WhatsApp baut auf Gruppen. Mit Communities Tab XXL-Gruppen organisieren

WhatsApp führt neuen Communities Tab ein und ermöglicht damit Gruppen professioneller zu organisieren. Mitglieder-Limitierung fällt und Sub-Chats werden möglich.

Freundesgruppe, Feierabendrunde, Familienchat…die Liste der Gruppen auf WhatsApp ist lange. Gruppen sind eine beliebte Funktion innerhalb der Meta-Tochter WhatsApp. Doch inzwischen verliert man durch die zig Gruppen auch leicht den Überblick. Daher hat der beliebte Messengerdienst nun angekündigt „Gruppen“ mehr in den Fokus zu rücken.

Was ist „Communities“ auf WhatsApp?

Communities ermöglicht es, unterschiedliche Gruppen unter einem Dach zusammenzubringen. Der neue Tab räumt den Administratoren nicht nur deutlich mehr Möglichkeiten ein über WhatsApp mit ihrer Community zu sprechen, sondern auch Gruppen zu organisieren.

Quelle: WhatsApp (https://about.fb.com/news/2022/04/our-vision-for-communities-on-whatsapp)

Was ist neu?

WhatsApp hat das Rad nicht neu erfunden, sondern ergänzt eher beliebte Funktionen von anderen Streaming-Tools und Messenger-Diensten wie Telegram oder Discord. In den Gruppen können die User*innen direkt mit Emojis reagieren, Daten bis zu zwei Gigabyte freigeben und sogar Sprachanrufe mit bis zu 32 Personen organisieren.

Gruppen mit über tausenden Mitglieder*innen

Bisher waren die Gruppenchats auf 256 Mitglieder*innen begrenzt. Diese Limitierung soll nun fallen. Neben einer Hauptgruppe gibt es bald auch die Möglichkeit Sub-Chats unter einem Thema oder einer Community zu hosten.

Zusammengefasst kannst du dich also auf diese neuen Features einstellen:

  • Reactions über Emojis
  • Admins können Nachrichten aus allen Chats löschen
  • File Sharing bis zu zwei Gigabyte
  • Voice Calls mit bis zu 32 Personen
Quelle: WhatsApp (https://about.fb.com/news/2022/04/our-vision-for-communities-on-whatsapp)

Wird WhatsApp das „neue Telegram“?

Natürlich schwingt mit so machtvollen neuen Funktionen auch die Sorge um Missbrauch des Tools mit. Doch im Vergleich mit Telegram oder Discord gibt es einige wesentliche Unterschiede:

Nur Admins werden in Zukunft Nachrichten an die gesamte Community schicken können. Die User*innen selbst können aber in den Untergruppen aktiv werden. Die Gruppen werden weder über die Suche auffindbar sein noch über einen Algorithmus empfohlen werden.

Die Mitglieder*innen müssen über die Handynummer von den Administrator*innen hinzugefügt werden. Sobald sie in einer Gruppe sind, wird ihre Nummer nicht mehr angezeigt. Nur die Admins und die Leute in ihrer Sub-Gruppe sehen die Info.

Wann kannst du die neuen Funktionen nutzen?

Bevor Communities auf WhatsApp komplett ausgerollt wird, werden wohl zunächst ausgewählte Gruppen eröffnet. Nach und nach sollen dann alle die neuen Gruppen-Möglichkeiten bekommen. Unserer Erfahrung nach kann es allerdings bei beliebten Featuren auch ganz schnell gehen.

Daher halte deine Augen offen. Wenn die Funktion bei dir schon möglich ist, schreib uns gerne!

Welche Szenarien können wir uns vorstellen?

Grundsätzlich kann der neue Communities-Tab also für alle Organisationen, Marken und Social Media Manager*innen spannend sein, die mit Kund*innen, Mitarbeiter*innen oder Mitglieder*innen sprechen wollen.

Hier haben wir für dich ein paar Szenarien aufgelistet:

  • Kommunen können ihren Bürgerservice nach Themenfeldern clustern
  • Tourismusdienstleiter nach Regionen
  • NGOs um ihre Spender*innen auf dem Laufenden zu halten
  • Medienunternehmen nach unterschiedlichen Marken informieren
  • Unternehmen können mit ihren Mitarbeiter*innen nach Themen oder Abteilung sprechen
  • Content Creator nach unterschiedlichen Themen oder Angeboten
  • Schulen können Räume zur Verfügung stellen, um Diskussionen einfacher zu organisieren

Was hältst du von der neuen WhatsApp-Funktion? Ist das Hosten von großen Gruppen über Messenger relevant?

Nicola Kiermeier
Nicola Kiermeierhttp://frauhood.com
Nicola Kiermeier ist dem Ruf der Berge gefolgt, lebt und arbeitet direkt am Wilden Kaiser in Tirol. Seit Dezember 2021 ist sie Chefredakteurin bei Allfacebook.de und kümmert sich um die Programmleitung der AFBMC Konferenzen. Im Netz bekannt als „Frau Hood“ hat die studierte Historikerin mehrere Jahre die Social-Media-Geschicke von SPORT1 mitentwickelt. Parallel ist sie als Beraterin tätig und verhilft ihren Kunden zu neuen Social-Media-Strategien und Kampagnen.

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