
Die neue Chronik ist immer noch das Thema auf Facebook und natürlich ist es sehr interessant zu sehen wie sich die visuelle Aufnahme zwischen dem alten und neuen Facebook Profil verändert hat. Bereits im Dezember wurde auf Mashable eine Eyetracking Studie veröffentlich welche die Facebook Timeline mit dem alten Profil vergleich. Bisher waren wir leider nicht dazu gekommen diese euch hier vorzustellen, dabei waren die Ergebnisse durchaus interessant:
- Das große Titelbild wird als erstes wahrgenommen. Eigentlich auch kein Wunder denn für das Timeline Cover gibt es eine Fülle an kreativen Gestaltungsmöglichkeiten.
- Profilbild ist immer noch wichtiger als das Titelbild. Auch wenn das Titelbild als erstes Wahrgenommen wird, verbringt der Nutzer immer noch mehr Zeit damit sich das Profilbild anzusehen. Da das Profilbild auch das Foto ist, welches überall sonst auf Facebook zu sehen ist, sollten die Nutzer also bei der Gestaltung dieses als wichtiger betrachten.
- Bessere Sichtbarkeit der Facebook Ads. Gute Nachricht für Facebook selbst, denn die Werbung wird besser wahrgenommen. Im alten Profil wurden die “Gesponserten Meldungen” nur von 43% der Nutzer bemerkt in der neuen Timeline sind es insgesamt 63%. Zeitlich besteht allerdings kein Unterschied denn die Nutzer betrachten in beiden Profilen die Werbung gleich lange.
- Mehr Aufmerksamkeit für die persönlichen Informationen. Durch das neue Design verbringen die Nutzer auch mehr Zeit damit sich die persönlichen Informationen wie den Wohnort, Arbeitsplatz oder auch Partner anzusehen.
Spannend sind diese Informationen besonders für die Planung eines zukünftigen Timeline Designs für Pages. So können die Werbetreibenden jetzt schon einmal überlegen, wo sie welche Informationen positionieren.
Mehr Details zu Studie und auch weitere Vergleiche gibt es natürlich bei Mashable.
Eine Vorabveröffentlichung einer neuen Studie zu Facebook Anzeigen und Anzeigenpreisen bringt neues interessantes Datenmaterial zum Vorschein. So hat TBG Digital 2,8 Milliarden Ad Impressions für eigene Kunden aus unterschiedlichen Sektoren ausgewertet und folgendes festgestellt:
- Facebook Anzeigen für Inhalte auf Facebook haben im Durchschnitt einen 29% niedrigeren CPC als Anzeigen für Inhalte außerhalb von Facebook. Also zum Beispiel die eigenen Webseite. Facebook “belohnt” damit jeden Werber, der den Nutzer auf der Plattform und damit im Facebook Kontext lässt.
Bei clickz.com liest man dazu:
When asked about rewarding advertisers for keeping traffic put, Facebook spokesperson Annie Ta suggested via email that what marketers end up paying is based on a set of nuances.
“We don’t discount the price of advertising if the landing page directs to something on Facebook,” she said, “but we do take various signals into account that help us determine the quality and pricing of ads.”
- Zudem hat die Studie die Branchen mit der höchsten Click Through Rate ermittelt: Einzelhändler und Nahrungsmittel. Deren Anzeigen wurden durchschnittlich 257% öfters angeklickt als die Anzeigen der “schlechtesten” Branchen: Immobilien und Regierungen.
Die gesamte Studie wird von der University of Cambridge begleitet und soll noch diesen Monat veröffentlicht werden. Eine ähnliche Studie von Anfang des Jahres kam noch zu andern Ergebnissen, was die erfolgreichsten Branchen angeht.
Hättet ihr auch Interesse an solchen Zahlen für Deutschland? Wie sind eure Erfahrungen mit den verschiedenen Branchen und Anzeigenpreisen?

Das Vertrauen in Facebook ist derzeit nicht gerade gut.
Wir wir auch schon auf Allfacebook.com veröffentlicht haben wurde von Netpop Research eine Studie veröffentlicht in welcher Nutzer über ihr Vertrauen in Facebook befragt wurden. Die Ergebnisse fallen für Facebook sehr negativ aus:
- 47% der Nutzer sind explizit verunsichert
- 38% der Nutzer sind weder sorglos noch verunsichert
- 15% der Nutzer sind beim Umgang mit Facebook explizit sorglos
Insgesamt kann man also sagen, dass 85% der Nutzer entweder verunsichert sind oder sich keine wirkliche Meinung darüber gemacht haben. Weitere Hightligts sind laut Netpop:
- 8 in 10 social media users feel “uneasy” or “ambivalent” about sharing personal information on social media sites
- 42% of social media users are “Uneasies” (concerned about privacy)
- 38% … are “Ambivalents” (uncertain about privacy)
- 20% … are “Laissez-Faires” (not concerned about privacy)
- Users with privacy concerns rate social sites significantly lower
- Facebook’s score drops over 100 points among those who distrust that site to use their information appropriately
Leider fehlt auf der Webseite von Netpop jegliche Aussage darüber, wie die Studie erfasst wurde. Wir vermuten, dass es sich um eine Umfrage in den USA gehandelt hat in welcher keine europäischen Nutzer befragt wurden. Wir haben Details bei Netpop angefragt und werden diesen Artikel aktualisieren sobald wir mehr wissen. Besonders in Deutschland wären diese Werte sehr interessant, da hier Facebook regelmäßig und medienwirksam wegen Datenschutzmängeln kritisiert wird.
Aus der Erfahrung heraus wissen wir leider, dass sehr vielen Nutzern der Unterschied zwischen einer Facebook App eines Unternehmens und Facebook als Plattform nicht klar ist. Für Unternehmen ist es deshalb wichtig bei der Nutzung von Facebook Apps genau darauf zu achten, welche Daten von Nutzern erfasst werden und welche nicht. Gerade bei der Angabe von Zahlungsmittel o.ä. sind Nutzer noch extrem vorsichtig.
Dubit, eine Kommunikationsagentur aus Leeds (GB), hat in einer Studie das Nutzungsverhalten von Location Based Services (LBS) bei britischen Jugendlichen zwischen 11 und 18 Jahren untersucht. Die Ergebnisse sind für das Facebook Marketing dabei ernüchternd:
- 48% der Jugendlichen haben noch nie von Places, Foursquare oder anderen LBS gehört
- 58% derer die schon von gehört haben, sehen den Sinn nicht.
- 45% der Jugendlichen die von gehört haben fühlen sich dabei nicht sicher
- 44% der Jugendlichen die von gehört haben kannten Facebook Places
- Nur 30% derer die von LBS gehört haben nutzen auch Facebook Places
- Die Hauptnutzungsmotive sind: Spaß (48%), Freunde sollen wissen wo man ist (45%) und Deals (14%)
Peter Robinson, Chef der Dubit Research Abteilung sagt dazu:
“Ultimately teens just don’t see the point of these offerings. Perhaps when Facebook’s Deals product gains momentum this will change things and young people may be driven by discounts but at the moment the brands who are using these platforms, and the platform owners need to be telling teens why they should be using them and how they can do so safely.”
Als Konsequenz daraus kann man nur ableiten, dass ein Marketing über LBS nicht auf die junge -unter 18 jährige- Zielgruppe abzielen sollte. Vielleicht waren die Anreize früherer Kampagnen aber auch nicht auf diese Zielgruppe gemünzt. Besonders “free coffee” Deals dürften an den Jugendlichen vorbei gehen.
Könnt ihr euch funktionierende Deals für diese Zielgruppe vorstellen? Wie sollten diese aussehen?
- Gastbeitrag von Stephan de Paly -
Der letzte Post auf der Wall war inhaltlich genau auf die Zielgruppe abgestimmt und dann das: Kein Kommentar, nur ein einziges verlorenes Like – und das kommt von der Frau des Chefs. Solch eine Situation haben wohl die meisten, die sich um eine Facebook Page kümmern, schon einmal erlebt. Auch hat nicht jede Seite die erforderlichen 10.000 Fans um Zugriff auf Post spezifische Insights-Daten zu erlangen. Das macht es schwierig eine zielführende Analyse der eigenen Posts durchzuführen und die Updates entsprechend anzupassen.
Zahlreiche Faktoren beeinflussen die gewünschte Effektivität eines Posts. Die Social Media Agentur vitrue hat nun Mitte September eine Studie veröffentlicht, die die Effektivität von Wallposts hinsichtlich ihres Medientypus und des Veröffentlichungszeitpunktes (Uhrzeit und Wochentag) untersucht. Grundlage der Analyse sind 32.000 Posts von 100 zufällig ausgewählten Pages mit insgesamt 42,6 Millionen Fans im Zeitraum von Mai bis August 2010. Da unterschiedliche Produkte und Dienstleistungen ihre entsprechenden konsumpsychologischen Eigenheiten haben, wurden 2 Produktarten, Verbrauchsgüter (Consumer Package Goods) und Schnellrestaurants (Quick Serve Restaurants) zufällig ausgesucht und gesondert analysiert. Als Maßstab für die Effektivität eines Posts wurde der Interaktionsgrad (Kommentare, Likes, Shares im Verhältnis zur Gesamtanzahl der Fans eines Streams) herangezogen.
1. Medientyp

Nach Medientyp (Quelle: Vitrue.com)
Die Studie ergab, dass Bilder im Vergleich das erfolgreichste Medium darstellen, gefolgt von Video und reinem Text. Angesichts der Glorifizierung von Videocontent in den vergangenen Monaten dürfte dieses Ergebnis für einige überraschend sein. Vitrue’s Begründung und meine eigenen Erfahrungen als Nutzer und „Publisher“ unterstützen diese Zahlen aber durchaus. Das Anschauen eines Videos fordert vom Nutzer einen vergleichsweise hohen Aufwand an Ressourcen (Zeit, Datenvolumen, oft auch Ton), der nicht immer den potentiellen Nutzen in den Augen des Nutzers rechtfertigt. Bilder hingegen sind optisch und kognitiv meist schnell zu erfassen und durch ihre komprimierte Einbindung auf Facebook auch resourcenschonender. In Anbetracht zunehmender mobiler Nutzung erwarte ich eine Verstärkung dieses Trends in den nächsten 2 Jahren. (weiterlesen …)