Placements und Blocklisten: eine Anleitung für mehr Brand Safety bei Facebook Anzeigen

Placements und Blocklisten: eine Anleitung für mehr Brand Safety bei Facebook Anzeigen


Für Unternehmen wird es immer wichtiger nicht nur auf die kurzfristigen KPIs zu achten, sondern auch auf das richtige Werbeumfeld. Niemand will, dass Anzeigen vom eigenen Unternehmen im falschen Kontext erscheinen.

Das ist auch Facebook bewusst und hat in den letzten Jahren immer wieder neue Optionen bereitgestellt mit denen wir Unternehmen besser kontrollieren können, wo unsere Anzeigen erscheinen.

Für Anfänger: Aber warum überhaupt damit beschäftigen? Die Anzeigen laufen doch eh nur auf Facebook, oder? Falsch. Wenn ihr eine Anzeige über den Facebook Ad Manager bucht, gibt es die verschiedenen Placements. Im Facebook Newsfeed, in der rechten Seitenleiste, auf Instagram, in Videos, in Instant Articles oder auch im Audience Network. Gerade bei letzterem können eure Anzeigen auf fast beliebigen mobilen Webseiten oder Apps erscheinen.

Welche Optionen gibt es zur Steuerung des Werbeumfeld auf Facebook? 

  1. Placement Opt-Outs: bestimmen, wo die Anzeigen laufen
  2. Category Blocking: Anzeigen generell in bestimmen Kategorien nicht ausliefern lassen
  3. Domain / App Blockieren: Anzeigen auf spezifischen Webseiten nicht ausliefern

Wir zeigen euch in diesem Beitrag einmal alle Optionen:

Option 1: Platzierungen von Anzeigen bestimmen

Die einfachste Option, diese solltet ihr eh alle kennen. Wenn ihr eine Anzeige erstellt, könnt ihr die Platzierung bearbeiten:

Die sicherste Option hier: Facebook Feed, Facebook Right Column, Instagram Feed und Messenger. Oder im ersten Schritt einmal das Audience Network deaktivieren bzw. in eine gesonderte Kampagne auslagern.

Option 2: Platzierung von Anzeigen in bestimmten Kategorien blockieren

Eine weitere einfache Option, die sich direkt beim Einstellen von Anzeigen anbietet, ist es, bestimmte Kategorien auszuschließen. Ihr findet dies bei den Anzeigen in den erweiterten Einstellungen:

Ihr könnt folgende Kategorien deaktivieren:

  • Social Issues
  • Mature
  • Tragedy & Conflict
  • Dating
  • Gambling

Einfach nur anklicken und los gehts.

Option 3: Platzierung von Anzeigen in bestimmten Apps oder Webseiten blockieren

Im Business Manager könnt ihr in den Einstellungen eigene Blocklisten verwalten und diese später in den Kampagnen nutzen. Ihr findet die Option in den Einstellungen:

https://business.facebook.com/settings/block-lists 

In so einer Liste können drei unterschiedliche Arten von Placement gewählt werden:

  1. Webseiten-URLs: Entweder, um dort das Audience Network zu deaktivieren oder Anzeigen in deren Instant Articles.
  2. Apps: Apps, die das Audience Network nutzen und blockiert werden sollen.
  3. Facebook Seiten: Auf Facebook Seiten gibt es ja eigentlich keine andere Werbung, es gibt aber In-Stream Video Ads. Das heißt, wenn ein Publisher die Funktion nutzt, werden in deren Videos eure Anzeigen ausgespielt. Genau dies könnt ihr damit unterbinden.

Das Format für den Upload ist recht einfach, erstellt einfach eine Textdatei und macht für jedes Element ein neues Ziel. Das Format kann dann z.B. so aussehen:

www.example1.com
www.example2.com
https://itunes.apple.com/us/app/id000000000
https://play.google.com/store/apps/details?id=com.app.example
www.facebook.com/1234567

Eine einmal angelegte Liste könnt ihr beliebig oft bearbeiten.

Für die Nutzung dieser Listen gibt es dann zwei Alternativen.

Block-Listen beim Erstellen der Kampagne nutzen

In den erweiterten Optionen könnt ihr Listen vom eigenen Business Manager nutzen:

Geht schnell, hat aber den Nachteil, dass man es vielleicht mal vergisst. Wenn die Liste für mehr Kampagnen gilt, empfehlen wir deshalb:

Block-Listen für den ganzen oder für bestimmte Werbeaccounts

Wenn ihr nach dem Upload der Liste wieder in die Einstellungen von eurem Business Manager wechselt, könnt ihr diese Liste euren Werbeaccounts zuordnen und bestimmen, ob diese für alle Kampagnen dort gilt oder nicht:

Herausfinden, wo Facebook Anzeigen ausgespielt werden

Jetzt wo ihr gesehen habt, wie ihr euer Werbeumfeld besser kontrollieren könnt, ist es vielleicht auch sehr interessant zu sehen, wo die Anzeigen überhaupt ausgespielt werden. Genau diese Daten kann man später dann nutzen, um die oben erklärten Blocklisten besser zu pflegen.

Wenn ihr aktive Kampagnen habt und eure Listen verwaltet, seht ihr einen entsprechenden Dialog auf der Übersicht:

Die Liste schaut dann so aus:

Je nach Targeting und Kampagne mal mehr oder weniger lang. Wenn ihr einen ungeliebten Publisher seht, setzt ihn auf eure Blockliste.

Fazit – Je mehr Aufwand, desto mehr Kontrolle …

Es sind vielleicht nicht alle Optionen, die man sich wünschen würde und ja, es ist auch ein bisschen aufwendig, aber es lohnt sich in der Regel auf das eigene Werbeumfeld zu achten. Ihr müsst zwar eure Liste regelmäßig pflegen, aber nach einem guten Setup ist es keine Aufgabe, um die man sich andauernd kümmern muss. Mit der ersten Option geht es zwar sehr schnell, aber dann habt ihr das Audience Network gar nicht dabei.

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Es gibt 1 Kommentar

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  1. 1
    Nils

    Diese Audience Network-Publishers Liste ist doch nicht wirklich davon abhängig, wo ich meine Werbung ausspiele, oder? Sondern zeigt einfach nur generell die großen Publisher. Meine exportierte Liste sieht jedenfalls im oberen Bereich exakt so aus wie in Eurem Screenshot…

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