
Manche Themen kommen bei uns im Blog immer wieder auf. So hatten wir bereits im Sommer 2009 über eine PayPal Anwendung für Facebook berichtet, mit der es möglich war Geld von Freunden einzufordern. Seit dem ist viel Zeit vergangen und Facebook hat unter anderem mit den Facebook Credits begonnen eine eigenen Währung für Transaktionen einzuführen.
Unabhängig davon hat die eBay Tochter PayPal nun wieder eine neue App für Facebook entwickelt. Doch dieses Mal geht es nicht um das einfordern von Geld, sondern im Gegenzug um das Versenden von Geld. Gekoppelt mit der Möglichkeit eCard zum Geburtstag oder anderen Anlässen zu versenden wird daraus ein echter Business-Case.
Der Ablauf ist wie folgt:
- Anwendung starten
- Rechte für Freundesliste geben
- Freund auswählen und dessen Mail Adresse angeben
- PayPal stellt Grußkarte auf der Wall des Freundes und E-Mail zum weiteren Ablauf zu
- Der Empfänger kann das Geld in seinem Account annehmen
Wir sind von dieser Methode ein wenig enttäuscht. Mit einer tieferen Integration von Facebook wäre hier mehr möglich gewesen. Warum kann der Empfänger nicht einfach mit einem Klick auf die E-Card und seinem Facebook Login das Geld abrufen?

Der Facebook Senden Button in Aktion
Gerade erst ist der Like-Button ein Jahr alt geworden, schon bekommt er einen kleinen Bruder. Der neue Senden Button ist für alle Fälle bestimmt, in denen keinen Meldung im Newsstream des Nutzer erscheinen soll, sondern einfach nur eine Meldungen an einen oder mehrere Freunde gesendet werden soll. Über die Eingabe der Namen von Freunden oder Gruppen oder eine E-Mail Adresse kann der Empfängerkreis für einen geteilten Inhalt bestimmt werden. Nach der One-To-Many Kommunikation des Like-Buttons zieht damit eine One-To-One Kommunikation bei Facebook ein. Damit wird es Facebook noch besser möglich feste Beziehungen und gemeinsame Interessen unter Freunden zu erkennen und zu bedienen.
Mit dem Senden Button gibt es nun auch keine Notwendigkeit mehr den Share-Button einzusetzen, da der neue Senden Button dessen Funktionalität komplett abbildet.
Für die eigene Seite steht der Button als einfaches Social-Plugin zur Verfügung. Administratoren, welche die JavaScript API bereits installiert haben erzeugen den Button mit einem einfachen:
<fb:send href="example.com" font=""></fb:send>
Eine Webseite kann nun entweder den Like Button allein (alles wie bisher), oder den Senden Button (wie oben beschrieben) oder aber beide nebeneinander verwenden. Für beide Buttons muss der bisherige Like-Button mur um einen “send=true” Parameter erweitert werden.
Wir haben bei uns jetzt beide Buttons eingebunden, hätten es aber schöner gefunden, wenn beide Funktionen in einem Button hätten vereinigt werden können. Vorerst werden wir beide Buttons drin lassen und beobachten, wie sich dies für unsere Seite auswirkt. Dafür wird der Senden-Button bald auch in den Insights zu finden sein.
Wie findet ihr den neuen Button? Werdet ihr ihn bei euch einsetzen?
Von den Machern von TweetMic gibt es jetzt auch FaceMic, die Anwendung welche es von einem iPhone oder iTouch aus erlaubt Sprachnachrichten auf die eigene Wall oder die eines Freundes zu posten. Dabei ist keine Installation einer Anwendung im Facebookprofil des Empfängers nötig.
Für einfache Sprachmitteilungen scheint die Anwendung eher sinnlos, da man den Inhalt meist auch schriftlich hinterlassen kann. Interessant wird es aber in Bereichen in denen dies nicht geht. So kommt ein (gemeinsam) gesungenes Geburtstagsständchen sicher besser als ein gepostetes “Happy Birthday”. Ein anderer Anwendungsfall könnte ein Konzert sein, von dessen Qualität man alle zu Hause gebliebenen überzeugen möchte.
Auf iPhones können zudem mit der Kamera aufgenommene Bilder sowie die Geolocation des Senders mit übertragen werden.
Der Wehmutstropfen im Bezug auf Facebook Marketing: auf Public Profiles aka Pages kann dieses Programm (noch) nicht posten.

FaceMic kann im iTunes AppStore für 79 Cent erworben werden.