Neues System von Facebook gegen „Freebooting“: Copyright-Verstöße bei Videouploads werden besser erkannt und härter bestraft

Neues System von Facebook gegen „Freebooting“: Copyright-Verstöße bei Videouploads werden besser erkannt und härter bestraft


In den vergangenen Monaten kamen immer wieder Stimmen auf, dass der Erfolg von Facebook Videos Produkt zum Großteil auf Copyright-Verstößen basiert. Da es für Videos auf Facebook viel Reichweite gibt, ist es die gängige Praxis von vielen Seiten, Videos auf Facebook einzustellen, die nicht selbst erstellt wurden. Es wurde zum Beispiel ein beliebtes virales Video von Youtube heruntergeladen und dann selbst noch mal veröffentlicht – sogenanntes „Freebooting“. Ein Problem, mal abgesehen vom krassen Copyright-Verstoß, ist, dass die eigenen Videoersteller komplett leer ausgehen. Hank Green beschreibt dieses Problem aus seiner Sicht als Youtuber:

Theft, Lies, and Facebook Video
Facebook says it’s now streaming more video than YouTube. To be able to make that claim, all they had to do was cheat, lie, and steal. (…)

Hier auch nochmals das Problem als Video aus Sicht eines anderen Videoerstellers:

Nachdem der Fokus von Facebook nun schon über ein Jahr auf den Videos liegt, reagiert Facebook nun wirklich und führt ein eigenes System ein, welches eben diese illegal eingestellten Videos erkennt:

(…)To this end, we have been building new video matching technology that will be available to a subset of creators. This technology is tailored to our platform, and will allow these creators to identify matches of their videos on Facebook across Pages, profiles, groups, and geographies. Our matching tool will evaluate millions of video uploads quickly and accurately, and when matches are surfaced, publishers will be able to report them to us for removal. (…)

Facebook wird also in den nächsten Monaten ein neues System einführen, welches diese Verstöße besser erkennt und den Videoerstellern bessere Möglichkeiten gibt, diese Videos wieder zu entfernen oder den Uploader entsprechend zur Rechenschaft zu ziehen. Bisher mussten diese ihre Videos meist selbst finden und dann selbst melden, was sehr aufwendig ist und auch so gut wie unmöglich.

Eine weitere gute Nachricht ist, dass Facebook in Zukunft endlich die Uploader des Materials stärker in die Verantwortung zieht. Bisher war meist die einzige Konsequenz eines solchen Uploads, dass der Inhalt entfernt wurde. Wer öfters solche Copyright-Verstöße begeht, muss nun damit rechnen, von der Facebook-Plattform zu fliegen:

(…) and to keep repeat infringers off our service. (…)

Es wird für Seitenbetreiber also immer wichtiger, zu garantieren, dass sie die entsprechende Rechte an ihre Uploads besitzen. Das war und ist zwar schon immer ein Copyright-Verstoß, aber es sind in Zukunft eben mehr Konsequenzen zu erwarten.

Da Facebook das Problem sehr ernst nimmt, ist dies erst der Anfang. Facebook wird das Tool langfristig zu einem umfassenden Tool für das Video-Management auf Facebook ausbauen.

Das neue Tool wird Facebook bald mit einigen wenigen Partnern testen und dann weiter ausrollen:

(…) We will soon begin testing the beta version of this matching technology with a small group of partners, including media companies, multi-channel networks and individual video creators. Feedback from our partners is critical, and we’re eager to iterate and improve the system over the coming months. We also plan to make this technology available to more partners in the future, as well as to continue to build upon our already-existing tools. (…)

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