „Beiträge von Freunden“ informiert tatsächlich nur über neue Posts von Mitgliedern aus der eigenen Freundesliste. Daneben besteht natürlich auch die Möglichkeit die Benachrichtigungen komplett auszuschalten.

Für Push-Benachrichtigungen sind ähnliche Einstellungen möglich. Diese konzentrieren sich dann auf die Optionen „Alle Beiträge“, „Highlights“ und „Aus“.

Schließlich kann man auch die Benachrichtigungen zu Mitgliedsanfragen wahlweise an- oder ausstellen. Standardisiert sind sie eingeschaltet.

Den Feed im Griff haben

Wer sich mit seinem Standard-Facebookprofil und der Funktionsweise seiner eigenen Timeline auskennt, der wird sich im Gruppenfeed ebenfalls schnell zurechtfinden. Die Optionen sind recht ähnlich. Posts funktionieren prinzipiell wie Statusupdates und können als Foto- oder Videopost erfolgen. Auch Live-Videos sind innerhalb einer Gruppe möglich und wie gehabt, können Ortsmarken gesetzt, Gefühle ausgewählt und Freunde markiert werden.

Besonders wichtige Beiträge können an den Start des Feeds fixiert werden, um von anderen Nutzern der Gruppe nicht übersehen werden zu können. Selbst wenn andere Posts folgen, drücken diese den Beitrag dann nicht in der Timeline nach unten, sondern er thront dann solange an der Spitze des Feeds, bis die Fixierung aufgehoben wird.

Ein komfortables Feature in Gruppen ist zudem die Anzeige, wie viele und welche Personen die jeweiligen Posts bereits gelesen haben. Das ist besonders nützlich bei Informationen, die alle betreffen, beispielsweise den Treffpunkt für das nächste Auswärtsspiel der eigenen Fußballmannschaft. Sollte man erkennen, dass bis zu einem bestimmten Zeitpunkt einige Gruppenmitglieder den Post nicht gelesen haben, so kann man sie entweder nochmals einzeln anschreiben oder anrufen.

In Verkaufsgruppen können Artikel, die angeboten werden, zusätzlich als verkauft markiert, oder zu den eigenen gespeicherten Produkten hinzugefügt werden, die quasi eine Merk-, bzw. Wunschliste darstellen.

Veranstaltungen und Dokumente und Umfragen

Besonders interessant werden Gruppen auch durch einige Features, die es teilweise so auf anderen Seiten nicht gibt. Veranstaltungen gehören nicht zu diesen Alleinstellungsmerkmalen – denn die kann man auch so erstellen. Jedoch werden, kreiert man innerhalb einer Gruppe eine Veranstaltung, alle Mitglieder der Gruppe automatisch eingeladen. Das kann in vielen Fällen ein hilfreiches Instrument sein.

Ein gerne genutztes Tool ist auch die Möglichkeit, Dokumente hochzuladen. Neben Bildern und Videos kann man auch Office-Dokumente, PDFs und mehr bereitstellen, welche andere Nutzer innerhalb der Gruppe dann herunterladen können.

Zu guter Letzt bieten Facebook-Gruppen auch noch das Umfragen-Feature. Diese Funktion gibt es unverständlicherweise auf normalen Seiten nicht mehr und muss über Facebook-Apps umständlich eingebunden werden. Doch innerhalb von Gruppen sind sie nativ in Facebook integriert und können einfach erstellt werden. Meinungen von Gruppenmitgliedern können so schnell eingeholt und Entscheidungen in Windeseile gefällt werden.

6 Tipps für erfolgreichere Facebook-Gruppen

Nach der theoretischen Einführung, bleibt natürlich die Frage offen, wie die eigene Gruppe in der Praxis möglichst erfolgreich wird. Hierzu sollten folgende 6 Tipps beherzigt werden, die der eigenen Gruppe einen Boost verschaffen, mit dem sie hoffentlich schnell wächst, gut gedeiht und einen freundlichen und regen Austausch unter möglichst vielen Mitgliedern ermöglicht.

1. Die Zielgruppe sollte klar sein

Es liegt ja quasi auf der Hand: Eine Facebook-Gruppe stellt einen abgegrenzten Bereich dar, welcher für Menschen gedacht ist, die gleiche Interessen verfolgen. Das sollte auch beherzigt werden. Das Thema der Gruppe sollte auf einen Blick erfassbar und möglichst schon am Namen erkennbar sein. Die Gruppenbeschreibung und die Tags sollten klar und präzise umreißen, was Sache ist und möglichst keine Fragen offenlassen. Das ist in vielerlei Hinsicht wünschenswert, denn so minimiert man potenzielle Störenfriede und hält den Anteil der Mitglieder hoch, die wertvolle Diskussionsbeiträge liefern können. Das fördert auch die Bereitschaft anderer Mitglieder, sich zu engagieren und lässt die Gemeinschaft stärker (zusammen)wachsen. Letztlich wünscht sich doch jeder eine Gruppe, in der er einen Erkenntnisgewinn mitnehmen kann.

2. Das Netiquette

Ebenso wichtig sind die Verhaltensregeln innerhalb der Gruppe. Natürlich kann man auch auf den gesunden Menschenverstand vertrauen, doch gerade im Internet und in den sozialen Medien ist es wichtig, Grenzen zu ziehen. Dass dennoch dagegen verstoßen wird, ist wohl unvermeidbar. Doch es ist nicht zuletzt gerade deshalb wichtig, ein ordentliches Netiquette in die Seitenbeschreibung zu integrieren, damit alle Mitglieder genau nachvollziehen können, wann jemand den Bogen überspannt und welche Diskussionskultur innerhalb der Gruppe gewünscht ist.

Sollte dies nicht der Fall sein und Mitglieder ausgeschlossen werden, ohne dass es nachvollziehbare Gründe gibt, können andere Nutzer schnell Willkür wittern und sich dann entweder nicht, oder erbost an Diskussionen beteiligen. Das lenkt vom eigentlichen Thema ab und verdirbt die Stimmung. Im schlimmsten Fall verlassen dann sogar User die Gruppe, die man eigentlich gerne behalten würde.

3. Exklusivität ist Trumpf

Die Gruppe soll spannend sein und die Diskussionen angeregt? Dann sind exklusive Inhalte ein wichtiger Faktor! Als Administrator einer Gruppe kann man sich zudem einen Namen machen, wenn man mit interessanten und ungewöhnlichen Diskussionsthemen aufwarten kann. Das hält Nutzer bei der Stange und lässt Debatten aufblühen. Je zufriedener die Mitglieder sind, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie die Facebook-Gruppe auch weiterempfehlen, was wiederum zu mehr Zulauf führen kann. Zudem werden die Nutzer es merken und honorieren, wenn der Administrator mit Fachwissen und exklusiven Inhalten glänzen kann.

4. Vorsicht vor Fakeprofilen und Krawallmachern!

Die Funktion von Administratoren und Moderatoren in Gruppen ist nicht sinnbefreit integriert worden. Jede neue Anfrage über eine Mitgliedschaft sollte ordentlich überprüft werden, denn es gibt einerseits viele Bots und Fake-Profile und andererseits einige Menschen, die Gruppen nur deshalb beitreten wollen, um Unfrieden zu stiften.

Grundsätzlich gilt: Vorsicht ist besser als Nachsicht. Das bedeutet im Klartext, dass man lieber vorher einen Blick auf die Profile der Anwärter wirft und nach verdächtigen Inhalten sucht, als sie nachher ungeprüft in der Gruppe zu haben und diese dann mit Spamposts oder fiesen Kommentaren geflutet wird.

5. Der Administrator liest immer mit!

Da man dies jedoch kaum komplett vermeiden kann, ist es ebenso wichtig, stets mitzulesen. Ja, es ist manchmal eine Heidenarbeit, eine Gruppe ordentlich zu betreuen, doch die Mitglieder werden es einem danken, nicht mit Hetzern, Werbebots oder anderen zwielichtigen Profilen belästigt zu werden. Je nach Einzelfall kann man darüber nachdenken, jeden einzelnen Beitrag manuell freizuschalten (siehe Absatz über Einstellungen). Das sollte jedoch das letzte Mittel sein, denn eine Diskussion innerhalb der Gruppe kann sich nur dann voll entfalten, wenn Mitglieder ihre Beiträge auch verzögerungsfrei posten können. Dauert die Freischaltung zu lange, verlieren sie schnell das Interesse und verlassen womöglich sogar die Gruppe.

6. Warum nicht auch mal über den Tellerrand sehen?

Egal welches Thema man in der Gruppe auch behandelt, es gibt oft themenverwandte Seiten und Gruppen, die von den eigenen Diskussionen profitieren können. Handelt es sich also bei der eigenen Facebook-Gruppe um eine öffentliche Plattform, kann man besonders interessante Beiträge auch schon mal auf der eigenen Facebook-Seite oder sogar in verwandten Gruppen promoten (hier unbedingt bei den Betreibern um Erlaubnis fragen).

Dies sollte man aber selektiv durchführen, denn nicht jeder Beitrag ist Gold wert. Das Ziel sollte es sein, potenziellen Nutzern die hohe Qualität der eigenen Seite zu präsentieren. Deshalb sollte man sich auf wenige, jedoch besonders wertvolle Beiträge konzentrieren und sich gut überlegen, wo und wie man diese bewirbt.

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Es gibt 1 Kommentar

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  1. 1
    GollerGold

    „Diese Funktion gibt es unverständlicherweise auf normalen Seiten nicht mehr und muss über Facebook-Apps umständlich eingebunden werden.“

    Wen wunderts, FB verschlimmbessert doch öfter was! Jetzt haben sie die Interessenlisten einfach stillschweigend entfernt und alle meine darin organisierten Seiten und Freunde sind futsch. Darüber solltet ihr auch mal berichten…

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