Untersuchung: Mit der Anzahl an Fans schrumpft das Fan Engagement

Die Kollegen von emarketer.com haben heute interessante Untersuchungsergebnisse vorgestellt, die noch einmal zeigen, dass die Anzahl der Fans nicht der einzige KPI einer Facebook Kampagne sein kann und soll. Dazu wurden Pages mit mehr als 100.000 Fans analysiert. Ergebnis: Die Engagement Rate als Quotient aus Facebook Fans und Likes beziehungsweise Comments nahm mit der Anzahl der Fans ab.

Die meisten Interaktionen bekamen Pages aus den Kategorien „Artists“ und „Media“ gefolgt von „Brands“ auf Platz drei. Das spiegelt unsere Erfahrungen wieder, dass emotionale Themen wie beispielsweise Kunst und Musik es auf Facebook leichter haben Fans zu gewinnen.

Des weiteren wurde überprüft, in welchen Zeiträumen Likes und Kommentare für einen Beitrag bei Facebook eingehen. Danach werden 70% aller Likes in den ersten vier Stunden nach der Veröffentlichung abgegeben. Nach 22 Stunden sind dann über 90% der Likes und Kommentare eingegangen. Der Beitrag ist damit verbrannt und ein neuer kann folgen. Eine höhere Taktung an Nachrichten führte zu einer Kannibalisierung der alten Beiträge durch den neuen Beitrag. Damit werden also Interaktionen mit dem Fan verschenkt.

Erfasst ihr für euer Unternehmen ähnliche Zahlen und Daten? Worauf achtet ihr beim Monitoring noch außer auf Fans?

Jens Wiesehttp://www.jens-wiese.net
Jens berät als Freelancer internationale Unternehmen in Social Media Fragen, entwickelt neue Applikationen, organisiert Workshops und entwirft individuell passende Strategien. Zudem betreibt er unter https://papierloswerden.de eine Plattform für Menschen, die den Schritt in eine rein digitale Zukunft gehen möchten.

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22 Kommentare

  1. Das muss pauschal nicht so sein – kommt drauf an, wie man seine Fans generiert. Über Rabatte eine Masse an „Fans“ zu generieren ist easy, aber die interagieren natürlich nicht darüber hinaus. Das ist allerdings im Vorhinein klar – zumindest manchen ;)

  2. Naja aber das ist nix Neues m.E. – betrachtet man sich mal selbst: Schaut man einen Tag nicht rein bei Facebook liest man vielleicht noch maximal einen Tag zurück (je nachdem wie viele „Freunde“ man hat und wie viele Seiten einem gefallen). Ist man 2 Tage schon mal nicht drin, liest man das nicht alles nach. Und auch wenn es einmal durchgerauscht ist und nicht interessant genug auf den ersten Blick war, ist es damit auch schon vergessen… Explizit auf Seiten gehe ich nur, wenn ich von jemand darauf hingewiesen werde oder es meine absolute Lieblingsmarke ist von der ich nix verpassen will…

  3. Naja aber das ist nix Neues m.E. – betrachtet man sich mal selbst: Schaut man einen Tag nicht rein bei Facebook liest man vielleicht noch maximal einen Tag zurück (je nachdem wie viele „Freunde“ man hat und wie viele Seiten einem gefallen). Ist man 2 Tage schon mal nicht drin, liest man das nicht alles nach. Und auch wenn es einmal durchgerauscht ist und nicht interessant genug auf den ersten Blick war, ist es damit auch schon vergessen… Explizit auf Seiten gehe ich nur, wenn ich von jemand darauf hingewiesen werde oder es meine absolute Lieblingsmarke ist von der ich nix verpassen will…

  4. „Mit der Anzahl an Fans schrumpft das Fan Engagement“? Hört sich sehr nach einem neuen Web 2.0 Klischee an. Statt über solche Dinge nachzudenken, ist es sinnvoller seiner Community in dieser Zeit geilen Mehrwert zu liefern, wenn man das richtig macht, ist das Engagement ziemlich unabhängig von der Anzahl der Fans. Wer einmal einen Kern an die-hard Fans aufgebaut hat und diesen bedient, wird nie ein Problem mit Engagement und dadurch Call-To-Actions, haben.

  5. „Mit der Anzahl an Fans schrumpft das Fan Engagement“? Hört sich sehr nach einem neuen Web 2.0 Klischee an. Statt über solche Dinge nachzudenken, ist es sinnvoller seiner Community in dieser Zeit geilen Mehrwert zu liefern, wenn man das richtig macht, ist das Engagement ziemlich unabhängig von der Anzahl der Fans. Wer einmal einen Kern an die-hard Fans aufgebaut hat und diesen bedient, wird nie ein Problem mit Engagement und dadurch Call-To-Actions, haben.

  6. Ich würde mal sagen, dass die „qualität“ der Beiträge auch eine Rolle spielt. Je mehr User es gibt die ständig jeden Post mit „FIRST!“ und sonstigem vollspamen, desto weniger schlaue User nehmen sich die Zeit einen guten Kommentar abzugeben, da dieser in der Spam Flut eh untergeht.

  7. Ich würde mal sagen, dass die „qualität“ der Beiträge auch eine Rolle spielt. Je mehr User es gibt die ständig jeden Post mit „FIRST!“ und sonstigem vollspamen, desto weniger schlaue User nehmen sich die Zeit einen guten Kommentar abzugeben, da dieser in der Spam Flut eh untergeht.

  8. @Robert: Yes. Damit richtig umzugehen, gehört eben auch zu den Aufgaben im „Social Media Bereich“, wobei sich das im Grunde ja schon mit dem Job des „Community Manager“ überschneidet. Aber wer unterscheidet da schon was, wann und wo „richtig“. Meistens macht einer, alles und das entweder gut oder schlecht ;-)

  9. Ich denke, dass 2-3 Posts pro Tag für eine Brand nicht schlecht sind. Allerdings sollten die Inhalte sich auch unterscheiden, um eine breitere Masse anzusprechen. Am besten kommen nach wie vor Themen an, die direkt die Destination betreffen (schreibe für Hotel Berlin, Berlin) und die das Geschehen in dem Unternehmen zeigen (z.B. über Mitarbeiteraktionen, Umbauten etc.)

  10. Wo sehe ich denn die abnehmende Tendenz bei steigender Fanzahl? Die eine Grafik stellt keinen Vergleich dar?! Bitte um kurze Erklärung. Vielen Dank

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