Facebook und das liebe Geld

Mit knapp 500 Mio. Nutzern von allen Kontinenten und aus einer Vielzahl von Ländern hat es Facebook als Social-Network besonders schwer eine skalierbare Bezahlmöglichkeit für alle Nutzer anzubieten. Deshalb hat sich facebook bereits im Februar dazu entschlossen statt eigene Kompetenzen und Ressourcen in diesem Gebiet aufzubauen beziehungsweise einzubringen auf einen externen Spezialisten zu setzen, der dies Aufgabe übernimmt: PayPal.
Diese Kooperation zeigt nun erste Früchte. So ist es seit wenigen Tagen möglich die Kosten für Facebook Werbeanzeigen komplett über den Bezahldienst abzuwickeln. Dabei profitieren nicht nur Facebook und PayPal sondern auch die Nutzer, die bisher keine der notwendigen Kreditkarten zur Zahlung zur Verfügung hatten.
Aber auch an der Einführung einer eigenen virtuellen Währung namens Facebooks Credits arbeitet Facebook fleißig weiter. Bei diesem System erwerben die Nutzer zu einem von Facebook festgelegten Wechselkurs virtuelle Münzen gegen echtes Geld. Bezahlt wird auch hier mit PayPal oder Kreditkarte. Setz ein Nutzer diese Credits in einer Facebook Anwendung ein, so erhält der Anwendungsbetreiber 70% des Umsatzes ausgezahlt. Die restlichen 30% bleiben bei Facebook. Trotz dieses hohen Anteils, den Facebook für sich behält scheinen Credits für Anwnedungsbetreiber und Entwickler attraktiv zu sein. So wurde vorgestern eine auf fünf Jahre ausgelegte Kooperation mit dem Social Games Hersteller Crowdstar bekannt. Dieser wird die Facebook Credits als einziges Zahlungsmittel in seinen Online-Spielen einführen. Nach dem Deal mit Zynga ist dies bereits die zweite langfristige Kooperation die Facebook in diesem Bereich eingeht. Ein weiteres Indiz dafür, dass die 360 Grad Unterhaltungsstrategie von Facebook weiter ausgebaut werden soll.














