Facebook und PRISM – Auf die Wahrheit werden wir noch warten müssen

Facebook und PRISM – Auf die Wahrheit werden wir noch warten müssen


Bildschirmfoto 2013-06-12 um 09.25.21

Quelle: Washintonpost.com

Seit einer Woche verfolgen wir nun die Geschehnisse rund um das NSA-Spionageprogramm PRISM und die mögliche Überwachung sozialer Netzwerke und derer Nutzer. Bisher haben wir das Thema bei uns im Blog aber nicht behandelt, da für uns nicht gesichert ist, ob auch Facebook überwacht wurde und in welchem Umfang dies möglicherweise geschehen ist.

So gibt es zum einen die fünf Folien einer TOP SECRET Powerpoint Präsentation, die sehr nahe legen, dass Facebook bereits seit Juni 2009 Teil des PRISM Programms ist. Zum anderen gibt es das Dementie von Mark Zuckerberg:

We don’t work directly with the NSA, or with any other program. Nor do we proactively give user information to anyone, nor has anyone approached us to do that.

Die Hoffnung vieler Medien liegt nun in den verbleibenden Seiten besagter Powerpoint Präsentation. 36 von 41 Slides von denen Wired annimmt: „The rest of the Prism Powerpoint is so hot, no one is willing to publish it.“ Darin sollen sich wohl auch wichtige Informationen finden, wie die Überwachung technisch stattfindet.

Auch wenn im Moment niemand bereit ist diese Details zu veröffentlichen, wir rechnen stark damit, dass diese Informationen spätestens dann durchsickern werden, wenn eine der beteiligten Parteien die größten Vorteile daraus ziehen kann. Sei es um Präsident Obama oder aber einem der beteiligten Unternehmen zu schaden. Nicht zuletzt hat der Whistleblower Edward Snowden selbst gegenüber Guardian und Washington Post auf einer vollständigen Veröffentlichung der Präsentation bestanden.

In der Zwischenzeit haben sich Google, Microsoft und Facebook ein kleines Ablenkungsmanöver ausgedacht. Sie fordern nun mehr Transparenz von der Regierung und möchten eine Freigabe erhalten, die es ihnen erlaubt, offenzulegen wie viele Anfragen von Regierungsseiten jährlich bei Ihnen eingehen, und wie diese behandelt werden. Google hat Ähnliches bereits in der Vergangenheit veröffentlicht, wenn auch mit anderem Hintergrund.

So erklärte Facebooks Ted Ullyot gestern:

As Mark [Zuckerberg] said last week, we strongly encourage all governments to be much more transparent about all programs aimed at keeping the public safe. In the past, we have questioned the value of releasing a transparency report that, because of exactly these types of government restrictions on disclosure, is necessarily incomplete and therefore potentially misleading to users. We would welcome the opportunity to provide a transparency report that allows us to share with those who use Facebook around the world a complete picture of the government requests we receive, and how we respond. We urge the United States government to help make that possible by allowing companies to include information about the size and scope of national security requests we receive, and look forward to publishing a report that includes that information.

Wir sind gespannt, wie sich diese Geschichte weiter entwickeln wird, und werden euch hier im Blog darüber informieren.

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Veröffentlichung 12. Juni 2013

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