Clubhouse Update – Das Ende ist nahe?

Wie geht es weiter mit Clubhouse?

Diese Frage stellt sich unweigerlich, wenn man sich die aktuelle Entwicklung anschaut. Nach einem großen Hype in der iOS-Community Mitte Januar 2021 ist es erst einmal still geworden um die App.

Nicht jedoch um das dahinter stehende Format:

  • Twitter hat in der Zwischenzeit den Clubhouse Clone „Spaces“ vorgestellt und international in der App zur Verfügung gestellt.
  • LinkedIn hat Ende März angekündigt eine eigene Version zu entwickeln.
  • Und auch Facebook hat sich dem Thema angenommen.

Facebook & Audio

Wobei Facebook zumindest den Ankündigungen nach am weitesten in die Zukunft schaut. Auf dem Plan steht danach:

In-App Musik Bearbeitung: Eine Art Musikstudio „für die Hosentasche“ mit der sich Audiodateien schneiden und einfach bearbeiten lassen sollen. So ähnlich, wie man es heute auch schon für Fotos und Videos in der Facebook- und Instagram-App anbietet.

Soundbites: Diese Musikschnipsel sollen sich anschließend als „Soundbites“ in den Facebook-Netzwerken teilen lassen. So können wichtige Momente des Lebens und Anekdoten akustisch festgehalten und geteilt werden.

Podcasts: Das Netzwerk will in Zukunft auch Podcasts hosten und diese sogar für die Ersteller monetarisieren. Der Creator macht den Podcast, Facebook liefert die personalisierten Audio-Anzeigen dazu.

Live Audio Rooms: Der „Clubhouse Clone“. Facebook Rooms gibt es ja schon lange als Video-Gruppenchat-Möglichkeit. Jetzt will Facebook das Video abschalten und hat dann Audio-Gruppenchats. Oder halt eine Clubhouse-Kopie.

Wohlgemerkt: Das sind alles nur Pläne aus einer Pressemitteilung. Da ist auch viel Trara dabei, das Mitbewerber abschrecken soll sich selbst weiter in diesem Bereich zu positionieren. Da Facebook längst den Speed eines Startups eingebüßt hat, werden wir diese Funktionen wohl auch nicht in naher Zukunft, sondern eher in einigen Monaten zu sehen bekommen.

Und Clubhouse?

Clubhouse hat sich nach dem ersten weltweiten Erfolg kaum noch bewegt. Vergangene Woche wurde eine Version für Android vorgestellt. Einen Monat zuvor gab es Pläne die Content-Ersteller an Einnahmen der App zu beteiligen.

Und zumindest in der Social-Media-Bubble (die neue Hype-Apps ja häufig voran treibt) gibt es kaum noch Räume.

Ähnlich wie Snapchat und TikTok hat Clubhouse ein neues Format etabliert und die Aufmerksamkeit der großen Netzwerke auf sich gezogen. Doch anders als die zuvor genannten wird Clubhouse unserer Meinung nach keinen nachhaltigen Erfolg haben.

Zum Clubhouse-Hype-Jubiläum im Januar 2022 wird sich wahrscheinlich kaum noch jemand an die App erinnern. Das Format wird hingegen in Facebook, Twitter und Co weiterleben.

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Jens Wiesehttp://www.jens-wiese.net
Jens berät als Freelancer internationale Unternehmen in Social Media Fragen, entwickelt neue Applikationen, organisiert Workshops und entwirft individuell passende Strategien. Zudem betreibt er unter https://papierloswerden.de eine Plattform für Menschen, die den Schritt in eine rein digitale Zukunft gehen möchten.

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