32.000 Likes, die kleine Lily und ein Brot mit Giraffenmuster

Eine Offline-Aufmerksamkeit, die sich online auszahlt: Das ist sicherlich der Traum jedes Marketingmanagers, zumal wenn der finanzielle Einsatz bei 3 Britischen Pfund und einer Briefmarke liegt. Der britischen Supermarktkette Sainsbury’s ist genau das gelungen – und ich behaupte mal, dass 32.000 Likes und mehr als 9.000 Shares gar nicht das Ziel der Aktion waren. Chris King vom Kundenservice wollte einfach nur nett sein.

Anlass war ein Brief der 3 1/2-jährigen Lily Robinson, die sich bei Sainsbury’s erkundigte, warum das Tiger-Brot Tiger-Brot heißt und nicht etwa Giraffen-Brot, wo es doch viel eher das Muster eines Giraffenfells habe als die Streifen eines Tigers.

So sieht ein Tigerbread aus | Bildquelle: Wikipedia unter CC BY-SA3.0

14 Tage später bekam die kleine Lily einen Antwortbrief der Supermarktkette: Eigentlich habe sie ja recht, es sehe wirklich eher aus wie ein Giraffenbrot. Außerdem habe sich Chris vom Kundenservice sehr über den Brief gefreut und lege deshalb eine 3 Pfund Geschenkkarte bei, damit sich die kleine Lily ein Tigerbrot oder Süßigkeiten kaufen könne.

Ein Foto vom Brief der kleinen Lily und der Antwort von Sainsbury’s landete auf Facebook, einfach bezeichnet mit „Customer Service“.

Schön zu sehen, dass positive Außenwirkung nicht nur in Konferenzzimmern von Agenturen entsteht, sondern einfach durch eine kleine zwischenmenschliche Nettigkeit. Auch wenn die 30.000 Likes natürlich nicht direkt auf die Page des Supermarktbetreibers einzahlen.

Patrick Schneiderhttp://www.patrickschneider.net
Patrick arbeitet als Social Collaboration Manager bei DEKRA in Stuttgart. Zuvor war als Consultant, Redakteur und Social Media Manager in Rundfunk und IT tätig. Zudem hält er regelmäßig Vorträge und Workshops zur Digitalisierung von Arbeit und Kommunikation. Privat bloggt er auf patrickschneider.net

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