
Wir hatten diese Woche schon über die neuen Features der Freundeslisten berichtet. Nun macht es Facebook mit einem Blogpost offiziell und zeigt noch mal die neuen Features im Detail auf. Die neuen Listen sollen es viel einfacher machen die Freundeslisten auf Facebook zu nutzen, und binden diese auch viel besser auf Facebook ein. Dies wiederum macht es für Nutzer einfacher die Sichtbarkeit der Inhalte besser zu kontrollieren. So wird gewährleistet, dass ein Post z.B. nur für die Familie oder auch nur für Arbeitskollegen sichtbar ist. Insgesamt also eine verbesserte Privatsphäre auf Facebook.
Die neuen Features haben wir teilweise schon im Detail im alten Blogpost beschrieben. Hier nochmals ein kurzer Überblick: (weiterlesen …)
In den vergangen Wochen hat Facebook sich das Thema Datenschutz erneut groß auf die Fahne geschrieben und netzwerkintern einige neue Funktionen zum Schutz der eigenen Daten und Privatsphäre eingefügt.
Eines davon ist besonders wichtig, für alle die sich über das ständige taggen auf Fotos und in Statusupdates anderer ärgern. Denn gerade hier droht eine der großen Facebook Missverständnisse, wenn der Chef plötzlich im Profil des Mitarbeiters sehen kann, dass dieser gar nicht krank war, sondern sich einen schönen Tag in der Sonne gemacht hat, etc.
Auf diese Funktionsweise der Markierungen kann der Nutzer nun Einfluss nehmen:
- Bei Facebook anmelden
- Auf Konto -> Privatsphäre gehen
- “Funktionsweise von Markierungen” bearbeiten
Daraufhin öffnet sich das folgende Pop-Up:

Markierungen bearbeiten
Neu sind die Punkte eins und zwei. Hier lässt sich die Überprüfung für Tags einschalten, (weiterlesen …)
- Gastbeitrag von Thomas Schwenke -

Der gegenwärtige Konflikt zwischen den Datenschutzbeauftragten und Facebook verunsichert die Nutzer. Die Androhung von maximal 50.000 Euro Bußgeld wiegt schwer. Auf der anderen Seite stehen erhebliche Investitionen von Zeit und Geld in Facebook-Fanseiten sowie die Unverzichtbarkeit des Like-Buttons im Social Media Marketing. Keiner möchte diese Werbemittel aufgeben, zugleich aber auch keine Bußgelder zahlen. Es herrscht also Verwirrung und Unsicherheit, denen dieser Beitrag abhelfen möchte.
Facebook & Datenschutz – eine lange Geschichte von Verstößen ohne Konsequenzen
Facebook kommt aus den USA und so ist es nicht verwunderlich, dass dem Unternehmen das Verständnis für das europäische Datenschutzrecht (das im Wesentlichen dem Deutschen entspricht) fehlt. Bei uns gelten im Wesentlichen drei Prinzipien:
- Personenbezogene Daten dürfen nur dann erhoben werden, wenn das Gesetz es erlaubt oder die betroffene Person über die Datenerhebung detailliert informiert wird und ihr ausdrücklich zustimmt.
- In einer Datenschutzerklärung muss über jede Erhebung, Nutzung und Weitergabe dieser Daten informiert werden.
- Nutzungsstatistiken dürfen nur pseudonym erhoben werden. Die Nutzer müssen der statistischen Erfassung widersprechen können.

Beim gestrigen Gespräch hat Facebook detaillierte Informationen zur Funktionweise des Like Buttons sowie des Nutzer-Loggings beschrieben. Dabei wurde auf die Punkte “Like Button”, “Facebook Pages” und “Europäische Datenschutzrichtlinie” eingegangen. Die wichtigsten Punkte haben wir für euch noch einmal zusammengefasst:
Like Button
- Wenn ein Nutzer oder Nicht-Nutzer eine Seite mit Like-Button besucht, erhält Facebook bestimmte Daten über diesen Besuch. Das ist Grundlage des Internets. (Anm. d. Red.: Ohne eine Empfänger IP Adresse kann kein Like Button ausgeliefert werden)
- Facebook zeichnet Informationen zu diesem Besuch auf. Dazu gehören: Datum, Zeit, URL und Browser. Diese Daten werden innerhalb von 90 Tagen wieder gelöscht. (weiterlesen …)
Die hier vorgestellte Neuerung gehört zu einer Serie von neuen Funktionen, die Facebook am 23.08. im Rahmen der LaunchingSeason vorgestellt hat. Diese sollen ab Ende der Woche an die Nutzer ausgerollt werden.

Profil anzeigen als ...
Unter den Änderungen, die Facebook in den nächsten Tagen und Wochen an die Nutzer ausrollen wird, finden sich auch ein paar Punkte zum persönlichen Profil:
- Inline-Kontrollmechanismen
Hinter dieser Wortkombination verbirgt sich die Möglichkeit direkt im persönlichen Profil die Sichtbarkeit für einzelne Informationen bestimmen zu können. Dies war bisher in den Privatsphäre Einstellungen “versteckt” und wird nun direkt bei den entsprechenden Informationen eingeblendet.
- Markierungen überprüfen
Über diese Möglichkeit Markierungen vor der Veröffentlichung zu überprüfen haben wir heute bereits in einem Artikel berichtet.
- Markierungen freigeben
Mit dem Roll-Out der neuen Funktionen wird es nun auch möglich sein, Markierungen fremder Personen auf den eigenen Bildern zu moderieren. Diese können also überprüft, und freigegeben oder abgelehnt werden
- Profil anzeigen als…
Diese Funktion existiert bei Facebook schon sehr lange, war aber immer gut versteckt. Google+ hat mit der prominenten Platzierung dieser Funktion im Nutzerprofil versucht neue Nutzer anzulocken. Nun zieht Facebook nach und verlagert den entsprechenden Button auch direkt ins Profil.
Wir fragen uns: wird Facebook durch diese Änderungen komplizierter? Wird es einfacher? Und wird der Schutz der Privatsphäre hierdurch verbessert?