Facebook Collection: Neues Anzeigenformat für den Produktverkauf

Facebook Collection: Neues Anzeigenformat für den Produktverkauf


Facebooks neuestes Werbeformat sind sicher die Facebook Collections. Hiermit sollen Unternehmen die Möglichkeit erhalten, ihre Produkte noch ansprechender vorzustellen und aufzubereiten.

Facebook Collections für den Nutzer

Wie Facebook Collections für den Nutzer aussehen, seht ihr in diesem kleinen Video:

Wird einem Nutzer die Anzeige mobil ausgespielt, sieht er im oberen Bereich ein Video oder eine Slideshow. Darunter werden vier Produkte angezeigt. Klickt der Nutzer in die Anzeige, öffnet sich die Collection bildschirmfüllend. Das Video im oberen Bereich läuft weiter. Im unteren Bereich werden die Produkte angezeigt. Wird eines der Produkte angetippt, wechselt Facebook zur Detailseite des hinterlegten Shops.

Collections für Werbetreibende

Für Werbetreibende sind Collections vergleichsweise einfach einzurichten. Es steht als neues Format bei den Zielen „Traffic“ und „Conversion“ zur Verfügung und kann nur für den mobilen Newsfeed ausgewählt werden. Entsprechend solltet ihr direkt auf der Ebene der Anzeigengruppe alle anderen Platzierungen entfernen.

Wie schon im Screenshot zu sehen, wählt ihr auf Anzeigenebene als erstes das Collection Format.

Im nächsten Schritt könnt ihr dann ein Titelbild, eine Slideshow oder ein Video auswählen. Das entsprechende Medium wird sowohl im mobilen Newsfeed als auch im Header der Collection Ansicht angezeigt. Wie würden euch empfehlen irgendwo in dem gewählten Medium euer Logo unterbringen, da in der geöffneten Collection sonst kein Hinweis auf eure Marke vorhanden ist.

Wie immer werden bei der Auswahl von mehreren Bildern gleich mehre Anzeigen innerhalb einer Anzeigengruppe erstellt, welche ich dann gegeneinander testen könnt.

Die Eingabe von Headline und Text ist selbsterklärend. Beide werden ausschließlich in der Newsfeed Darstellung angezeigt.

Spannend wird es erst mit der Auswahl des Produktkatalogs (siehe 1). Diesen solltet ihr zuvor in eurem Business Manager angelegt haben. Hierzu genügt entweder der Upload einer CSV Datei oder die Angabe einer Feed-URL, wie die meisten Shopsysteme sie zur Verfügung stellen. Habt ihr einen oder mehrere Kataloge angelegt, könnt ihr euch den passenden für eure Anzeige aussuchen.

Im nächsten Schritt (siehe 2) erstellt ihr entweder ein Produktset oder wählt ein vorhandenes aus. Ein Set mit allen Produkten ist bereits immer angelegt, aber es empfiehlt sich hier noch einmal individuelle Sets zu kreieren.

Anschließend (siehe 3) könnt ihr auswählen, welche vier Produkte aus dem Set auch im Newsfeed unterhalb eures Visuals erscheinen sollen.  Auch die Reihenfolge der Produkte lässt sich hier festlegen.

Auf die Darstellung der Collection Page könnt ihr ebenfalls ein wenig Einfluss nehmen (siehe 4) und die Textfelder, die unter den Produkten angezeigt werden, individualisieren. Ihr könnt also Felder austauschen oder zusätzliche Informationen aus eurem Produktfeed hinzufügen.

Im letzten Schritt (siehe 5) ist es dann noch möglich, eine URL für den „mehr erfahren“ Call to Action am Ende der Collection anzugeben. Mit dieser könnt ihr Nutzer, die sich nicht für ein spezielles Produkt entschieden haben, zum Beispiel auf eine Landingpage weiterleiten.

Bevor ihr die Anzeige online schaltet, solltet ihr sie noch einmal auf eurem Smartphone testen (siehe 6). Dazu wählt ihr einfach den Punkt „Preview on Device -> Send Notification to Facebook“.

Best practice

Macht eure Produkt-Sets nicht zu groß und nicht zu klein. Für die Erstellung der Anzeige benötigt ihr mindestens 8 Produkte in einem Set, aber damit der Nutzer noch ein wenig stöbern kann, wären 10-12 Produkte schon besser. Gleichzeitig kann der Nutzer bei zu vielen Produkten den Überblick verlieren.

Wählt die Produktkataloge und Produkt-Sets passend zu eurer Zielgruppe aus. Wenn ihr Männer erreichen wollt, zeigt ihnen also keine Frauenschuhe. Ihr wisst was ich meine.

Stellt eure Sets so zusammen, dass ihr keine Variationen des gleichen Produkts drin habt. Damit könntet ihr den Nutzer schnell langweilen. Versucht vielleicht Produkte anzulegen, bei denen das Haupt-Produktbild bereits die möglichen Variationen zeigt.

Blick in die Zukunft

Vorerst wird das Format ausschließlich als bezahlte Werbeform zur Verfügung stehen. Es ist aber davon auszugehen, dass es nach einigen Wochen auch als organisches Format verfügbar sein wird, ähnlich wie früher schon bei den Carousel- und Canvas-Ads.

Außerdem rechnen wir stark damit, dass es in einer weiteren Entwicklungsstufe auch die Möglichkeit geben wird, die gezeigten Produkte dynamisch und im Sinne des Retargeting auszutauschen. Also eine Art „Dynamic Product Ads Collection“.

Das Format steht offiziell ab sofort allen Werbetreibenden zur Verfügung.

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