So geht’s: Instagram Verifizierung mit dem blauen Haken

Der heilige Gral des Instagram & Influencer Marketing ist sicher der „blaue Haken“ und die damit verbundene Verifizierung des eigenen Profils. Um so größer die Überraschung und Freude bei vielen Nutzern, als Instagram vor wenigen Tagen verkündete, dass die Verifizierung jetzt direkt über die App möglich sei.

Hürden für die Verifizierung

Wer nun denkt, dass Instagram einfach alle 700 Millionen aktiven Accounts einmal durch die Bank verifiziert, hat sich jedoch getäuscht. Für eine Verifizierung hat Instagram ein paar Hürden aufgestellt, die sich in der englischen Version der Instagram Hilfe finden:

  • Das Konto muss eine echte Person oder Marke repräsentieren.
  • Es darf nur einen Account pro Marke / Person geben. Ausnahme sind Accounts für einzelne internationale Märkte.
  • Der Account muss öffentlich sein.
  • Er muss eine ausgefüllte Bio haben.
  • Es braucht ein Profilfoto und mindestens eine Foto.
  • Es darf keine Verweise auf Profile in anderen sozialen Netzwerken geben.
  • Die Person oder Marke muss bekannt sein, oft gesucht und in den Medien vertreten sein.

Gerade der letzte Punkt dürfte für viele Profile nicht zutreffen. Entsprechend kann man sich ohne die entsprechenden Nennungen auch den Verifizierungsprozess sparen.

So gehts:

Aber wie geht das mit der Verifizierung nun? Eigentlich ganz einfach:

  • App öffnen
  • Ins eigene Profil wechseln und Einstellungen wechseln
  • Den Menüpunkt „Request Verification“ bzw. „Verifizierung beantragen“ suchen
  • Echten Namen beziehungsweise Namen des Unternehmens eintragen
  • Bild eines Ausweisdokuments (muss nicht der Personalausweis sein) oder bei Marken des Handelsregistereintrags hochladen
  • Absenden klicken
  • Fertig

Anschließend heißt es Abwarten. Instagram wird sich dann nach einer Prüfung mit einer Zu- oder Absage melden.

Verifizierung bei Facebook

Einen ähnlichen Weg kann man übrigens auch bei Facebook gehen. Hier gibt es über ein Support Formular die Möglichkeit sich für die Verifizierung zu bewerben. Aber auch bei Facebook sind die Hürden für eine solche Verifizierung sehr hoch. Wenn ihr nicht tatsächlich Promis, eine bekannte Marke oder ein Journalist seid, werdet ihr kaum Erfolg haben.

Entzug der Verifizierung

Auch wenn Instagram die verifizierten Accounts nicht ständig überwacht, so kann trotzdem ein Verstoß gegen die Verifizierungsgrundlagen dazu führen, dass diese widerrufen wird. Wer also Links zu anderen Social Profilen setzt, alle Bilder löscht oder sonstige „Dummheiten“ begeht, kann das Häkchen auch wieder verlieren. Selbes gilt für den Verkauf oder die Übertragung des Nutzerkontos.

Achtung Hacker

In den letzten Wochen wurden sehr viele Instagram Accounts gehackt. Nicht zuletzt weil unseriöse Anbieter im Netz eine Verifizierung des Accounts gegen die angeblich nur vorübergehende Überlassung der Nutzerdaten versprachen. Teilweise ging das sogar so weit, dass Instagram Story Ads für diesen Hack geschaltet wurden. Dass besagte Anbieter jedoch nicht die Verifizierung im Blick hatten, sondern nur den Account übernehmen wollten ist vielen Nutzern zu spät aufgefallen.

Deshalb: Lasst euch nicht auf solche Angebote von Drittanbietern ein. Die Verifizierung findet durch Instagram und Instagram Mitarbeiter statt und erfolgt entweder vollautomatisch (bei den VIPs) oder nach einem Antrag über oben genannten Weg.

Jens Wiesehttp://www.jens-wiese.net
Jens hat Digitale Medien (M.Sc.) an der Hochschule Furtwangen studiert. Jens berät als Freelancer internationale Unternehmen in Social Media Fragen, entwickelt neue Applikationen, organisiert Workshops und entwirft individuell passende Strategien. Zudem hat er das Bio-Verzeichnis Biodukte.de und den gleichnamigen Bio Blog gegründet.

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9 Kommentare

  1. Das mit der Verifizierung bei Facebook funktioniert nicht. Der eigentliche Menüpunkt „Verfizierung“ ist nicht mehr vorhanden. Was kann man da tun?

  2. Wie funktioniert denn die Verifizierung wenn kein Handelsregistereintrag vorhanden ist?
    Ich betreibe meine „Brand“ noch als Kleinunternehmen und firmiere offiziell ja unter meinen eigenen Namen und nicht dem der Marke.

    Ein paar Fakts:
    – 3000 Instagram Follower.
    – Die Marke ist regional in der Pfalz sehr bekannt.
    – über 500 Bildverlinkungen mit meinen Produkten

    Das hochladen meines Ausweises hat nicht zum Erfolg geführt. Welches Dokument kann ich in meinem Fall verwenden? Markeneintragungsurkunde der DPMA? Gewerbeschein?

  3. Gute Sache! Hat es allerdings schon jemand geschafft, bei der Instagram-Verifizierung eine PDF hochzuladen? Ich möchte den Account einer Hilfsorganisation verifizieren lassen und es scheint, dass PDFs nicht ausgewählt werden können. Ein Foto von unserer Satzung wäre schwierig bei den vielen Seiten. ;) Hat jemand einen Tipp, was ich falsch mache?

  4. Danke für den Beitrag – leider schaffe ich es als Unternehmen nicht meinen Account verfizieren zu lassen. Sind Business Profile hier ausgeschlossen?

  5. Hallo Jens, auch ich hab’s für unsere Firma versucht – doch leider gibt es den Menüpunkt „Verifizierung“ in den Einstellungen gar nicht. Schade. :( Schade auch, dass man nicht automatisch bei Instagram verifiziert ist, wenn man eine Facebook Verifizierung hat. Das hätte uns geholfen.
    Na, dann warten wir mal ab. Vielleicht tut sich da ja noch was.

  6. Liebe Karin, der Menüpunkt heißt „Bestätigung beantragen“, zumindest bei mir.
    Hat es nun schon jemand geschafft, eine PDF hochzuladen?

  7. was kann man tun, um dafür zu sorgen dass man tatsächlich der einzige Instagram Account mit dem entsprechenden Namen ist? (Stichwort: „Es darf nur einen Account pro Marke / Person geben.“)
    Wir versuchen seit geraumer Zeit eine Verifizierung unseres Unternehmens-Accounts zu beantragen, vermuten aber dass ein uralter Account (erstellt durch ehemaligen Kollegen, der nicht mehr da ist) uns daran hindert.
    Der Account (ist nicht aktiv) wurde schon mehrfach gemeldet aber es passiert nichts.

    • Wenn es euer Markenname ist versuch es mal mit einem Copyright Claim / Infringement, da müsstest du ein Formular finden. In solchen Fällen geht das besser als der normale Support. Du brauchst dann allerdings ein paar Dokumente. (Markennachweis & Co.)

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