
Nach allem, was wir hier in den letzten Monaten und Jahren veröffentlich haben, sollten ihr -unser Leser- mitbekommen haben, dass es vor dem Start einer jeden Facebook Page und Kampagne existenziell ist die Ziele und Zielgruppen der Facebook Page detailiert herauszuarbeiten. Ziele, die am besten SMART gesetzt werden und ab sofort die Leitlinie für den gesamten Auftritt des Unternehmens und der Marke auf Facebook sind.
Aber was gehört alles dazu, zu einer Ausrichtung der Facebook Page auf ein Ziel? Diese Frage soll mit diesem zwei geteilten Artikel beantwortet werden. Denn es sind die vielen kleinen Tools und Stellschrauben, die richtig eingesetzt eine Facebook Page zum Erfolg führen können. Um eine gewisse Ordnung in diese Aufzählung zu bringen, habe ich die einzelnen Aspekte alphabetisch geordnet. In Teil 1 geht es also um alles von A wie Administratoren bis M wie Mitbewerber.
Die einzelnen Tools und Aspekte sind jeweils mit Fragen ausgeführt, die sich jeder Seitenbetreiber am besten vor dem Start der Seite beantworten sollte:
Administratoren: Wer erhält Admin Rechte für die Fanpage? Sind diese öffentlich sichtbar? Wie werden diese vorgestellt?
Anfang: Wann starte meine Fanpage? Mit welchen Inhalten und Posts wird die Seite im voraus befüllt?
Anwendungen: Welche Anwendungen braucht es auf der Fanpage? Braucht es überhaupt welche? Wer konzipiert diese? Wer setzt diese um? Welche Ressourcen werden gebunden?
Anzeigen: Sind Anzeigenkampagnen zielführend? Stimmt das Preis-Leistungsverhältnis? Gibt es einen gewünschten CTR? Wer gestaltet die Anzeigen und administriert diese? Wie werden die bezahlt? Ist der Kontakt zu Facebook Deutschland notwenig?
Community-Page: Gibt es bereits eine Community Page zum Thema? Was passiert dort? Kann die Seite übernommen werden?
Demographie: Wie sieht die erwünschte Demographie der Zielgruppe aus? (weiterlesen …)

Wie werden Facebook Pages in Zukunft aussehen? Welcher Auswirkungen haben die Änderungen der privaten Profile im Zuge der f8 eigentlich für Unternehmen? Ein Teil dieser Fragen haben wir schon in einem gesonderten Beitrag beschrieben. Die neuen Nutzerprofile, die visuell natürlich extrem zugelegt haben gingen uns nicht aus dem Kopf, weshalb wir einfach mal ein paar Mockups erstellt haben. Unser Opfer hier: McDonald´s. Nicht weil wir jetzt Werbung für Burger machen wollen, sondern weil es uns hier die Verwandlung besonders einfach erschien und zumindest McDonalds US auch die Parent-Child Struktur bei den Places besitzt.

MOCKUP! - Werden wir in Zukunft für Apps auf Facebook Pages fast die komplette breite nutzen können? Möglich wäre es. denn aktuell sind Unterseiten des privaten Profils so gestaltet. Hier im Beispiel haben wir nur einen Screenshot von McD eingebaut.
Wir möchten an dieser Stelle aber noch mal explizit darauf hinweisen, dass es sich bei allen Screenshots hier um unsere Bastelleistung handelt. Bis jetzt existiert keine offizielle Ankündigung das auch Pages das neue Design erhalten. In der Pressekonferenz auf der wir an der f8 teilgenommen haben, war Facebook hier sehr vorsichtig und hat nur zaghaft verlauten lassen, dass die Umstellung vielleicht auch Konsequenzen für Unternehmen haben wird. In der Vergangenheit richtete sich das Design der Pages allerdings immer an dem der privaten Profile aus.
Ein kleiner Überblick was wir uns alles vortsellen könnten, wenn wir die neuen Timelime Profile so ansehen:
Design: (weiterlesen …)

Der Stromanbieter TelDaFax wird aufgrund seiner strategischen Ausrichtung auf Facebook im Social Web kritisiert und der Fall macht vor allem auch auf Twitter und in Blogs die Runde. Auslöser dafür ist dieser Post auf Facebook:
(Freitag 14:00 Uhr) Leute, die Seite ist echt nicht der geeignete Platz für Beschwerden und Kundenanliegen. Wir möchten Euch unterhalten, informieren, auf verschiedene Themen aufmerksam machen und Eure Meinung zu diesen Themen hören. Kontaktmöglichkeiten für Kundenanliegen seht Ihr unter “Info”.
(Freitag 16:51 Uhr) Wir bitten Euch das zu respektieren …
Die Kritik daran ist einleuchtend: Wer auf Facebook einen neuen Kommunikationskanal eröffnet der sollte auch wissen wie man damit umgeht oder sich zumindest nicht vor dem Feedback der Nutzer verschränken. Die Strategie die sich TelDaFax hier überlegt hat geht wohl an den Bedürfnissen und Erwartungen vieler Kunden vorbei. Diese erwarten, wie von vielen andern Firmen, im Social Web allerdings nicht nur Infomation und Entertainment. Auch ehrliche und offene Kommunikation die sich nach ihnen und ihren Bedürfnissen ausrichtet spielt eine Rolle. Der BVDW schreibt z.B. in ihrem Social Media Leitfaden ganz passend:
Die Meinungen, Wünsche und Bedürfnisse Ihrer Zielgruppe helfen Ihnen sowohl bei der Planung Ihrer Social-Media-Kampagne als auch bei der Auswertung des Kampagnenerfolgs. Sie sind der Schlüssel für den Erfolg einer jeden Kommunikationskampagne.
Ein ähnliches Phänomen konnte man bei der Facebook Kampagne der Deutschen Bahn betrachten. Zwar wurden dort viele Tickets verkauft es gab allerdings auch sehr viel Kritik weil die Kampagne nicht dialogorientiert war.

Eine passende Frage stellt hier aber auch Oliver Gassner in den Kommentaren zum Post: Denn wer bestimmt eigentlich wie auf Facebook kommuniziert wird? Das Unternehmen als Sender oder der Kunde als Empfänger?
Die Frage stellt sich seit je her im Social Web und dem Kontrollverlust für Marken der damit verbunden ist. TelDaFax ist hier nur ein Fall. Eine kurze Webrecherche macht klar, dass es wohl noch andere Baustellen gibt. Auch manch andere Unternehmen tun sich mit der Kommunikation auf Facebook schwer und finden nicht die richtige Contenstrategie.
Was ist eure Meinung, welche Punkte sollten bei einer inhaltlichen Ausrichtung auf Facebook beachtet werden? Hier ein paar Ansätze:
- Die Kommunikation an den Kundenwünschen ausrichten
- Auf Feedback eingehen, auch wenn es nicht zur primären Kommunikationsstrategie gehört
- Wenn sich Feedback & Unternehmensinhalte zu sehr unterscheiden, Strategie überdenken
- Die richtige Anzahl an Posts für sich herausfinden (weniger ist manchmal mehr)
- Auf die Relevanz der Posts achten
- Im Vorfeld prüfen welche “Baustellen” im Unternehmen bestehen und welches Feedback somit auch ziemlich sicher auf Facebook aufschlagen wird
- Das Wording an die Zielgruppe ausrichten
- Bei zu breitem Themenspektrum vlt. verschiedene Pages auf Facebook in Erwägung ziehen und das Potential überprüfen
- …
Das waren jetzt ein paar spontane und sehr pragmatische Punkte die sich speziell auf die Kommunikation ausrichten. Abgesehen davon gibt es natürlich noch viele strategische Punkte. Vielleicht schaffen wir mit euch noch eine größere Liste, was es bei der Kommunikation zu beachten gibt?
Bilder: Bastografie / photocase.com
- Gastbeitrag von Thomas Schwenke und Sebastian Dramburg aus der Reihe “Rechtliche Stolperfallen beim Facebookmarketing” -

Dieser Teil der Artikelreihe trägt nicht umsonst die Nummer „13“. Denn ebenso wie mit dieser Zahl, werden auch mit dem Begriff „Haftung“ negative Konsequenzen verbunden. Haftung bedeutet für Fehler einzustehen und Schadensersatz-, Gerichts- oder Rechtsanwaltskosten zahlen zu müssen. Daher ist es von größter Wichtigkeit zu wissen für welche Fehler man haftet.
Die vorhergehenden Folgen zeigten bereits wann ein Haftungsfall durch Marketingmaßnahmen auf Facebook eintreten kann. In dieser Folge geht es darum wer für diese Fehler haftet. Denn nicht immer ist es der Verursacher, der für einen Fehler einstehen muss. Regelmäßig werden diejenigen, die eine Plattform für potentielle Rechtsverstöße bieten (zum Beispiel eine Facebook-Seite), lieber als die eigentlichen Verursacher in Haftung genommen. Denn sie sind einfacher zu ermitteln, in der Regel solventer und haften neben den Verursachern als „Mitstörer“ oder weil sie sich fremde Rechtsverstöße „zu eigen gemacht“ haben. Was hinter diesen Begriffen steckt und wer letztendlich wann haftet, erläutert der folgende Beitrag.

Unangenehm: Die Haftung äußert sich in Form einer Abmahnung
Rechtliche Bedingungen
- Nach § 7 Abs.1 Telemediengesetz (TMG) sind Anbieter für eigene Inhalte verantwortlich und haften nach §§ 7 Abs.2, § 10 (TMG) grundsätzlich nicht für andere Personen, es sei denn, sie beaufsichtigen oder weisen sie an, haben sich deren Verfehlungen zu eigen gemacht oder sie trotz Kenntnis nicht gelöscht.
(weiterlesen …)

Facebook Page Vh1 - Call To Action "Nur für Fans"
VH1 ist wirklich ein gutes Beispiel um mit dem ersten Best Practice Beispiel von Facebook Pages zu starten.
Zu Beginn noch ein paar Worte zu VH1. Der amerikanische TV Sender wurde 1985 gegründet mit dem Ziel den gleichen Erfolg von MTV in einer älteren Zielgruppe zu wiederholen. Nach einigen Strategieänderungen in der Sendergeschichte werden zur Zeit neben Musikvideos viele Reality Shows ausgestrahlt. (Mehr dazu im Wikipedia Artikel zu VH1).
Kurz zu den Hard Facts der VH1.Tv Page:
Adresse: facebook.com/VH1.tv
Fans: >100.000 Fans
Elemente in der Sidebar: Fans, Events, Photos, Favorite Pages
Von Facebook gelieferte Standardtabs: Info, Photos, Notes, Events, Discussion, Videos
Selbst entwickelte Tabs: Divas, Featured, Shows, FramedYou, SneakPeak, RSS/Blog
Andere Kanäle: Twitter (>21.000 Follower)
Als Medienunternehmen mit einer jungen Zielgruppen könnte es sich VH1 im Vergleich zu anderen Unternehmen auch einfacher machen ihre Facebook Präsenz zu betreiben und zu gestalten. Man merkt aber schnell das hinter diesem Profil wirklich einiges an Arbeitsaufwand steckt. Sowohl das Design als auch die Inhalte passen gut zu Facebook und in das Konzept des Profils. Einige Punkte die besonders positiv auffallen sind:
- Call-To-Action für Nutzer die keine Fans sind
Eyecatcher und Call-To-Action zugleich ist die große Aufforderung Fan der Facebook Page zu werden. Besonderer Trick dieser Variante ist dass die Aufforderung nur bei Nutzern gezeigt wird die noch kein Fan der Page sind, dem Nutzer wird so also zugleich noch ein Mehrwert versprochen. Ist der Nutzer einmal Fan der Page geworden wird der eigentliche Inhalt gezeigt und nicht nochmals der Call-To-Action.
(weiterlesen …)