Infografik: Gefälschte Profile auf Facebook – 97% sind “weiblich”

Letzte Woche haben wir auf unserem US Ableger eine Infografik von Barracuda Labs veröffentlicht die den Unterschied zwischen echten Facebook Profilen, und gefälschten Facebook Profilen aufzeigt. Einige Details:

  • 97% der Fake Accounts sind weiblich nur 40% der realen Accounts
  • 58% der Fake Accounts geben im Profil an bisexuel zu sein nur 6% der realen Accounts
  • Ein Fake Profil hat im Schnitt 596 Freunde mehr als ein reales Profil
  • usw…

Der Rand der Infografik wurde aus Profilbildern von Fake Accounts zusammengestellt. Gerade die Bilder folgen einem einfachen und bekannten Grundmuster. Zusammen mit einem schnellen Blick aufs Profil sollten eigentlich fast alle Nutzer erkennen ob es sich um einen Fake Account handelt.

Wie wir hier schon oft kommuniziert haben ist es auf Facebook wichtig nur Personen als Freund hinzuzufügen, die man auch wirklich kennt. Wer Fake Accounts oder unbekannte Personen als Freunde auf Facebook hat darf sich nicht über die anscheinend mangelnde Privatsphäre auslassen.

Wie genau die Zahlen von Barracuda Labs erfasst wurden wissen wir nicht. Schon bei der Angabe zur Geschlechterverteilung unterscheidet sich die Grafik von den Zahlen die Facebook kommuniziert.

Hier nun die komplette Grafik:  (weiterlesen …)

Nach 3 Jahren: Eigentlich gelöschte Bilder werden von den Servern entfernt

Gerade erst haben wir Facebook zum achten Geburtstag gratuliert und nun kümmert sich Facebook um ein sehr altes und unliebsames Problem. Einer der Kritikpunkte von Datenschützern war in der Vergangenheit, dass die eigentlich von den Nutzern gelöschten Fotos über die direkte URL auch nach dem “löschen” noch abrufbar sind.

Nach heftiger Kritik der Nutzer und erneuter Kritik von ArsTechnica kümmert sich Facebook nun endgültig um das Problem, welches bei einem kleinen Anteil der Fotos auftritt. Dabei werden durch einen Umzug auf ein neues System auch automatisch die gelöschten Fotos final vom Facebook Server entfernt und sind nicht mehr zugänglich. Der Großteil der Fotos ist bereits umzogen und der komplette Prozess wird innerhalb der nächsten ein bis zwei Monate abgeschlossen sein:  (weiterlesen …)

Erfolg auf beiden Seiten? – Irischer Datenschützer entlasten Facebook und stärken die Nutzer

Photo: cw-design / photocase.com

Die monatelange Betriebsprüfung durch die irische Datenschutzbehörde DPC hat ein Ende. Analysiert wurde, ob Facebook irisches und europäisches Datenschutzrecht verletzt oder eben nicht. Im ersten Bericht (149 Seiten) verspricht Facebook zahlreiche Änderungen und vor allem auch mehr Transparenz für den Nutzer. Aber der Grundtenor des Dokument ist: Facebook hält sich an die irische und europäischen Richtlinien. 

Wir haben leider nicht die Zeit euch hier die Details des langen Berichtes zu verdeutlichen, es ist jedoch extrem interessant zu lesen, wie unterschiedlich verschiedene Medien über die Meldung berichten und die Ergebnisse herausstellen. Die Zeit titelt “Irischer Datenschützer entlastet Facebook” und Cashy berichtet unter dem Titel von “Europe vs. Facebook: Erfolge in Irland” hauptsächlich über die Erfolge der Initiative, die Facebook kritisch gegenüber steht. Auch viele weitere Berichte im Web sehen das Thema durchaus unterschiedlich:

Mit unserem Themenspektrum sind wir bekannterweise meist Facebook eher positiv gegenüber gestellt. Und ohne hier lange auf Pro und Contra des Berichts einzugehen ist eines klar: Es bewegt sich etwas. Facebook reagiert (gezwungenermaßen) auf die Kritik und verspricht Besserungen, welche so auch wieder vom DPC kontrolliert werden. Aber Facebook verstößt laut Bericht auch nicht gegen die irischen und europäischen Richtlinien. Ob dies die deutschen Datenschutz akzeptieren, würden wir noch offen lassen, da hier zumeist argumentiert wird, dass die Niederlassung in Irland keine Daten verarbeitet und deshalb auch keine europäische Richtlinien gelten. Im Rückschluss müssen deshalb die deutschen Datenschutzgesetze beachtet werden.

Wer sich eine eigene Meinung zum Thema bilden will, sollte am Besten mehrere der oben verlinkten Berichte lesen. Facebook selbst hat natürlich auch eine Meldung veröffentlicht, hier ein paar Punkte der Meldung:  (weiterlesen …)

Facebook Insellösung für Schleswig Holstein? Oder nur ein Missverständnis?

Thilo Weichert

Thilo Weichert

Die Geschichte rund um den ULD Datenschutzbeauftragten Thilo Weichert und Facebookhaben wir hier ja bereits ausführlich begleitet. Wir dachten ja, das Thema habe sich inzwischen erledigt. Gestern wurden wir dann aber eines besseren belehrt. Erneut trafen sich Richard Allan (Director of European Public Policy) und Thilo Weichert in Kiel um über die Sache zu diskutieren.

Nach zwei Stunden intensiven Austausches gingen beide Parteien mit scheinbar ganz unterschiedlichen Eindrücken des Gespräches auseinander.

So dementierte Facebook auf unsere Nachfrage eine Zusammenfassung des Gespräches wonach Facebook an einer Insellösung für Schleswig Holstein arbeite.

“Our recollection of the meeting is different”

Der NDR hatte berichtet, dass Facebook in Zukunft Daten von Nutzern die in Schleswig Holstein den Like Button verwenden nicht mehr in die USA übertragen werde. In einer DPA Pressemeldung liest sich das so:

Gegenstand des Gesprächs mit dem Facebook-Europa-Manager Richard Allan waren laut Weichert auch «Überlegungen, dass man eine besondere Gestaltung für deutsche beziehungsweise schleswig-holsteinische Web-Seiten vornimmt». Dabei gehe es um eine datenschutzkonforme Regelung für die Übermittlung von Nutzerdaten an Facebook in die USA.

Wir können uns nur schwer vorstellen, wie dies technisch überhaupt möglich sein soll und glauben auch nicht daran dass Facebook hier eine Ausnahmeregelung für ein einzelnes Bundesland entwickelt.

Zu Beginn des Monats hatte Weichert wie angekündigt damit begonnen Unternehmen und Teile der schleswigholsteinischen Regierung (wie etwa die Staatskanzlei) abzumahnen. Die IHK Schleswig Holstein (ebenfalls abgemahnt) strebt nun einen Musterprozess zu diesem Thema an. Auch die Staatskanzlei will an ihrer Fanpage festhalten.

Wäre eine Insellösung praktikabel, oder technisch überhaupt machbar? Was denkt ihr?

Die Like-Button 2-Klick Lösung im Marketing – Pro und Contra

Vor genau  zwei Wochen haben wir mit einem kleinen Stausupdate auf Facebook für große Aufruhr gesorgt. Damals ging es um die 2-Klick Lösung für den Facebook Like Button. Seit dem haben wir uns viele Gedanken zu diesem Thema gemacht und nach Vor- und Nachteilen gesucht. Dabei lag unser Fokus klar auf dem Facebook Marketing und dem Einsatz als Anbieter von Informationen und Produkten.

Noch einmal kurz worum es geht: Nach der Drohung des ULD, Unternehmen in Schleswig-Holstein die den Like-Button nutzen mit einem Bußgeld zu belegen, haben sich verschiedenen Entwickler überlegt, wie sich die Forderungen erfüllen lassen. Diese wurden von heise.de aufgenommen, verbessert und verbreitet. Bei dieser Lösung wird der eigentliche Like Button erst nach einem Klick auf ein Bild nachgeladen.

Pro:

  • Die Webseiten laden schneller, da keine Daten von Facebook bezogen werden müssen
  • Es werden ohne explizite Aufforderung keinerlei Daten an Facebook übertragen
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