Facebook Datacenter Videos

Vor zwei Wochen haben wir hier über das neue Facebook Datacenter in Prineville, Oregon berichtet. Dieses gilt derzeit als das effektivste DataCenter auf unserem blauen Planeten. Es setzt dabei auf die Erkenntnisse des OpenCompute Projektes und kann so theoretisch von jedem nachgebaut werden.

Die Webseite Datacenterknowledge.com hat nun zwei beeindruckende Videos aus dem Inneren des Datacenters veröffentlicht, die nicht nur die gigantischen Ausmaße des Komplexes zeigen sondern auch einen guten Einblick in die Funktionsweise dieses DataCenters geben.

In den acht beziehungsweise zwölf Minuten langen Videos führt Facebooks Director of Datacenter Engineering Jay Park durch die einzelnen Abteilungen.

Das erste Video zeigt die Serverräume selbst:

Im zweiten Video geht es um die aufwändige Kühlung der Anlage:

Beeindruckend? Welchen Teil fandet ihr am spannendsten?

Facebook eröffnet erstes eigenes DataCenter in Prineville

Am 25. Januar 2010 haben wir erstmals über Facebooks Pläne berichtet ein eigenes DataCenter in Prineville, Oregon zu errichten und zu eröffnen. Seit dem konnte jeder auf der Datacenter Fanpage den Baufortschritt und die starke Verankerung des Unternehmens in der Kleinstadt Prineville mitverfolgen.

Facebook Prineville Data Center

Facebook Prineville Data Center

Dieses Wochenende, nicht einmal 1,5 Jahre nach dem ersten Spatenstich war es nun so weit: Das Prineville DataCenter wurde eröffnet und hat den Betrieb aufgenommen. Bis zum Ende des Jahres soll das komplette DataCenter in Betrieb gehen. Einen ersten Eindruck von der Einrichtung kann man sich in einem kleinen Photo-Album auf der Fanpage machen.

Facebook setzt in seinem ersten nicht gemieteten sondern eigenen DataCetnter auf die OpenCompute Technologie zur energieeffizienten Nutzung aller Komponenten des DataCenters. Gleichzeitig stellt Facebook alle Pläne für den DataCenter Bau und die verwendeten Rechner- und Kühlsysteme als OpenSource zur Verfügung, damit auch weitere Unternehmen von den Erkenntnissen des sozialen Netzwerks profitieren können. Facebooks neues DataCenter ist nicht nur nach eigenen Aussagen aktuell das energieeffizienteste auf der Welt.

Parallel baut Facebook schon am nächsten DataCenter in Rutherford County. Dieses soll im März 2012 ans Netz gehen und auch hier kann man den Fortschritt auf einer eigenen Fanpage verfolgen.

ImageCredits: ©2011 Alan Brandt info@alanbrandtphoto.com 541-815-8614

Video: Facebook Open Compute Project

Wir haben gerade schon über das neue Open Compute Project im Blog berichtet. Und bei Facebook gibt es bekanntlich keine Veröffentlichung ohne ein schönes Video. In dem 4,5 Minuten Clip stellt Facebook das Open Compute Project sehr allgemein verträglich vor:  (weiterlesen …)

Open Compute Project: Facebook veröffentlicht neues Projekt und macht die Daten vom Rechenzentrum und den Servern öffentlich

Meist erwartet man ein neues Produkt wie z.B. die neuen Pages oder Gruppen bei einer Facebook Pressekonferenz. Nicht so heute: Facebook überrascht wieder.
Facebook hat heute das “Open Compute Project” vorgestellt und veröffentlicht damit eigene neuen Wege für Rechenzentren und Server.
Das Projekt welches erst etwas mehr als ein Jahr alt ist, hatte das große Ziel ein effizientere Server Infrastruktur zu entwickeln welche gleichzeitig auch sehr wenig kostet. Wer hier auf die Größe von Facebook mit seinen 600 Millionen aktiven Nutzer schaut wird schnell erkennen, dass eine effizienteres System enorm Kosten sparen kann.
Dabei veröffentlicht Facebook nicht nur nettes Marketingmaterial sondern alles von den Servern bis hin zum Design des Primeville Datacenters. Alle Informationen finden sich auf der Homepage Opencompute.org.

Die offizielle Meldung von Facebook:

A small team of Facebook engineers spent the past two years tackling a big challenge: how to scale our computing infrastructure in the most efficient and economical way possible.

Working out of an electronics lab in the basement of our Palo Alto, California headquarters, the team designed our first data center from the ground up; a few months later we started building it in Prineville, Oregon. The project, which started out with three people, resulted in us building our own custom-designed servers, power supplies, server racks, and battery backup systems.

Because we started with a clean slate, we had total control over every part of the system, from the software to the servers to the data center. This meant we could:

Use a 480-volt electrical distribution system to reduce energy loss.
Remove anything in our servers that didn’t contribute to efficiency.
Reuse hot aisle air in winter to both heat the offices and the outside air flowing into the data center.
Eliminate the need for a central uninterruptible power supply.

The result is that our Prineville data center uses 38 percent less energy to do the same work as Facebook’s existing facilities, while costing 24 percent less.

Releasing Open Hardware

Inspired by the model of open source software, we want to share the innovations in our data center for the entire industry to use and improve upon. Today we’re also announcing the formation of the Open Compute Project, an industry-wide initiative to share specifications and best practices for creating the most energy efficient and economical data centers.

As a first step, we are publishing specifications and mechanical designs for the hardware used in our data center, including motherboards, power supply, server chassis, server rack, and battery cabinets. In addition, we’re sharing our data center electrical and mechanical construction specifications. This technology enabled the Prineville data center to achieve an initial power usage effectiveness (PUE) ratio of 1.07, compared with an average of 1.5 for our existing facilities.

Everyone has full access to these specifications, which are available at http://opencompute.org/. We want you to tell us where we didn’t get it right and suggest how we could improve. And opening the technology means the community will make advances that we wouldn’t have discovered if we had kept it secret.

Having efficient software and servers means we can support more people on Facebook and offer them new and real-time social experiences — such as the ability to see comments appear the instant they are written or see friends of friends appear dynamically as you search.

In developing the Open Compute Project we rethought our previous assumptions about infrastructure and efficiency in order to generate a better outcome. The result: energy-efficient technology saves money, both on capital and operational costs.

Starting the Dialogue

The ultimate goal of the Open Compute Project, however, is to spark a collaborative dialogue. We’re already talking with our peers about how we can work together on Open Compute Project technology. We want to recruit others to be part of this collaboration — and we invite you to join us in this mission to collectively develop the most efficient computing infrastructure possible.

Damit geht Facebook erneut den Weg von Google. Auch Google hat vor einigen Jahren eine eigene Server Infrastruktur vorgestellt. Damals mit Fokus auf Suchgeschwindigkeit und den Aufbau eigener InHouse Suchmaschinen für Unternehmen. Facebook schlägt den etwas anderen Weg ein: Effizient und Ökologie stehen jetzt im Vordergrund.

Fakten, Fakten, Fakten

Facebooks Verschwiegenheit, wenn es um konkretes Zahlenmaterial zur Facebook Plattform geht ist legendär. Wie bei alle großen Web 2.0 Anbietern, will man sich auch hier nicht zu tief in die Karten schauen lassen. Lediglich die neuesten Nutzerzahl Rekorde werden von Facebook regelmäßig veröffentlicht. Um so interessanter sind die folgenden Zahlen, geben Sie doch einen Anhaltspunkt, wie groß die bei Facebook bewegten Datenmengen sind.

In einem sehr interessanten TechTalk am Center for Networked Systems hat Jeff Rothschild (Vice President of Technology bei Facebook) nicht nur Einblicke in die Programmierung hinter Facebook gegeben, sondern auch die erwähnten Zahlen und Fakten präsentiert. Hier eine Auswahl:

  • Facebook liefert jede Sekunde 600.000 Bilder aus
  • Die Webseite läuft auf rund 30.000 Servern
  • Jeden Tag werden 1 Milliarde E-Mails von Facebook versendet
  • Pro Tag fallen 25 TB Logdaten an
  • 100 Millionen Suchanfragen werden täglich bearbeitet
  • Über 15.000 Webseiten nutzen Facebook Connect
  • Über 3,9 Billarden Feed-Aktionen werden jeden Tag verarbeitet

Die zu Grunde liegenden Server- und Softwarestrukturen sowie die nötigen Caching-Algorithmen beschreibt Rothschild auch für Laien verständlich in diesem Video. Wer es sich anschaut: es sieht nur aus wie von 1985, die Inhalte sind vom 8. Oktober 2009 :-) .

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