Neuer Dialog zur Rechtefreigabe bietet Nutzern mehr Optionen zum Schutz der Privatsphäre

Am Freitag hat Facebook weitere Änderungen an der Plattform angekündigt, die in erster Linie Entwickler betreffen, aber auch auf das User Interface und die User Experience Einfluss haben. Speziell geht es um den Authentifizierungs- und Permissions-Dialog.

Was das für den Nutzer bedeutet:

Mit der Einführung der neuen Facebook Timeline im persönlichen Profil wird es auch neue Elemente in dieser Timeline geben. Diese Mini-Apps sammeln Informationen aus externen Anwendungen und stellen diese zusammengefasst in der Timeline dar.

Hierzu wird es demnächst bei allen Anwendungen einen neuen Dialog geben, der den Nutzer um die Freigabe seiner Daten bittet:

Neuer Dialog zur Datenfreigabe

Neuer Dialog zur Datenfreigabe

Hier erfährt der Nutzer nun übersichtlicher und mit weiteren Informationen versehen, auf welche Daten die Anwendung zugreifen möchte und was der Sinn der Anwendung ist.

Möchte eine Anwendung die eigenen Daten nun in der Facebook Timeline hinterlassen, so gibt es auch hierfür einen leicht veränderten Dialog. Dieser zeigt auf der linken Seite eine Beschreibung der Informationen, die in der Timeline veröffentlicht werden und auf der linken Seite eine visuelle Vorschau eben dieser Veröffentlichung:  (weiterlesen …)

Facebook führt (wahrscheinlich) Approval Prozess für Anwendungen ein

In einem Interview mit unserem Schwesterblog insidefacebook sind nun neue Informationen rund um den neuen OpenGraph bekannt geworden. Diese lassen teilweise Erinnerungen an das Apple Ökosystem aufkommen.

Der neue OpenGraph wurde bei der f8 in SanFrancisco vorgestellt und unterscheidet sich vom bisherigen OpenGraph darin, dass man Gegenstände in Zukunft nicht nur “liken” kann sondern zum beispiel auch “lesen”, “essen”, “kochen”, “angeln”, … Es kann also fast jedes Verb als Verbindung zwischen dem Nutzer und einem Gegenstand gewählt werden.

Die Eckpunkte:

  • Facebook wird alle Anwendungen, die auf den neuen OpenGraph zugreifen wollen von Hand überprüfen und erst dann freigeben.
  • Bestimmte Verben sind nicht erlaubt: dislike, hates, fucked, …
  • Es wird keine “clowny”-Apps geben, die keinen Mehrwert bieten und die Gefahr von Spam bergen
  • Vorerst wird es also auch keine API für das erstellen von eigenen Verben geben
  • Es ist aber zu erwarten das sehr schnell ein nützlicher und großer Pool an freigegeben Verben existieren wird
  • Anwendungen die Nutzer installieren aber nicht mehr nutzen werden in der persönlichen Timeline ausgeblendet
  • Anwendungen die mehr posten als andere werden in der Darstellung nicht bevorzugt
Gerade der erste Punkt dürfte vielen Entwicklern im Magen liegen. Denn er bedeutet, dass man im Projektplan unter Umständen lange Wartezeiten einplanen muss, wenn man eine Anwendungsfreigabe benötigt. Ad-Hoc Anwendungen wären kaum noch möglich. Auch ist abzuwarten, wie Facebook vorgeht, wenn tausende Blogbetreiber ihre Webseite für den OpenGraph freischalten lassen wollen. Hier ist seitens Facebook sehr viel Manpower gefragt.
Facebook unterscheidet den neuen Prozess zum freischalten von Apps deutlich von den klassischen Apps. Diese wurden bisher alle zugelassen und bei Bedarf voll- oder halbautomatisch gesperrt.
Wie findet ihr diese Ankündigungen? Plus für die Qualitätssicherung oder Minus für die Flexibilität und Kreativität?

f8 2011 – Was bedeuten die Ankündigungen für Unternehmen

Die neuen Timeline-Profile sowie neue OpenGraph Elemente wurden auf der f8 vorgestellt und viele Unternehmen fragen sich nun zurecht, welche Auswirkung diese Ankündigungen auf das eigene Geschäft haben. Generell muss man diese Frage in den Bereichen “Facebook Ads”, “Facebook Pages” und “Facebook Anwendungen” unterschiedlich beantworten. Auf der f8 Pressekonferenz meinte Zuckerberg selbst, dass bisher noch keine konkreten Planungen bestehen und nicht geklärt ist, ob und wie die Timeline überhaupt für Pages realisiert wird. Ein paar Änderungen zum Thema Facebook Ads werden laut Facebook selbst auf dem AdWeek Panel in den nächsten Wochen bekannt geben. Lediglich die Änderungen für die Facebook Apps sind offensichtlich.

Wir wollen euch einmal kurz aufgeschlüsselt erläutern, wo und wie sich etwas verändern wird:

1. Facebook Ads

  • Auf den neuen Profilen werden derzeit anstatt vier Anzeigen nur noch ein bis zwei Anzeigen angezeigt.
  • Die Anzeigen in den neuen Profilen werden immer angezeigt und scrollen mit, was eine höhere Sichtbarkeit zur Folge hat
  • Weniger Anzeigen und bessere Position dürfte sich wohl auch auf die Preise auswirken (weiterlesen …)

Neu: Medienvorschau jetzt auch in Kommentaren

Quelle: Facebook

Quelle: Facebook

Heute Nacht hat Facebook eine Funktion frei geschaltet, die nicht nur Seitenadministratoren sondern alle Nutzer betrifft: Die Medieneinbettung und -vorschau in Kommentaren. Die Funktion wird scheinbar nicht langsam ausgerollt sondern steht sofort allen Nutzern zur Verfügung.

Konkret bedeutet das:

  • Links werden mit einer Vorschau aus dem OpenGraph versehen
  • Links zu Profilen in Facebook werden mit Bild, Namen und Hochschul-/ Arbeitgeberinformationen versehen
  • Photos werden als Thumnail eingebunden
  • Videos erhalten eine Videovorschau

Wenn man die Einbettung im eigenen Kommentar nicht mag, so kann man diese mit einem Link auf “Vorschau entfernen” wieder verbannen. Die Einbettung erfolgt bei diesem neuen Format vorerst nicht “direkt”, wie bei einem Statusupdate, sondern erst nachdem man den Kommentar abgesendet hat.

Diese Neuerung unterstreicht einmal mehr, wie wichtig es ist die eigenen Seite für den OpenGraph zu optimieren. Denn genau diese Daten und Informationen finden bei einer Einbettung hier ihre Anwendung.

Wie findet ihr die Neuerung? Ist eure Seite schon mit OpenGraph Tags angereichert?

Der URL Linter: Webseite bei Facebook “anmelden” oder neu indizieren

Bei Google kennt man das Problem: Wie erzähle ich Google von meiner Webseite, damit diese (richtig) in den Index aufgenommen wird?

Bei Facebook gibt es dazu eine Lösung: Der URL Linter

Der URL Linter ist eine direkte Schnittstelle zu Facebook. Er erfüllt zwei bzw. drei Funktionen:

  1. Er liefert Feedback zu Facebooks Interpretation einer URL.
    Also: Wie sieht Facebook meine Webseite und warum?
  2. Startet eine Neuindezierung für das entsprechende OpenGraph Objekt. Wenn ihr z.B. mit Bildern die im Facebook Cache liegen zu kämpfen habt.
  3. Ein kleines Feature:
    Am Seitenende des URL Linters stellt Facebook den Quelltext für den Like Button der entsprechenden Seite zur Verfügung

Das Feedback von Facebook ist besonders dann interessant, wenn eine Seite im Newsstream nicht so dargestellt wird, wie der Webseitenbetreiber es erwartet. Im Screenshot sieht man zum Beispiel, das für unsere Seite eines unserer Werbebanner als Default-Image ausgewertet wird. Eine Sache, nach der wir mal schauen sollten. Facebook beschreibt im Linter wo welche Daten extrahiert werden. Hier können also einige Paramter überprüft werden, die der Seitenbetreiber beeinflussen kann. Welche Möglichkeiten der Optimierung es gibt, haben wir im Dezember 2009 schon einmal kurz behandelt.

Die Neuindezierung ist immer dann wichtig, wenn sich auf der Webseite etwas geändert hat und diese Änderung auch auf Facebook bei einem neuen Like sichtbar sein soll. Da Facebook für jedes Objekt ein Abbild in der eigenen Datenbank vorhält müssen die hinterlegten Datensätze aktualisiert werden. Alternativ zum URL-Linter kann dieses Update auch durch einen Like eines Administrators durchgeführt werden Dazu muss der entsprechende Admin in den OpenGraph Meta Informationen hinterlegt werden.

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