Facebook Places für Jugendliche (in GB) nicht interessant

Dubit, eine Kommunikationsagentur aus Leeds (GB), hat in einer Studie das Nutzungsverhalten von Location Based Services (LBS) bei britischen Jugendlichen zwischen 11 und 18 Jahren untersucht. Die Ergebnisse sind für das Facebook Marketing dabei ernüchternd:

  • 48% der Jugendlichen haben noch nie von Places, Foursquare oder anderen LBS gehört
  • 58% derer die schon von gehört haben, sehen den Sinn nicht.
  • 45% der Jugendlichen die von gehört haben fühlen sich dabei nicht sicher
  • 44% der Jugendlichen die von gehört haben kannten Facebook Places
  • Nur 30% derer die von LBS gehört haben nutzen auch Facebook Places
  • Die Hauptnutzungsmotive sind: Spaß (48%), Freunde sollen wissen wo man ist (45%) und Deals (14%)

Peter Robinson, Chef der Dubit Research Abteilung sagt dazu:

“Ultimately teens just don’t see the point of these offerings. Perhaps when Facebook’s Deals product gains momentum this will change things and young people may be driven by discounts but at the moment the brands who are using these platforms, and the platform owners need to be telling teens why they should be using them and how they can do so safely.”

Als Konsequenz daraus kann man nur ableiten, dass ein Marketing über LBS nicht auf die junge -unter 18 jährige- Zielgruppe abzielen sollte. Vielleicht waren die Anreize früherer Kampagnen aber auch nicht auf diese Zielgruppe gemünzt. Besonders “free coffee” Deals dürften an den Jugendlichen vorbei gehen.

Könnt ihr euch funktionierende Deals für diese Zielgruppe vorstellen? Wie sollten diese aussehen?

Über den Autor:

Phlow-Autor Jens Wiese

Jens Wiese: Jens hat Online Medien (B.Sc.) und Digitale Medien (M.Sc.) an der Hochschule Furtwangen studiert. Jens berät als Freelancer große internationale Unternehmen, die auf Facebook aktiv sind, entwickelt neue Applikationen, organisiert Workshops und entwirft individuell passende Strategien. Zudem ist er als Lehrbeautragter tätig. Mehr...

Kommentare

20 Antworten zu “Facebook Places für Jugendliche (in GB) nicht interessant”

  1. Oliver says:

    Facebook sollte Places vielleicht einfach mal für alle Fanseiten frei schalten… dann kann man auch dazu was sagen…

  2. Anne Bubner (via facebook) says:

    Interessant. Wir haben einen Facebook Places Account vom Hotel Berlin, Berlin. Allerdings finde ich es für Fans zum einen sehr verwirrend, da wir noch einen offiziellen Account haben vom Hotel Berlin, Berlin. Wir haben bis dato überlegt, ob wir Anreize schaffen für einzelne Check-ins oder sogar Gruppen Check-ins auf Facebook Places. Aber so wie es scheint, sollte man hier noch warten. Ist es sinnvoll beide Accounts miteinander zu verknüpfen? Welche Vorteile würde es dann geben oder vielelicht auch Nachteile?

  3. Ally Auner (via facebook) says:

    “58% derer die schon von gehört haben, sehen den Sinn nicht.” ;-)

  4. Robert Schmelzer (via facebook) says:

    und die, die den Sinn sehen, haben evtl. noch nicht das passende Handy mit Flatrate (so wie ich z.B.)
    Gibt meiner Meinung nach immernoch nicht genug “Handysurfer”.

  5. Robert Schmelzer (via facebook) says:

    und die, die den Sinn sehen, haben evtl. noch nicht das passende Handy mit Flatrate (so wie ich z.B.)
    Gibt meiner Meinung nach immernoch nicht genug “Handysurfer”.

  6. Sven Wolfermann says:

    das wird sich schlagartig ändern, wenn Discotheken, Veranstaltung mit Freigetränken, Gruppenrabatten, etc. locken – relevanter Content

  7. allfacebook.de (via facebook) says:

    @Robert: Ja, 18% waren der Meinung, dass sie das falsche Handy dafür haben

  8. Philipp Ploner (via facebook) says:

    gut ding braucht weile ;)

  9. Marijan Kelava (via facebook) says:

    Facebook Places bietet keinen Anzeiz; imho. Da ist Foursquare um einiges weiter (Badges sammeln, Leaderboard, Specials, etc) und interessanter.

  10. Sascha Müller-Jänsch (via facebook) says:

    Der ganze Places-Kram ist so konstruiert und wenig intuitiv und sinnvoll, dass ich es meinen Kunden nie empfehlen würde. Liegt bei mir (derzeit) in einer Schublade mit Second Life.

  11. Sascha Müller-Jänsch (via facebook) says:

    Der ganze Places-Kram ist so konstruiert und wenig intuitiv und sinnvoll, dass ich es meinen Kunden nie empfehlen würde. Liegt bei mir (derzeit) in einer Schublade mit Second Life.

  12. Pierre Kuhl (via facebook) says:

    keine “Gaming/Explorer” Komponente, keine Identifikations items. Passt nicht zur Ansprache der Jugendlichen und grundsätzlich glaube ich, dass sich hier auch ein Unterschied in den Kulturen verdeutlicht. Der US Einzelhandel unterscheidet sich auch stark vom europäischen.

  13. Pierre Kuhl (via facebook) says:

    keine “Gaming/Explorer” Komponente, keine Identifikations items. Passt nicht zur Ansprache der Jugendlichen und grundsätzlich glaube ich, dass sich hier auch ein Unterschied in den Kulturen verdeutlicht. Der US Einzelhandel unterscheidet sich auch stark vom europäischen.

  14. Jan Firsching (via facebook) says:

    Places hat enormes Potenzial, doch der Anreiz für die Nutzung fehlt noch. Check-In Deals werden Places sicher vorantreiben, oder andere spielerische Elemente. Man sollte auch mal SCVNGR erwähnen, die eine super App haben.

  15. Jan Firsching (via facebook) says:

    Places hat enormes Potenzial, doch der Anreiz für die Nutzung fehlt noch. Check-In Deals werden Places sicher vorantreiben, oder andere spielerische Elemente. Man sollte auch mal SCVNGR erwähnen, die eine super App haben.

  16. Dirk_S says:

    Sehe da auch zwei Punkte:
    - Angebot und Nachfrage: Was bietet heute Facebook Places schon als Anreiz an? Henne / Ei Prinzip…
    - Mobile Nutzung: Wie hoch ist der Anteil der 11-18 jährigen mit mobilem Datentarif?

    Wird schon, braucht noch ein wenig. Wie auch andere bereits genannt haben: andere Checkin Dienste sind auch attraktiver (Gamification Faktor). Yelp ist da auch nicht schlecht: Hierarchische Level: Baron von Maxvorstadt oder König von München wollen erstmal erspielt sein :D

  17. Thomas Hinze (via facebook) says:

    Auch ich sehe viel Potenzial in FB Places und Foursquare. Wir nutzen die Dienste schon recht erfolgreich, und ja – ohne Anreize für die Konsumenten werden sie diese Dienste nicht nutzen. FS versucht es zum einen spielerisch, aber wirklich interessant sind eigentlich die Deals. Auf FB wird es ähnlich laufen. FB allerdings hat den Vorteil, dass sie sich die Generation Internet bereits einverleibt haben. Der Dienst muss nur noch “einfacher” werden. Für FS muss man sich erst anmelden. Da haben viele auch einfach keine Lust zu…

  18. Thomas Hinze (via facebook) says:

    Auch ich sehe viel Potenzial in FB Places und Foursquare. Wir nutzen die Dienste schon recht erfolgreich, und ja – ohne Anreize für die Konsumenten werden sie diese Dienste nicht nutzen. FS versucht es zum einen spielerisch, aber wirklich interessant sind eigentlich die Deals. Auf FB wird es ähnlich laufen. FB allerdings hat den Vorteil, dass sie sich die Generation Internet bereits einverleibt haben. Der Dienst muss nur noch “einfacher” werden. Für FS muss man sich erst anmelden. Da haben viele auch einfach keine Lust zu…

  19. Günther says:

    Naja für die deutschen ist es intressant, denn die haben es gern, preiszugeben wo Sie grad sind und auch viele wollen wissen, wo sich grad ihre freunde befinden

  20. Oliver Nickels (via facebook) says:

    Die Studenten in meiner Vorlesung fanden die Auswirkungen eher “gruselig” (O-Ton). An einer Kneipe vorbeigehen und das Telefon klingelt mit FB Places und der Meldung “drei Deiner Freunde sind dort” fanden sie – gerade in Zusammenhang mit der aktuellen iPhone/Android Datensammelwut-Diskussion nicht witzig. Ich merke immer mehr, wie die Dinge auch kritisch hinterfragt werden.

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