Facebook will Admins „großer“ Seiten in Zukunft verifizieren

Facebook will Admins „großer“ Seiten in Zukunft verifizieren


Im Kampf gegen Fake-News und dem unrechtmäßigen Einfluss politischer Akteuere auf Wahlen hat Facebook weitere Schritte angekündigt. Dazu zählt unter anderem ein Archiv, welches ab dem Sommer für jede Facebook-Seite eine Aufstellung der geschalteten Anzeigen beinhalten soll.

Für uns Facebook-Administratoren viel wichtiger ist jedoch eine Ankündigung zur Verifizierung von Nutzerkonten:

Today, we’re also announcing that people who manage Pages with large numbers of followers will need to be verified. Those who manage large Pages that do not clear the process will no longer be able to post. This will make it much harder for people to administer a Page using a fake account, which is strictly against our policies.

Also Administratoren großer Seiten werden sich in Zukunft irgendwie legitimieren müssen. Fake-Accounts haben keine Chance mehr. Dabei bleiben zwei Fragen vorerst offen:

1. Was ist eine große Seite?

Wir glauben, dass es keine feste Fanzahl geben wird, ab der eine Seite als „groß“ gilt. Das würde es den entsprechenden Akteuren zu leicht machen, entsprechend viele „kleine“ Seiten anzulegen. Sinnvoll dürfte es eher sein, hier über die Reichweite der entsprechenden Inhalte zu gehen. Auch kleine Seiten können zum Beispiel mit bewusst provokanten Inhalten Millionen Menschen erreichen. Wenn das mehrmals der Fall ist, sollte Facebook die Administratoren verifizieren.

2. Wie findet die Verifizierung statt?

Der Begriff Verifizierung wird im Kopf eines Administrators ganz schnell mit einem blauen Haken für das entsprechende Profil verknüpft. Das dürfte hier aber zu kurz gedacht sein. Facebook hat den blauen Haken für ausgewählte Personengruppen eingeführt. Unter anderem, um es Fans leichter zu machen, das jeweils offizielle Konto einer Person zu finden.

Für diese neue Art der Verifizierung wird es aber wohl kein „Badge“ oder eine prägnante Kennzeichnung nach außen geben. Bei den Kongressanhörungen diese Woche hat Zuckerberg eher angedeutet, dass dies neben einer Überprüfung von Ausweisdokumenten auch über die Angebe einer Adresse geschehen kann, an welche Facebook dann postalisch einen Verifizierungscode sendet. Werbetreibende bei Google kennen diese und ähnliche Verfahren bereits.

Page Kontext

Und noch eine kleine Änderung gibt es:

We will also show you additional context about Pages to effectively assess their content. For example, you can see whether a Page has changed its name.

Seiten sollen also in Zukunft von Facebook mit Inhalten angereichert werden, die deren Authentizität bestätigt. Dazu haben wir bereits einen weiteren Artikel hier im Blog verfasst, der zudem beschreibt, wie ihr eure Seite darauf vorbereiten könnt.

Fazit

Facebook wählt die Flucht nach vorne, um möglichen Regulierungen durch die Behörden zu entgehen. Die Verifizierung von Administratoren und die Angabe von Kontext zu Facebook-Seiten ist dabei ein guter und richtiger Schritt.

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Veröffentlichung 16. April 2018

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