Timeline Rollout ist gestartet – in Neuseeland

Facebook hat gestern mit den offiziellen Timeline Roll-out begonnen. Allerdings nicht weltweit, sondern nur in einem recht kleinen Teil der Welt: Neuseeland.

Facebook dazu:

We announced Timeline in September and made it available to developers building apps on our platform. Since then, over a million people have signed up for the developer beta to access Timeline. The feedback we’ve received so far has been invaluable. Starting today, we are making Timeline more widely available as we measure speed and other types of performance. We’ll begin by making it available to people in New Zealand and then roll it out more broadly in the near future.

Bei TechCrunch wird vermutet, dass Neuseeland gewählt wurde, da es sich um eine relativ kleine und nicht so stark vernetzte Nutzergruppe handelt. Zudem vereinfacht die englische Sprache in Neuseeland die Bearbeitung uns Auswertung von Nutzerfeedback.

Wie bereits aus der Entwickler Beta-Phase bekannt, haben die Nutzer dort ebenfalls eine Woche Zeit ihr Profil zu kontrollieren und gegebenenfalls zu bereinigen beziehungsweise die Privatsphäre Einstellungen anzupassen. Nach dem Ablauf der Frist wird die Timeline automatisch für alle Nutzer sichtbar. Der Nutzer kann sich aber auch dazu entscheiden die Timeline früher für alle Nutzer freizugeben.

Wie man die auf der f8 vorgestellte Timeline Ansicht bereits jetzt in Deutschland als Entwickler aktivieren kann, hatten wir bereits vor einigen Wochen erklärt.

Wir sind nun gespannt, welche Märkte Facebook als nächstes mit der Timeline beglücken wird. Nach Neuseeland währe auf Grund der sehr ähnlichen Struktur zum Beispiel Australien eine gute Wahl.

Habt ihr die Timeline inzwischen für euch aktiviert?

Facebook Places sind nun (endlich) auch in Österreich verfügbar

Nachdem die Facebook Places nun schon seit einiger Zeit in Deutschland verfügbar sind und diesen Monat in Deutschland auch die Facebook Deals verfügbar waren zieht Facebook nun in Österreich nach. Ab heute können Nutzer dort die Places Funktionalität nutzen, somit lohnt es sich auch ab heute für Unternehmen die Funktion für sich zu nutzen. In Österreich ist Facebook weitaus besser verbreitet als in Deutschland und auch die mobilen Datentarife sind dort sehr attraktiv. Es dürfte also spannend werden wie sich der Markt dort entwickelt. Wir haben einige Beiträge für euch gesammelt.

Facebook Places allgemein:

Facebook Deals:

Wann die Deals für alle in Deutschland, Schweiz und Österreich für alle starten wissen wir leider nicht. Aber unsere Frage, freut ihr euch liebe Österreicher? Wir hoffen das ihr nicht auf alle neuen Features so lange warten müsst wie bei den Places.

Die Bahn auf Facebook – Das Interview

Die Bahn auf Facebook - Screenshot vom Kampagnenstart

Die Bahn auf Facebook - Screenshot vom Kampagnenstart

Immer wieder versuchen wir für unsere Leser spannende Interviewpartner und -themen aus der Facebook Welt zu finden. Heute haben wir einen besonderen Leckerbissen. Die Verantwortlichen für die Facebook Bahn Kampagne stellen sich unseren Fragen.

Guten Tag! Danke, dass Sie Zeit für unser Interview gefunden haben. Können Sie sich bitte kurz unseren Lesern vorstellen?
Daniel Backhaus: Ich arbeite bei der DB Vertrieb GmbH und kümmere mich um Social-Media-Themen rund um den Personenverkehr.

Thorben Meier: Ich bin Leiter der Strategischen Planung bei Ogilvy PR in Düsseldorf. Zu meinem Ressort gehört die Beschäftigung mit Social Media aus der Perspektive der Public Relations. Im Kern also die Frage, wie man digitale Meinungsbildner identifiziert und sie im Sinne der Unternehmenskommunikation erreicht. Intern nennen wir das inoffiziell den Outbound-Part.

Dr. Ulf Schmidt: Dann steht der Inbound-Part auf meiner Agenda. Ich bin Creative Strategist Social Web bei Ogilvy & Mather in Frankfurt und beschäftige mich mit Maßnahmen und Ideen, die Menschen an Marken, Unternehmen, Produkte und Services aus deren eigenem Interesse binden. Im Mittelpunkt stehen dabei vor allem Communities unterschiedlichster Art.

Wir haben Sie zu diesem Interview gebeten, da wir mit ihnen über die Chef-Ticket-Kampagne der Deutschen Bahn sprechen möchten. Wie kam es zu dieser Idee und Zusammenarbeit?
Schmidt: Am Anfang gab es die Idee, ein spezielles Ticket über einen limitierten Zeitraum und exklusiv über Facebook anzubieten. Damit sollte eine junge Zielgruppe für die Bahn erschlossen werden, die über andere Kanäle nur schwer bzw. sehr kostenintensiv erreicht werden kann. Wir hatten einen relevanten Mehrwert und eine echte Neuheit, mit der wir uns in die Community einbringen konnten.

Das Credo fast aller „Social Media Experten“ zu dieser Kampagne lautet: „Schlag ins Wasser. Die Bahn hat nicht kapiert, was soziale Netzwerke sind.“ Wir haben uns bei Facebookmarketing ein paar Gedanken hierzu gemacht, und auch wenn wir das Vorgehen nicht als unbedingt optimal betrachten, nachvollziehbar ist es schon. Fanpage eröffnen eine Woche vor dem Start des Verkaufs den Unmut der Kritiker verpuffen lassen und nur auf das Produkt / den Abverkauf konzentrieren. War das die Strategie?

Meier: Die Verteilung zwischen negativen und positiven Beiträgen auf den so genannten Expertenblogs ist insgesamt ausgeglichen. Es ist jedoch bemerkenswert, dass negative Berichte vor allem kurz nach Kampagnenstart erschienen. Derzeit überwiegen die positiven Berichte deutlich. Ich glaube übrigens, dass das Social Web oft viel zu theoretisch und doktrinisch betrachtet wird. Natürlich ist Dialog ein wichtiger Teil der Social Media, aber er ist bei weitem nicht der einzige Aspekt. Es geht auch um Dinge wie Relevanz sowie das Teilen von und der einfache Zugang zu interessanten Inhalten. Es besteht wohl kein Zweifel darüber, dass wir dies alles in hohem Maße in die Community getragen haben. Der Dialog, den wir auf der Seite geführt haben, hatte den Zweck, dieses Anliegen zu unterstützen. Wer Social Media mit dem Zwang zum unbegrenzten Dialog – ungeachtet von Zeit, Ort und Kontext – assoziiert, hat Social Media und einige elementarere Dinge der Kommunikation nicht verstanden.

Backhaus: Social Media bedeutete für uns auch, Kritik zu allen Themen zuzulassen und den Usern gut zuzuhören. Denn auch das Zuhören ist Teil eines guten Gesprächs. Dass wir uns bewusst nur zu bestimmten Fragen geäußert haben, wurde von den meisten Usern schnell erkannt und auch akzeptiert.

Schmidt: Wir haben es vor allem mit einer Frage der Kriterien zu tun. Auf einer Facebookseite die gesamte Debatte über Stuttgart 21 sowie allgemeine und sehr individuelle Erlebnisse mit der Bahn abhandeln zu wollen, ist eine Fehleinschätzung. Das geht weder auf dieser Plattform, noch mit den Menschen, die den Dialog führen. Wie soll denn ein Moderator zu Fragen Stellung nehmen, die selbst unter habilitierten Experten fernsehöffentlich umstritten sind? Oder zu Verspätungen vor drei Jahren? Gewisse Dinge ergeben einfach keinen Sinn. Sehr wohl sinnvoll ist aber, Fragen zum Ticket, zu Buchungsverfahren, Gültigkeiten usw. zu beantworten. Der Start eine Woche vor Verkaufsbeginn gab den schnell herbeigeeilten Kritikern und Experten die Chance, ihren Unmut loszuwerden.  Ab der zweiten Woche drehte sich die Stimmung auf der Seite erheblich ins Positive, und Sach- und Servicethemen bestimmten den Dialog. Und im Falle der verschwundenen Studentin Davina S. hatte die Bahn nach einigen aufgebrachten Postings sehr schnell reagiert und die gewünschte Plakatierung von Such-Plakaten am Bremer Bahnhof organisiert.

Nun könnte man dieses Vorgehen ja auf verschiedene Arten deuten: „Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert“, „Facebook? Egal welche Strategie, der Shitstorm kommt bei ‘der Bahn’ sowieso“ oder „Kenne die Regeln und breche diese bewusst“. Was war es bei Ihnen? Von allem etwas? (weiterlesen …)

Jetzt: Places geht in Deutschland und der Schweiz online

Es ist soweit, nachdem in der vergangen Woche bereits umfangreiche Ortslisten für Deutschland und die Schweiz eingepflegt wurden geht Facebook Places heute in diesen beiden Ländern online. Anderthalb Monate nach dem Start in Amerika ist nun also auch der deutsche Markt dran. Facebook bietet den Nutzern Places nicht nur als Tool zur Verortung, sondern auch als Marketingtool an.

Mit der Freischaltung des Dienstes hat Facebook nun auch den Prozess zum “claimen” eines Places implementiert. Dieser kann über den Link “Ist das dein Unternehmen?” in der Fußzeile jedes Places gestarte werden. Im Gegensatz zur amerikanischen Variante – hier wird ein Place über einen Telefonsystem geclaimt – gibt es in Deutschland zwei Alternativen:

  1. Freischaltung per Mailadresse: Hierbei muss eine Mail Adresse angegeben werden, deren Domainname sich auf den Namen des Ortes bezieht. Eine Siemens Filiale könnte also mit einer @siemens.de Adresse beansprucht werden.
  2. Freischaltung über Urkunden / Dokumente: Alternativ kann der Nutzer ein offizielles Dokument hochladen, welches Namen und Adresse des Ortes enthält. Facebook schlägt als Dokument eine Energieversorgungs- oder Telefonabrechnung vor.

Zudem hat Facebook eine eidesstattliche Erklärung angehängt, welche der Nutzer, unter Androhung strafrechtlicher Folgen bei Falschangaben, bestätigen muss. Update: Derzeit funktioniert die authentifizierung per Mail-Adresse bei uns noch nicht. Es wird trotz Angabe einer korrekten Adresse der Upload eines Dokumentes erwartet.

Update 2: Inzwischen ist auch die Pressemitteilung von Facebook Deutschland raus, die uns mit folgenden (bereits bekannten) Fakten versorgt:

Facebook Places hilft dabei

  • Freunden mitzuteilen, wo man sich gerade befindet,
  • zu erfahren, wenn Freunde in der Nähe eingecheckt haben und
  • neue Orte durch die Empfehlungen von Freunden zu entdecken.
  • Facebook Orte ist kein Ortungsdienst und Facebook erstellt keine Bewegungsprofile der Nutzer.
  • Sämtliche individuellen Privatsphäre-Einstelllungen stehen zur Verfügung, so dass genau eingestellt werden kann, welche Freunde generell die Angaben über Facebook-Orte sehen können.
  • Wenn Nutzer dies zulassen, können Freunde sie an einem Ort markieren, an dem sie auch selbst eingecheckt haben. Dies kann jederzeit in den Privatsphäre-Einstellungen wieder ausgestellt werden.
  • Grundsätzlich können die Nutzer entscheiden, ob sie für andere, am gleichen Ort eingecheckte Facebook-Nutzer, auf der Seite des Ortes im Feld „Personen, die jetzt hier sind“ sichtbar sein möchten.
  • Minderjährige sind besonders geschützt und können ihren Standort ausschließlich ihren eigenen Freunden anzeigen.  Dies gilt auch für Markierungen durch Freunde und die Seiten der Orte. Der Name von Minderjährigen ist ausschließlich für Freunde sichtbar.
  • Alle Einstellungen sind sowohl vom Rechner als auch vom Handy zugänglich.
  • Orte, die gegen die Nutzungsbedingungen von Facebook verstoßen, können vom Rechner oder mobil gemeldet werden.

Wir werden das neue Produkt mit all seinen Aspekten jetzt erst Mal ausführlich testen und wünschen auch euch viel Spaß bei den ersten Check-Ins. Erzählt uns doch kurz, welche Erfahrungen ihr mit gemacht habt.

Jetzt wird es Ernst: Pay with Facebook in den Startlöchern

Dieser Artikel erscheint heute zusätzlich auch als Gastbeitrag in der Online Ausgabe der t3n.

credits

Beispielhafte Facebook Credits Umsetzung

In den letzten Tagen mehren sich die Beiträge zum Thema “Pay with Facebook”, den zunächst plattforminternen Bezahlservice von Facebook. Die Entwicklungen deuten sich schon länger an. Zunächst startete Facebook mit der Einrichtung des Credits System im November 2008 um die Bezahlung von Virtual Gifts zu ermöglichen. Im Frühjahr 2009 konnten dann Firmen erstmals Sponsored Gifts über den Facebook Geschenkladen verkaufen. Seitdem entwickelte sich das Credits System in kleinen Schritten weiter und im dem Herbst 2009 konnte in vereinzelten Anwendungen schon das Credits System zum Kauf virtueller Güter getestet werden.

Am 18. Februar 2010 hat Facebook dann die Kooperation mit dem eBay Bezahldienst PayPal bekannt gegeben. Über diesen lassen sich in Zukunft sowohl Rechnungen für Facebook Ads als auch Facebook Credits bezahlen. Mit diesem Schachzug spart sich Facebook eine Menge administrativen Aufwand und kann auf ein bereits weltweit eingeführtes und etabliertes Bezahlsystem zurückgreifen. Auch intern sucht Facebook seit diesem Jahr nach Unterstützung des Facebook Payment Operations Team und hat einige Stellenausschreibungen offen. (weiterlesen …)

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