WhatsApp Produktkatalog – Test gestartet


Zur Facebook Entwicklerkonferenz Ende April in San Francisco hat WhatsApp angekündigt in den nächsten Monaten einen besonderen Fokus auf Unternehmen zu legen. Angekündigt wurde in dem Zusammenhang zum Beispiel auch die Möglichkeit eines WhatsApp Produktkatalogs.

Jetzt sind die ersten Tests mit dieser Funktion gestartet und wir können euch Dank Benjamin Hartmann von HUMAN BLOOD erste Screenshots zeigen.

Wer kann den Produktkatalog einsetzen?

Im Moment steht diese Funktion nur wenigen ausgewählten Beta-Testern zur Verfügung. Wir erwarten aber, dass in 2-3 Monaten alle WhatsApp Business Nutzer auf diese Funktion zugreifen können.

Wie lege ich einen Produktkatalog oder ein Produkt an?

Die Produkte werden aktuell in der WhatsApp for Business App angelegt. Dort gibt es dafür extra einen Menüpunkt „Katalog“. Dieser Katalog wird dann über ein Formular mit einzelnen Produkten befüllt.

Für jedes Produkt stehen folgende Felder zur Verfügung:

  • Name
  • Bild(er)
  • Beschreibung
  • Preis (optional)
  • URL (optional)
  • Artikelnummer (optional)

Tatsächlich gibt es im Moment noch keine Möglichkeit mit bereits existierenden Produktkatalogen aus dem Facebook- und Instagram-Umfeld zu arbeiten. Auf lange Sicht wäre eine Verbindung mit diesen Katalogen aber mehr als sinnvoll, da die Pflege der Produkte direkt am Handy mehr als aufwendig ist.

Wie sieht der Nutzer das Produkt im Chat?

„Einfach, aber funktional“ – so könnte man wohl am ehesten die aktuelle Darstellung der Produkte im Chat beschreiben. In der Vorschau innerhalb eines Chats sieht man das Produktbild, Name und Preis.

Klickt man das Produkt an, öffnet sich eine Detailseite. Dort werden weitere Bilder sowie alle Detailinfos gezeigt. Zudem gibt es einen Call-to-Action „Nachricht an Unternehmen“.

Wie funktioniert das mit der Bezahlung für die Produkte?

Die Antwort ist relativ einfach: Gar nicht!

Tatsächlich handelt es sich nur um einen Katalog von Produkten. Die Abwicklung des Kaufes oder der Bestellung muss dann außerhalb von WhatsApp stattfinden. Der Verkäufer kann dazu jedem Produkt eine Onlineshop-URL hinzufügen.

Wobei der bevorzugte Weg im aktuellen Design der Produktdetails tatsächlich der Chat mit dem Unternehmen ist. Etwa so:

Kunde: Hey, habt ihr auch coole T-Shirts?
Unternehmen: Ja, schau dir mal dieses Produkt an.
Kunde: Ja, das möchte ich haben. Bitte vier mal in XL an folgende Adresse ….
Unternehmen: Deine Bestellung wird vorbereitet. Zahlung dann auf Rechnung
.

Ob das wirklich funktionieren wird – gerade bei der aktuellen Rechtslage in Deutschland – bleibt abzuwarten. In den meisten Fällen wird das Unternehmen den Kunden dann wohl eher noch mal die Shop-URL senden.

Findet eine Überprüfung der Produkte statt?

Wie auch bei den Produktkatalogen von Facebook und Instagram gibt es eine Vorabprüfung, ob die Artikel den entsprechenden Richtlinien entsprechen. Facebook möchte in erster Linie wohl ausschließen, dass jemand einen Drogen- oder Waffenhandel über WhatsApp Business aufbaut.

Ad-hoc neue Produkte hinzuzufügen und sofort in einem Chat zu verwenden, wird dadurch leider auch verhindert. Ihr solltet also schon ein paar Stunden Vorlauf einplanen.

Gelungen: Produkte teilen

Was uns besonders gut gefällt: Produkte können in den WhatsApp Chats auch geteilt werden. Wenn ich in der Kommunikation mit einem Unternehmen bin, kann ich also die Produktinformation auch an einen anderen Nutzer weiterleiten. Dieser kann dann unabhängig vom bisherigen Chatverlauf einen Dialog mit dem Unternehmen starten.

Zusätzlich kann ich mir in der Detailseite eines Produktes jederzeit auch weitere Produkte des Unternehmens ansehen und wie in einem echten Shop stöbern.

Fazit

Die Idee und erste Umsetzung des WhatsApp Produktkataloges finden wir sehr gelungen. Aber natürlich gibt es an der ein oder anderen Stelle noch Verbesserungspotenzial.

Wir sind gespannt, wie sich die Funktion weiterentwickelt und werden euch natürlich informieren, sobald der Produktkatalog allen Nutzern zur Verfügung steht.

Veröffentlichung 19. Juni 2019

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