Instagram Branded Content Tool steht jetzt zur Verfügung

Instagram Branded Content Tool steht jetzt zur Verfügung


Schluss mit unerlaubter Schleichwerbung: Bei Instagram sollen Nutzer nun auch Kooperationen mit Unternehmen als solche Kennzeichen. Das selbe Vorgehen kennen wir bereits von Facebook, hier hat das Netzwerk umfangreiche Policies eingesetzt, um unerlaubte Schleichwerbung in Zukunft zu vermeiden.

Aktuell ist es für den Konsumenten kaum nachvollziehbar, ob ein Inhalte-Ersteller, der ein Produkt entweder anpreist, vorstellt oder einfach nur in seinen Medien platziert, hierfür Geld erhalten hat, oder nicht. Trotz einer rechtlich eindeutigen Handlungsanweisung, die wir hier auch in einem ausführlichen Whitepaper beschreiben, wird die Kennzeichnung nach wie vor in den allermeisten Fällen ignoriert, „vergessen“, oder einfach unzureichend umgesetzt.

Dass dieses Vorgehen nicht ganz ungefährlich ist, musste erst kürzlich Rossmann feststellen, der für die unzureichende Kennzeichnung von Influencerkooperationen vom Landesgericht Celle verurteilt wurde. Sie hatten bei den entsprechenden Instagram Posts den Hashtag #AD unauffällig zwischen anderen Hashtags platziert.

Nun startet also auch Instagram eine Initiative für mehr Transparenz. Über 700 Millionen Instagram Nutzer sollen direkt wissen, wo sie dran sind. Wer ein Produkt präsentiert, dass er im Rahmen einer Kooperation erhalten hat, oder wer Geld für diese Werbung erhält, soll genau dies mit einem Hinweis kennzeichnen. Die Funktion wurde in den letzten Tagen bei fast allen Instagram Accounts ausgerollt. Aktiv nutzen können ihn alle verifizierten Instagram Accounts. Als Partner können hingegen alle Unternehmen markiert werden.

Den genauen Ablauf für einen Post im Feed zeigt unsere kleine Animation. Die Partner werden also über die erweiterten Einstellungen ausgewählt. Es ist aber auch möglich, in einer Story das Tool zu nutzen. Dort findet man es nach der Aufnahme der Story oben in der Mitte hinter dem „verlinkten“ Symbol, mit dem man normalerweise auch einen Link hinzufügen kann.

Während diese Funktion in einem ersten Test noch auf den Namen „Paid Partnership“ hörte, wird es jetzt mit der Einführung in Deutschland genau wie bei Facebook „Branded Content“ Tool heißen. Selbst die entsprechen Policys in der Instagram Hilfe verlinken auf die entsprechenden „Facebook-Markeninhalte-Richtlinien„. Ein sehr guter Schritt, der gerade für die betroffenen Personen und Unternehmen eine Sicherheit schafft.

Entgegen anderen Medien erwarten wir nicht wirklich Probleme für Influencer auf Instagram. Wir denken, dass sich dieses neue Kennzeichnung ähnlich unauffällig wie bei Facebook einfach im Feed einfügen wird und dass nur der Nutzer, der gezielt darauf achtet, diesen Hinweis wahrnimmt. Gleichwohl erhöht es bei einer konsequenten Umsetzung die Transparenz im Netzwerk. Und das ist am Ende gut für alle Beteiligten – inklusive Instagram.

Auch was den Zugriff auf Reichweite und Interaktionszahlen angeht verhält sich das Tool ähnlich dem Branded Content Tool. Während der Ersteller eines Posts weiterhin innerhalb von Instagram auf diese Werte zugreifen kann, sieht das markierte Partnerunternehmen diese Werte innerhalb der Facebook Page Insights. Dort dann unter dem Punkt „Branded Content“. Alternativ gibt es auch im Business Manager neuerdings einen Menüpunkt „Markeninhalte“

Die Branded Content Funktionen stehen in den jeweils aktuellen Instagram Versionen unter iOS und Android zur Verfügung:

Instagram
Instagram
Entwickler: Instagram
Preis: Kostenlos
Instagram
Instagram
Entwickler: Instagram, Inc.
Preis: Kostenlos

Wenn euch das Thema Branded Content interessiert, solltet ihr auch hier einmal reinschauen:

ImageCredits: Mockdrop.io

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Veröffentlichung 1. September 2017

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Es gibt 1 Kommentar

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  1. 1
    Mel

    Leider funktioniert es noch nicht bei allen. Meine Schwester ist Influencer mit 28K Followern. Das Auswahlfeld gibt es bei ihr nicht. Habt ihr einen Tipp was man machen kann? Dankeschön

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