Facebook testet Ads mit “action optimiced CPM” – Anzeigen werden nur an Nutzer ausgeliefert die wahrscheinlich auch klicken.

Die Kollegen von 247GRAD haben uns gerade einen interessanten Screenshot zukommen lassen:

Action Optimized CPM

Action Optimized CPM

Was man hier sieht ist ein Ausschnitt aus dem Self-Service Anzeigentool von Facebook. Genauer gesagt handelt es sich um die Zahloptionen am Ende des Self Service Tools. Dort stehen normalerweise zwei Möglichkeiten zur Verfügung:

  • CPM -Der Werber zahlt X Cent für tausend Kontakte. Als Kontakt gilt dabei eine Einblendung der Anzeige unabhängig davon ob diese wahrgenommen wird oder nicht. In Deutschland ist diese Form auch als TKP (Tausender Kontakt Preis) bekannt.
  • CPC – Der Werber zahlt für jeden Klick auf die Anzeige einen Betrag x. Dieser liegt in der Regel höher als der CPM.

In der Regel testet und optimiert man eine Anzeige zuerst im CPC (klickt während der Laufzeit keiner, entstehen auch keine Kosten) und wechselt bei entsprechender Klickrate dann auf CPM (auch bei hohen Klickraten zahlt man nur den geringeren CPM).

Dieses Verhalten wird sich mit dem neuen Action-optimized CPM möglicherweise ändern. Facebook gibt dazu, wie im Screenshot zu sehen, folgende Information:

We will try to get as many people to like your page or install your app given your budget, by delivering the ad to these people most likely to take action. You will be charged each time your ad is viewed. Please choose this option only for ads for pages and apps on facebook.

Konkret wird das eingestellte Targeting also durch Facebook noch einmal optimiert und die Anzeige wird nur an Nutzer ausgeliefert die wahrscheinlich auch Anzeigen klicken. Die Bezahlung läuft dann auf CPM Basis, wobei die Anzahl der erreichten Kontakte niedriger ist. Somit sinken auch die Kosten.

Achtung: Es handelt sich hierbei um einen Beta-Test. Die allermeisten Nutzer werden diese Option nicht in ihrem Anzeigentool finden. Ihr könnt auch keinen Einfluss drauf nehmen, ob ihr die Option angezeigt bekommt.

Diese Option der optimierten Auslieferung haben wir auch in der Entwickler Doku gefunden. Dort wird diese im Beta Status über eine API angeboten. Hier stehen auch noch weitere Optionen, wie etwa verschiedene Ziele zur Verfügung. Leider ist diese API nur ausgewählten Facebook Partnern zugänglich.

Goal-based optimization allows an advertiser to specify how much different goals are worth to them when they create an ad. Facebook’s advertising system will then deliver those ads to maximize the value the advertiser gets from their budget based on the parameters they’ve specified. These goals are specified in absolute value, i.e. how much the fulfillment of a particular goal is worth to an advertiser

These values are not bids, but the value you place on each of those actions. The system will bid on your behalf, constrained by the budget you have defined for a campaign. There is no maximum bid for each impression; however, except in outlier cases, we expect that you will pay on average no more than the value you have defined for each action you have received.

Goal-based optimization enables you to manage ad delivery by emphasizing any of these goals at this time:

  • Actions: Actions that happen on Facebook, which currently include Page Likes and App Installs.
  • Reach: Number of times an impression was served to a user for the first time in a day.
  • Clicks: Number of clicks received.
  • Social Impressions: Impressions with social context, i.e. with the names of one or more of the user’s friends attached to the ad who have already interacted with the page or app.

We will likely make more goals available as we continue to develop goal-based optimization.

Erste Erfahrungen von 247GRAD klingen vielversprechend. Bei einer kleinen Kampagne mit gerade 100 Euro Budget wurden Klickraten von 0,2% erreicht. Das ist vier mal mehr als der übliche Durchschnitt von 0,05%.

Wusstest du schon … aus personalisierten Anzeigen aussteigen

In unsere kleinen “Wusstest du schon …” Reihe stellen wir versteckte Tipps und Tricks vor, die man beim “normalen” Gebrauch der Plattform selten bis nie benötigt oder einfach übersieht.

Zu den Besonderheiten des Facebook Ad Programmes gehört es, dass Anzeigen mit sozialen informationen angereichert werden können.

Unter der entsprechenden Anzeige steht dann “xy und ab gefällt das auch.” Hier wirbt also das Unternehmen mit dem Namen des Facebook Nutzers als Testimonial. In unseren Augen ist das keine so schlimme Sache, für einige Nutzer ist es aber ziemlich erschreckend, dass Facebook hier nicht erst einmal nachfragt, sondern das Einverständnis als Gegeben vorraussetzt.

Für diese Nutzer wollen wir kurz aufzeigen, wo sie sich aus dieser funktion austragen können. Das bedeutet nicht, dass sie in Zukunft keine personalisierte Werbung mehr zu sehen bekommen, sondern lediglich dass ihr Name nicht in den Anzeigen ihrer Freunde erscheint.

Dafür einfach folgende Klicks durchführen:

  1. Kleiner weißer Pfeil rechts oben
  2. Kontoeinstellungen
  3. Facebook Werbeanzeigen
  4. “Einstellung für soziale Werbeanzeigen bearbeiten”
  5. Auswahlbox auf “Niemand” stellen
  6. Speichern
Bevor jetzt die große Hysterie ausbricht: Diese Option ist schon seit Jahren an dieser Stelle vorhanden. Wenn ihr Sie noch nicht kanntet, solltet ihr euch auch die anderen Kontoeinstellungen und Privatsphäre Optionen anschauen und entsprechend anpassen.

f8 2011 – Was bedeuten die Ankündigungen für Unternehmen

Die neuen Timeline-Profile sowie neue OpenGraph Elemente wurden auf der f8 vorgestellt und viele Unternehmen fragen sich nun zurecht, welche Auswirkung diese Ankündigungen auf das eigene Geschäft haben. Generell muss man diese Frage in den Bereichen “Facebook Ads”, “Facebook Pages” und “Facebook Anwendungen” unterschiedlich beantworten. Auf der f8 Pressekonferenz meinte Zuckerberg selbst, dass bisher noch keine konkreten Planungen bestehen und nicht geklärt ist, ob und wie die Timeline überhaupt für Pages realisiert wird. Ein paar Änderungen zum Thema Facebook Ads werden laut Facebook selbst auf dem AdWeek Panel in den nächsten Wochen bekannt geben. Lediglich die Änderungen für die Facebook Apps sind offensichtlich.

Wir wollen euch einmal kurz aufgeschlüsselt erläutern, wo und wie sich etwas verändern wird:

1. Facebook Ads

  • Auf den neuen Profilen werden derzeit anstatt vier Anzeigen nur noch ein bis zwei Anzeigen angezeigt.
  • Die Anzeigen in den neuen Profilen werden immer angezeigt und scrollen mit, was eine höhere Sichtbarkeit zur Folge hat
  • Weniger Anzeigen und bessere Position dürfte sich wohl auch auf die Preise auswirken (weiterlesen …)

Facebook Ads: Neue Richtlinien

Neben den großen Änderungen, die Facebook gestern Abend vorgestellt hat, gibt es auch noch eine paar kleinere Änderungen an den Werberichtlinien, die für einige interessant sein könnten. Diese Werberichtlinien hat Facebook mit Datum 23.08.2011 aktualisiert.

  • Werbung für (online und offline) Glücksspiele ist außerhalb der USA nun unter Auflagen möglich und erlaubt.
  • Werbung für Nahrungsergänzungsmittel ist nun erlaubt, wenn diese nicht verschreibungspflichtig sind oder bestimmte Inhaltsstoffe enthalten.
  • Werbung für Internetapotheken ist untersagt

Um offenen Fragen zu klären hat Facebook zudem den Hilfebereich zu den Ads überarbeitet.

Leider haben wir keine alte Version der Werberichtlinien mehr vorliegen. Wir können also nicht sagen, ob es weitere Änderungen gab. Deshalb empfehlen wir jedem vor dem Anlegen einer neuen Kampagne die Richtlinien noch einmal genau durchzulesen. Zudem empfehlen wir einen Blick in unser E-Book zum Thema Facebook und Recht.

Facebook für Anfänger – Facebook Targeting: Alle Anzeigenfilter im Überblick

Noch immer ist unsere Einführung ins Facebook Marketing eine der beliebtesten Seiten hier im Blog. Da wir nicht den Anspruch haben (können) jeden Blogbeitrag immer zu 100% aktuell zu halten und ein Großteil der Leser schon lange keine Facebook Anfänger mehr sind, haben wir dort öfters ein Problem: Unsere Anfängerartikel sind sehr alt. Unter anderem aus diesem Grund haben wir schon mehrmals über die Unterschiede zwischen einem privaten Profil und einer Facebook Page geschrieben und auch über die 10 ersten Schritte für Facebook Page Betreiber berichtet. Heute beschreibt unsere Gastautorin Franziska die unterschiedlichen Anzeigenfilter bei den Facebook Anzeigen, denn auch hier hat sich einiges getan.

Facebook Ads sind in aller Munde. Kein Wunder, schließlich gibt es kaum eine Werbeplattform, auf der so gezielt Anzeigen für bestimmte Zielgruppen geschaltet werden können. Die Nutzer geben eine große Anzahl an Daten frei, die die genaue Ansprache verschiedener Alters-, Interessengruppen und vieles mehr ermöglichen. Zudem ist die Self-Service-Anzeigenschaltung, wie sie oft genannt wird, vergleichsweise intuitiv.

In drei Hauptschritten können Fanseiten-Betreiber eine Anzeige gestalten.  Neben der Werbeanzeigengestaltung und der Kampagnenplanung ist die Zielgruppenauswahl ein wesentlicher Bestandteil. Es sollte ausreichend Zeit in die Zuordnung investiert werden, um maximale Erfolge mit geringen Kosten zu erreichen. Umso genauer die eigene Zielgruppe bekannt ist, umso besser.

Empfehlungen zum Targeting auf Facebook

Die Vorteile einer möglichst exakten Zielgruppen-Festlegung für jede Facebook Werbeanzeige liegen auf der Hand. So ist das generelle Interesse bestimmter Gruppen für ein Produkt oder eine Dienstleistung höher. Streuverluste, wie bei klassischen Bannerkampagnen, bleiben damit aus, und die Conversion Rate kann gesteigert werden.

Für jede Anzeige sollten relativ kleine, themenspezifische Zielgruppen bestimmt werden. Dann können die Anzeigentexte soweit wie möglich personalisiert werden, um die betreffenden Interessengruppen individuell anzusprechen. Außerdem kann durch die spezifische Einteilung der Erfolg oder Misserfolg der einzelnen Werbemittel besser kontrolliert werden.

Anzeigenfilter

Seit dem Start der Facebook Ads haben die Macher des sozialen Netzwerkes die Möglichkeiten der Anzeigenschaltung stetig ausgebaut und verbessert. Das betrifft vor allem die Auswahlmöglichkeiten in den verschiedenen Anzeigenfiltern. Wir groß die Nutzerzahlen nach Bestimmung der Zielgruppe  sind, wird in der rechten Sidebar unter „Geschätzte Reichweite“ angezeigt. Außerdem werden dort noch einmal alle gewählten Filter aufgelistet. Aber Vorsicht: Nutzerzahlen sind nur geschätzt und dienen lediglich zur Orientierung.

Geschätze Reichweite einer Werbeanzeige

Derzeit bietet Facebook folgende Targeting- Optionen an:  (weiterlesen …)

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