
Eminem hat fast 46 Millionen Fans (Statistiken) auf Facebook, Rihanna hat 43 Millionen Fans (Statistiken), Lady Gaga hat 42 Millionen Fans (Statistiken), Shakira hat 39 Millionen Fans (Statistiken) und Justin Biber bald 35 Millionen Fans (Statistiken). Von solchen Zahlen können viele Unternehmen nur Träumen. Mit ihrer Musik begeistern sie Millionen und mit ihrem sehr emotionalen Thema fällt es ihnen leicht unglaublich viele Fans zu generieren. Unser Gastautor René Pickhardt will für uns dieses Thema gleich in mehreren Beiträgen aufbereiten und zeigen wie auch die weniger bekannten Künstler auf Facebook erfolgreich sein können. Dabei spricht er nicht nur die Vorteile von Facebook an sondern greift auch ein paar Gefahren auf.
Teil 1 - Facebook-Marketing für Musiker: “Auf dem Weg vom (passiven) Verkünder zum (inter)aktiven Entertainer“

- Gastbeitrag von René Pickhardt -
Die Zusammenarbeit mit einem Plattenlabel ist zwar immer noch essentiell für eine Band. Durch den Zusammenbruch der Tonträgerindustrie sehen sich die Plattenlabels jedoch gezwungen Kosten zu sparen. Hierdurch wird die Promoarbeit für viele Bands minimiert. Die meisten Bands sind hierdurch im Online Marketing oft auf sich alleine gestellt. Während MySpace noch vor zwei bis drei Jahren der Ort für Musiker und Fans im Internet war, ist es nun Facebook.

Doch wie ist Facebook von Musikern zu nutzen? Die folgende Artikelserie wird diese Frage beantworten und soll Musikern, aber auch Mitarbeitern von Plattenlabels oder Bandmanagern helfen, ihre Aktivitäten auf Facebook besser und effektiver zu gestalten.
Obwohl Facebook zur Zeit sicherlich eine der beliebtesten Promoplattformen für Bands ist und jeder Musiker auf Facebook aktiv sein sollte, wird bereits an dieser Stelle ausdrücklich davor gewarnt alles auf eine Karte zu setzen. Musiker haben schmerzlich erlebt, dass soziale Netzwerke wie MySpace oder StudiVZ binnen kurzer Zeit uninteressanter werden und neue Plattformen extrem wachsen. Verliert ein Netzwerk an Nutzern, so verliert der Künstler auch automatisch den wichtigen Kontakt zu seinen Fans. Unbeeindruckt von solchen Trends bleibt natürlich die eigene Homepage welche als wichtigstes Instrument im Online Marketing für Musiker nicht vergessen werden sollte.

Der größte Vorteil von Facebook:
Informationen können sich auf Facebook schnell und viral verbreiten.
Dadurch wird es zu einem sehr nützlichen Tool, um sich nah am Fan zu präsentieren und Customer Relation Management zu betreiben. Die größte deutschen Heavy Metal Band Blind Guardian konnte innerhalb von ca. einem Jahr durch nichts anderes als kontinuierliches Posten von Statusupdates 250’000 Fans an ihr Facebookprofil binden. Obwohl man davon ausgehen kann, dass es sich hierbei größtenteils um bereits bestehende Fans gehandelt hat, muss man feststellen, dass es in Zeiten vor Facebook deutlich komplizierter, wenn nicht gar unmöglich, war den Kontakt zu den bestehenden Fans herzustellen. Der Grund hierfür durfte neben den großen Verweildauern der Benutzer in sozialen Netzwerken vor allem in dem – zum Teil automatischen – Teilen von Informationen mit den Facebook Freunden zu sehen sein.
>> Um aus Facebook Vorteile zu ziehen ist es nötig umzudenken.
Früher war es vor allem in der Musikindustrie hip, Sachen geheim zu halten oder rar zu machen und nur allerbeste Qualität zu veröffentlichen. Bei der Bandpromo auf Facebook – genau wie in vielen anderen Bereichen des Internets – ist hingehen eine lockere Herangehensweise wichtig. Nutzer besitzen auf Facebook private Profile und kommunizeren privat mit Freunden. Musiker und Künstler haben im Vergleich zu Unternehmen den Vorteil, dass sie viel besser in dieses Umfeld eindringen können. Deshalb hilft es Beispielsweise schon abgesehen von professionellen Promofotos auch Schnappschüsse aus dem Bandleben oder einen kurzen – ungemasterten Audiosnippet aus dem Studio zu veröffentlichen. Diese Attitude zeigt bereits, dass der Musiker in seiner Facebookpräsenz vom (passiven) “Verkünder” zum (inter)aktiven Entertainer wird. Bei der Auswahl der Inhalte mag einem die Antwort auf folgende Frage als Faustregel dienen: (weiterlesen …)