Facebook Retargeting-Strategien: Mit simplen Tricks jede Retargeting-Kampagne profitabler machen

Facebook Retargeting-Strategien: Mit simplen Tricks jede Retargeting-Kampagne profitabler machen


– Gastbeitrag von Reto Stuber und Manuel Merz – 

Wir kennen sie alle – die Anzeigen, die uns penetrant im Netz verfolgen. “Woher weiß jetzt plötzlich die Webseite meiner Tageszeitung, dass ich mich für einen Urlaub auf den Malediven interessiere?”, fragst Du Dich. Die Antwort ist eindeutig: RETARGETING!

Warum sollte ich Facebook Retargeting nutzen?

Retargeting ist eine der wirkungsvollsten Strategien des digitalen Marketings, denn sie bedient eine simple Grundregel, die seit Jahrzehnten über den Erfolg der traditionellen Marketing-Kampagnen entscheidet: Je häufiger eine Nachricht vom gleichen Interessenten gesehen oder gehört wird, desto wahrscheinlicher wird die gewünschte Handlung erreicht.

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Das Hype-Thema Retargeting ist in aller Munde, aber nur die wenigsten nutzen die Möglichkeiten bereits aktiv und sind sich des Potenzials vollumfänglich bewusst. Wer aber schon auf das Pferd gesetzt hat, berichtet von hohen Klickraten, tiefen Preisen und einer guten Messbarkeit der Resultate.

Das Grundkonzept des Retargetings funktioniert so, dass der Besucher der Webseite mit einem Cookie markiert und getrackt wird. Darüber kann der Werbetreibende den Besucher dann “überall” wieder mit passender Werbung ansprechen und damit zurück zu seiner Webseite leiten.

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Dieser Beitrag zeigt Dir auf, warum die meisten Retargeting trotzdem „falsch“ einsetzen, was die erfolgsversprechendsten Retargeting-Strategien aus der Praxis sind und wie Du diese sehr einfach und schnell adaptieren kannst.

Was Retargeting genau ist und wie man das einrichtet, wurde in dem Whitepaper “Facebook Remarketing mit Website Custom Audiences (40 Seiten)” und dem Whitepaper “Facebook Performance Marketing – Geräteübergreifendes Targeting, Conversion Tracking und Reporting” bereits intensiv ausgeführt.

Retargeting ist Deine einzige Chance, um die verlorenen 98 % Deiner Webseitenbesucher wieder anzusprechen!

Die durchschnittliche Konversionsrate einer Webseite liegt im Schnitt bei um die zwei Prozent. Das bedeutet, dass 98 % der Interessenten sofort wieder verloren gehen, ohne die von Dir gewünschte Aktion zu tätigen!

Oder bildlich veranschaulicht: wenn Du Dir Deine Webseite als Eimer vorstellst, der Deine Webseitenbesucher sammelt, so hat dieser ohne Retargeting ein riesen Leck, durch das der Großteil der generierten Besucher sofort wieder auf Nimmerwiedersehen verschwindet. Mit Retargeting hingegen werden die Besucher in einer Liste “aufgefangen”.

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Retargeting ist damit also das EINZIGE Mittel, um Deine Interessenten noch einmal abzuholen. Dadurch erhältst Du sozusagen unbegrenzte weitere Möglichkeiten, diese wieder und wieder anzusprechen – und dabei einen Mehrwert zu schaffen, ohne “creepy” zu sein und die Leute über Monate zu nerven und zu verfolgen.

Was Retargeting mit den Super Mario Brothers gemein hat und wie Du es einfach auf Deiner Webseite einrichtest

Es ist fast wie damals, als man auf den Spielkonsolen bei den Super Mario Brothers mit der richtigen Tastenkombination (in unserem Fall: Retargeting aktivieren) eine unbegrenzte Anzahl Leben erhielt (in unserem Fall: unbegrenzte Anzahl Möglichkeiten, den Besucher wieder anzusprechen). Um das Spiel zu Ende spielen, musste man dann trotzdem Ausdauer und Geschicklichkeit an den Tag legen (in unserem Fall: laufend splittesten, experimentieren, optimieren!).

Einen solchen Retargeting-Codeschnipsel auf der eigenen Webseite zu installieren ist relativ einfach, siehe dazu auch dieses Whitepaper. Das ist die erste, wichtige Grundvoraussetzung und damit baut sich Deine Interessentenliste mit allen Webseiten-Besuchern auch bereits schlagartig auf.

Du kannst dann Deine Anzeigen auch später schalten (bei Facebook kannst Du die Nutzer bis zu 180 Tage in einer Website Custom Audience speichern), aber zumindest hast Du dann bereits eine Audience von Interessierten, die Du wieder ansprechen kannst. Ganz zu schweigen davon, dass Du basierend auf den Besuchern auch eine sogenannte “Lookalike Audience” von Facebook erstellen lassen kannst, mit Leuten, welche ein ähnliches Profil wie Deine Webseitenbesucher aufweisen.

TIPP: Prüfe beim Einsatz von Retargeting auch die rechtlichen Aspekte und baue auf Deiner Webseite die notwendigen Hinweise ein – Rechtsanwalt Thomas Schwenke hat die Anforderungen hier zusammengestellt.

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Der Aufbau von Retargeting-Listen ist fast wie E-Mail-Marketing!

Essenziell ist auch das Verständnis, dass Du Dir mit Retargeting eine Zielgruppe von Interessenten aufbaust, die sich für das jeweilige Thema interessieren – und dass Du diese nun bei kommenden Marketingaktionen immer wieder einbeziehen kannst! Ähnlich wie beim E-Mail-Marketing baust Du Dir also auch hier eine Liste an Interessenten auf. In den USA geht der Trend dahin, die relevante Zielgruppe zuerst über hochwertige Inhalte (Blogbeiträge etc.) zu “pixeln” und dann in weiteren Schritten mit Angeboten anzusprechen. Man rechnet hier dann auch mit den Kosten pro Pixel, oder CPP (Cost per Pixel) genannt.

Wenn Du ein Produkt verkaufst, kannst Du einen simplen Verkaufstrichter erstellen, durch den Du Deine Interessenten schickst. Dabei erfolgen die Aktionen immer sequenziell, das folgende Schema gibt Dir dafür eine visuelle Orientierung.

Du schickst die Interessenten zum Beispiel auf eine Landingpage, wo Du ein kostenloses Angebot (bspw. E-Book, Video …) machst, das man gegen die Eingabe der E-Mail-Adresse erhält. In diesem Fall wird der Interessent erst nach der Eingabe der E-Mail-Adresse mit dem Angebot konfrontiert – damit kann dann sowohl über eine automatisierte E-Mail-Autoresponderkampagne wie auch über Retargeting ein Follow Up erfolgen, wenn der Interessent das erste Angebot nicht in Anspruch nimmt.

Mit der passenden Retargeting-Kampagne kannst Du wie gesagt 98 % der bisher verlorenen Webseitenbesucher wieder ansprechen und durch die verschiedenen Stufen in Deinem Verkaufstricher leiten!

Installiere den Website Custom Audience Pixel jetzt auf Deiner Webseite, damit Du keinen weiteren Tag Deine Webseiten-Besucher verlierst.

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Funktioniert Retargeting immer?

Retargeting funktioniert immer”, wird von den Brancheninsidern gerne verkündet. Das stimmt fast, aber leider nicht ganz. Retargeting-Kampagnen sind zwar tatsächlich häufig profitabel, es kann aber vorkommen, das man nicht die gewünschten Resultate erreicht und einen zu hohen Preis bezahlt. Was die Gründe dafür sind, schauen wir uns nun an.

Vielleicht ist Dir das auch schon passiert, dass Du fassungslos auf den Bildschirm schaust und Dir nicht erklären kannst, warum die Retargeting-Kampagne gefloppt ist und Dein ganzes Budget für so wenige Klicks draufgegangen ist.

Wenn viele Besucher auf eine Webseite gelangen und nicht das finden, was sie dort suchen, gibt es nämlich Problem mit dem Retargeting. Gerade bei wenig spezifischen Kampagnen oder Themenseiten (beispielsweise Newsseite, Fun-Blog…) hat man oft viele Besucher in einer Website Custom Audience gesammelt, aber die Retargeting-Kampagne schießt trotzdem am Zielsegment vorbei. Was nun?

Das versteckte Retargeting-Problem Nr. 1, über das niemand spricht … die Bounce-Rate!

Da der Besucher auf der Webseite nicht findet, was er sucht, springt er nach kurzer Zeit wieder ab, und geht beispielsweise zurück zu Facebook oder den Google-Suchresultaten. Die meisten Google Analytics-Nutzer werden die sogenannte „Bounce Rate“ kennen: Sie zeigt an, wie hoch der Anteil der Besucher ist, die auf der Seite landen und diese auch direkt wieder verlassen.

Das Problem dabei ist: jeder Besucher, auch die Nichtinteressierten, wurden bereits mit dem Facebook Website Custom Audience Tracking Pixel für die Retargeting-Kampagne markiert, weil der Pixel sofort beim Aufbau der Seite geladen wird!

Das hat zur Folge, dass bei der Retargeting-Kampagne auch die Leute markiert wurden, die gar nicht wirklich mit der Seite in Interaktion getreten, sondern sofort wieder abgesprungen sind.

Wenn meine Bounce Rate zum Beispiel 65 % ist, dann gebe ich potenziell 2/3 meines Werbebudgets für das Zurückholen von Besuchern aus, die nicht oder nur sehr moderat an meinem Thema interessiert sind!

Wie können wir also sicherstellen, dass wir nur die Leute ansprechen, die sich auch wirklich für das interessieren, was wir anbieten?

Die Lösung wurde vom amerikanischen Online-Unternehmer Justin Brooke von www.IMScalable.com präsentiert: der Retargeting Pixel wird nicht sofort abgefeuert, sondern erst nach einer definierten Zeit, bspw. 30 Sekunden! In der Zeit haben die Nichtinteressierten die Seite bereits wieder verlassen und werden damit nicht mehr markiert.

Der Remarketing-Trick, der jede Retargeting-Kampagne profitabel macht

Das Konzept mit dem zeitverzögerten Laden des Pixels kann relativ einfach umgesetzt werden. Die einzige notwendige Voraussetzung ist ein kleines Stückchen PHP Code auf der Webseite, dessen Einsatz hier kurz vorgestellt wird.

Du kannst diesen Code am einfachsten direkt unter http://codedelay.com generieren lassen.

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Dann musst Du Deine Pixel-ID im Code eintragen, sowie die Verzögerung in Millisekunden festlegen (Beispiel: 20 Sekunden Verzögerung ergibt den Wert 2000 am Ende des Scripts).

<script>setTimeout(function(){ (function() {

 var _fbq = window._fbq || (window._fbq = []);

 if (!_fbq.loaded) {

   var fbds = document.createElement(‘script’);

   fbds.async = true;

   fbds.src = ‘//connect.facebook.net/en_US/fbds.js’;

   var s = document.getElementsByTagName(‘script’)[0];

   s.parentNode.insertBefore(fbds, s);

   _fbq.loaded = true;

 }

 _fbq.push([‘addPixelId’, ‘DEINEPIXELID’]);

})();

window._fbq = window._fbq || [];

window._fbq.push([‘track’, ‘PixelInitialized’, {}]);

</script>

<noscript><img height=”1″ width=”1″ alt=”” style=”display:none” src=”https://www.facebook.com/tr?id=DEINEPIXELID&ev=PixelInitialized” /> }, 20000);</script>

Dieser PHP-Code muss nun einfach auf der Webseite eingefügt werden. Wenn Deine Webseite auf WordPress läuft und Du diese Strategie nutzen möchtest, kannst Du bspw. das kostenlose Plugin “Insert PHP” verwenden, um den Programmcode auf Deiner Webseite einzufügen.

Die wichtigsten Tipps dabei:

  • Lege Dich dabei nicht nur auf eine Plattform fest, sondern nutze “Cross Channel Marketing” und versuche, Deine Webseitenbesucher auf verschiedenen Plattformen anzusprechen.
  • Als Beispiel: Auf Facebook erscheint ein Reminder für den stehengelassenen Warenkorb, beim nächsten Besuch auf YouTube taucht eine Video-Anzeige mit einem Kundentestimonial auf und bei der Google-Suche wird die eigene Webseite in den bezahlten Resultaten dargestellt.
  • Das Marketing auf den verschiedenen Kanälen könnte genau der entscheidende Faktor für eine Konversion sein, und falls nicht: ein Spezialangebot mit einer zeitlichen Verknappung kann sehr gut funktionieren.

Die einfache Retargeting-Lösung für WordPress

Alternativ zu der oben genannten Funktion mit der selbst programmierten Lösung zur Zeitverzögerung gibt es das Plugin www.WPretarget.net, mit welchem Du alle Retargeting Tags aller Netzwerke sehr einfach und übersichtlich verwalten kannst.

Gleich zu Beginn ein kleiner Disclaimer: Das jetzt genannte Premium-Plugin stammt von uns als AllFacebook-Gastautoren und ist nicht kostenlos. Wir haben uns für WordPress die Mühe gemacht und die komplexe Technik als einfaches Plugin realisiert. Damit kannst Du eine Kampagne in wenigen Minuten live schalten, ohne im Code rumwühlen zu müssen.

Das Plugin deckt Retargeting mit Facebook Website Custom Audiences (WCAs), Konversionpixeln sowie weiteren Code-Snippets ab (bspw. für Google Analytics). Nebst Facebook werden auch alle anderen wichtigen Netzwerke mit Retargeting-Funktionen wie Google Adwords, Twitter, Perfect Audience, AdRoll, Retargeter, Sitescout, ClickCertain etc. zu 100 % unterstützt.

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Alle Besucher auf der eigenen Webseite können damit basierend auf dem Besuch von Seiten, Kategorien und spezifischen Beiträgen in separate Website Custom Audiences segmentiert werden, um die exakte Zielgruppenansprache zu ermöglichen!

Der genannte Trick mit der zeitverzögerten Aktivierung des Retargetings (wir nennen es die “ROI Booster”-Funktion) ist ebenso integriert wie die exklusive Möglichkeit, Besucher von externen Links zu retargeten, zum Beispiel diejenigen, die zu einem Affiliate-Partnerprogramm geklickt haben.

Das Retargeting Pluging ist hier verfügbar: www.WPretarget.net

Zusammengefasst: Wer nicht retargetet, läßt viel Geld auf dem Tisch liegen!

Im klassischen Marketing musste man sich diese Reichweite immer wieder teuer erkaufen, durch TV, Radio, Zeitschriften Werbung etc. Dank Retargeting kannst Du nun jede Person erreichen, die Deine Webseite bereits besucht hat!

Die Vorteile sind unbestritten und mit der vorgestellten Methode hast Du alles, was Du benötigst, um Deine Anzeigen profitabel zu machen und damit jeden Tag neue Kunden und Umsatz zu generieren.

Retargeting funktioniert! Es ist die einfachste Möglichkeit, um mehr aus Deinen Webseitenbesuchern zu machen – nutze es.

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Über die Autoren

Reto Stuber ist Gründer der Verlagsgruppe Stuber Publishing und Co-Founder von www.dieOnlineAgentur.com. Manuel Merz ist Online-Unternehmer und Gründer der Agentur WEBclay.

Die beiden sind die Köpfe hinter dem Premium WordPress Plugin www.wpretarget.net – die einfachste Möglichkeit, um Profi-Retargeting mit WordPress zu machen. Mit dem Code “allfb10” erhältst Du 10 € Rabatt für die Software.

Weiterführende Ideen und Tipps findest Du in dieser Checkliste mit 29 Retargeting-Tipps zum Download, als PDF-Dokument zum Download: http://www.wpretarget.net/rtprofithacks-download

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Es gibt 4 Kommentare

Deinen hinzufügen
  1. 1
    Karsten

    Hört sich klasse an!
    muss ich beim Einsatz des Plugin – wie oben beschrieben – eine extra Zustimmung von meinen Besuchern einholen und wo? Reicht nicht ein Hinweis in den Datenschutzbestimmungen? Gibt es für beide Varianten Mustertexte oder Plugins?
    Danke für Info!”

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