Facebook-Metric “sprechen darüber” per API freigeschaltet

- Gastbeitrag von  Sebastian Pertsch -

Erst Anfang Oktober führte Facebook mit “unterhalten sich darüber” eine neue Metric ein, die zum einen für große Aufmerksamkeit, auf der anderen Seite für eine gewisse Ernüchterung sorgte. Dass die reinen Fanzahlen nur eine Seite der Medaille sind, schrieb ich bereits im Mai im Artikel “Vom Mythos der Fanzahlen“. Jeder, der sich genauer mit der SocialMedia-Analyse beschäftigt, wird wissen, dass die Fanzahlen nur bedingt etwas über die Qualitäten aussagen. Es sind rein quantitative Werte, die einer genaueren Untersuchung bedürfen. Und so gibt es zahllose SocialMedia-Dienstleister im Internet, die genau diese Lücke schließen wollen. Der häufigste Ansatz: die Interaktionen seitens der Facebook-Fans. Dabei stehen zwei Probleme im Vordergrund: Über die API können nicht alle Werte ermittelt werden (z.B. die allermeisten Insights). Zum anderen ist die Entwicklung eines Facebook-Quotienten zugleich auch die schwierigste Angelegenheit überhaupt, da sie niemals jedem gerecht werden kann.

Der von Facebook eingeführte Wert “sprechen darüber” (früher “unterhalten sich darüber”, im Englischen: “People talking about this”) sorgte gerade deshalb für Ernüchterung, da er nicht über die API-Schnittstelle öffentlich abrufbar war. Als Facebook-Admin können Sie zwar diesen und noch ausführlichere Werte über die neuen Insights einsehen: Nicht nur der ermittelte Zeitraum, sondern auch demografische Aspekte können konkretisiert werden. Aber die neue Metric konnte nicht von fremden Facebook-Seiten abgerufen werden. Bei der Ankündigung Anfang Oktober im Facebook-Blog fragte sich ein privater Entwickler: “FB shows People talking about this metric for PUBLIC on every page, why do FB hide that data (counter) within PRIVATE Insights?” Wieso wird also dieser Wert auf jeder Facebook-Seite öffentlich angezeigt, aber der API-Zugriff nur über die eigenen Insights für die eigenen Facebook-Seiten ermöglicht?  (weiterlesen …)

Facebook anonymisiert Fans komplett – Update

Facebook ist bei der Anonymisierung der Fans einer Page nun noch einen Schritt weiter gegangen. Seit heute haben Page Betreiber keinen zentralen Zugriff mehr auf die Profile der Pagefans.

Update 2: Wie wir von Annette Schwindt gerade erfahren haben, gibt es nun in den Page Insights einen kleinen Link “See Likes”, der das gewünschte Pop-Up auch wieder hervorzaubert.

Bisher war es so, dass ein Administrator auf der betreuten Page unter der Like Zahl den “gefällt das” Link anklicken konnten. Daraufhin öffnete sich ein Pop-Up in dem nicht nur die letzten 500 neuen Fans, sondern auch blockierte Fans und Administratoren sowie Liebingsseiten angezeigt wurden.

Entgegen jeder Rechtssprechung hatte der Administrator auf diesem Wege die Möglichkeit einzelne Personen direkt anzuschreiben. Zudem konnten die Fans zu Administratoren der Seite erklärt werden. Dies ist nun vorbei: Wenn man jetzt den Link anklickt wird man zur aggregierten Fanpage Demographie in den Insights weitergeleitet. Die Namen und Profile der Fans sind auf diesem Wege nicht mehr zugänglich.

Selbst den ehrlichen Facebook Administrator, der auf diesem Wege keine Kaltakquise durchführen wollte steht nun aber vor einem Problem:

  1. Fans können nur noch zu Administratoren gemacht werden, wenn man mit diesen auch befreundet ist
  2. Geblockte Nutzer können nicht wieder zur Seite zugelassen werden
Beide Fälle sind im Tagesgeschäft nicht gerade selten und wir sind gespannt, ob Facebook hier eine Alternative anbieten wird.

Mit dieser Aktion legt Facebook aber auch all jenen das Handwerk, die Gewinnspiel veranstalten, bei denen die neuesten Fans, oder der 1000. Fan einer Page etwas gewinnen können. Ab sofort ist es nicht mehr möglich diese Personen zu ermitteln.

Update: Die Änderung ist nur für Nutzer sichtbar welche bereits die neuen Facebook Insights nutzen. Unsere schlauen Leser haben einen Weg gefunden, wie man das alte Pop-Up noch erreicht: Wenn man als Page angemeldet ist, kann man über die “neue Freunde”-Benachrichtigung oben im Menü auf “alle anzeigen” gehen. Dann öffnet sich die Liste wieder. Wie lange das aber so bleibt, wissen wir nicht.

Update 2: Wie wir von Annette Schwindt gerade erfahren haben, gibt es nun in den Page Insights einen kleinen Link “See Likes”, der das gewünschte Pop-Up auch wieder hervorzaubert.

Wie sieht es bei euch aus? Braucht ihr Zugriff auf die Fanprofile? Wenn ja, wozu?

34.000 Fanpages im Vergleich – Grenzwert für Interaktionsrate entdeckt

Zusammen mit den Kollegen von den AllFacebook Stats können wir euch heute eine besondere Analyse präsentieren.

Die Fragestellung lautetet: Wie hoch ist die durchschnittliche Interaktionsrate einer Fanpage?

Da ja bereits bekannt ist, dass diese Interaktionsrate als Quotient von Interaktionen und Fanzahl stark von der Größe der Fanpage abhängt, wollten wir die Analyse also für verschiedene Fanpage Größen.

Zuerst einmal die absoluten Zahlen:

Likes und Interakrtionen per Admin Post

Likes und Interakrtionen per Admin Post

Die X-Achse zeigt hier die Kategorien, welche wir an Hand der Fanpage Größe gebildtet haben. In Y-Richtung sind die Interaktionen aufgetragen. Allein 1300 Kommenatre bei einer Seite mit über 10 Millionen Fans lassen erkennen, dass hier ein einfaches Social Media Team schnell an die eigenen Grenzen stößt.  (weiterlesen …)

Irgendwie charmant: Obermutten GR in Facebook

Obermuttens Fans am Anschlagkastle

Obermuttens Fans am Anschlagkastle

Durch unseren Leser Alexander Wunschel sind wir auf die Fanpage der Gemeinde Obermutten gekommen. Diese kleine Schweizer Gemeinde mit gerade einmal 80 Einwohnern hat inzwischen über 1300 Fans. Das an sich ist schon ein großer Erfolg, aber noch spannender wird es, wenn man sich die Rahmenbedingungen und die selbst erdachte Kampagne zur Gewinnung von Fans anschaut.

  • Obermutten ist erst seit 4 Tagen bei Facebook
  • Im Moment steht die Seite bei 1379 Fans
  • In vier Tagen wurden über 30 Statusmeldungen vom Administrator abgesetzt
  • Darunter sechs Videos!

Die Idee zur Fangenerierung ist einfach wie gut. Das Profil jedes neuen Fans wird aus Facebook ausgedruck (sic!) und an die Gemeindepinnwand “Anschlagkaschtle” gehängt. Vorgetragen wurde die Idee vom Ortvorstand selbst in wunderbarstem Schweizer Dialekt (must see Video).

Update: Wir haben das Video jetzt auch für euch hier eingefügt:

Das alleine reicht aber nicht. Die Geschichte geht noch weiter: (weiterlesen …)

Interview mit Notebooksbilliger.de

notebooksbilliger.de Fanpage

notebooksbilliger.de Fanpage

Der im ersten Anlauf gescheiterte Verkauf von HP Touchpads auf der Facebook Seite von Notebooksbilliger.de hat Anfang des Monats die Gemüter so mancher Social-Media Experten berührt. Wir haben diesen Fall zum Anlass genommen mit dem Social-Media Team hinter der Notebooksbilliger Fanpage ein Interview zu führen:

Hallo ihr drei, könnt ihr das Unternehmen notebooksbilliger.de und euch kurz vorstellen?

notebooksbilliger.de ist seit knapp 10 Jahren am Markt und hat sich mit seinem Kernsortiment zum umsatzstärksten Online-Spezialist im Bereich Consumer Electronics und einem der 10 umsatzstärksten Online-Shops in Deutschland überhaupt entwickelt. Wir sind mit ca. 300 Mitarbeitern an sechs Standorten in Deutschland (Berlin, Potsdam, Sarstedt, Karlsruhe, Stuttgart und München) vertreten und haben seit ein paar Tagen ca. 130.000 FB Fans ;)

Unser Social Media Team ist mit Carsten (Blog, FB), Cihan (Community, FB) und Hannes + Raimund (Forum) als sehr wichtiger Teil der Marketing & Kommunikation (Uli) von notebooksbilliger.de gut aufgestellt.

Der “Fall notebooksbilliger.de” ging durch so ziemlich jeden Technik Blog in Deutschland. Erzählt ihr noch einmal was euch Anfang September passiert ist?

Wir sind Anfang September in glücklichen Lage gewesen, von den erst verschmähten und dann heiß begehrten HP Touchpads (32 GB) 1.300 Stück ins Lager bekommen zu haben. Unser erster Gedanke war, sie unter unseren FB Freunden für 129 Euro zu verkaufen. Wir wollten das bewusst nicht im Shop unter notebooksbilliger.de machen, die Erfahrungen anderer Shops und HP zeigte ja, dass mit hohem Aufkommen und Verfügbarkeitsengpässen bis hin zu Downtimes zu rechnen ist.

Nach unseren Ankündigungen für den Start am Dienstag Morgen hatten die FB-Shop Server bei unserem Partner ondango ab dem sehr frühen Morgen eine so hohe Last, dass wir den Shop nicht einmal starten konnten. Als sich im Laufe des Morgens zeigte, dass die Lastspitze nicht abflaut, haben wir auf den Plan B geschwenkt, die Kauf-Option zu verlosen.

Viele Stimmen können nicht so recht glauben, dass diese Entwicklung “nicht vorhersehbar” war. Wie könnt ihr dem Vorwurf eines “gut gemachten PR-Coup” entkräften? 

(weiterlesen …)

WebMediaBrands
Mediabistro | SemanticWeb | Inside Network
Jobs | Education | Research | Events | News
Advertise | Terms of Use | Privacy Policy
Copyright 2012 WebMediaBrands Inc. All rights reserved.