Studie: Die Nutzung von externen Apps zerstört die Interaktionsrate auf Facebook Pages

Studie: Die Nutzung von externen Apps zerstört die Interaktionsrate auf Facebook Pages


Wir wissen schon lange, dass es wichtig sein kann zu welchem Zeitpunkt auf Facebook gepostet wird. Laut einer neuen Studie von EdgeRankChecker.com ist es allerdings nicht nur wichtig wann wir posten sondern auch wie wir posten. So senken Tools die das Posten für den Administrator erledigen die Interaktionsrate um über 70%! 

Wir selbst waren ja noch nie Fans solcher Tools. Auch wenn viele dieser Tools inzwischen gut eingestellt werden können (besonders Hootsuite) sind wir der Meinung dass sich die Betreiber von Pages durchaus die Zeit nehmen sollten um ihre Statusupdates händisch zu posten. Besonders wenn man sich komplett automatisierte Posts wie die von Networked Blogs ansieht, kann man sich vorstellen, dass hier neben dem schlechteren EdgeRank auch der Inhalt zum Engagement Verlust führt. Unsere Fans sind uns diesen kleinen Mehraufwand schon seit Beginn des Blogs wert und wir finden dies sollten sich auch andere Page Betreiber zu Herz nehmen.

Aber warum genau ist die Interaktionsrate bei Posts von solchen Apps eigentlich niedriger als bei händischen Posts? Dies hat mehrere Gründe:

  • Facebook fasst Meldungen von der gleichen App oft zusammen. Das heißt die Beiträge werden nicht einzeln angezeigt sondern mit anderen Beiträgen zusammengefasst die nicht mal von der eigenen Facebook Page stammen. Dort steht dann oft etwas wie „and 32 more from Networked Blogs“
  • Die Inhalte sind oft nicht für Facebook optimiert. Oft werden nicht alle Möglichkeiten genutzt die Facebook bietet. So wird manchmal kein Text im Statusupdate genutzt oder die Links werden nicht schön optimiert. Das dies in Hootsuite funktioniert wissen wir, bei vielen anderen Apps kann dies jedoch gar nicht eingestellt werden.
  • Facebook berechnet nicht nur für Pages den Edgerank sondern auch für Apps. Facebook bewertet bekanntlich die Inhalte für die Nutzer mit Hilfe des Edgerank, genau bei diesem Algorythmus schneiden externe Anwendungen meist schlechter ab. Auch wenn die Posts in der App für die eigene Page gut optimiert wurden kann es deshalb passieren das Facebook diese abwertet weil die Anwendung an sich ein niedrigeres „Vertrauen“ bei Facebook hat als die Page.

Ein Beispiel dafür wie Facebook Meldungen auf Facebook zusammenfasst (Quelle: EdgeRankChecker)

Weitere Gründe findet man auch beim Originalpost.

Wir können eigentlich nur Empfehlen sich klar zu machen, wie viel einem die eigenen Fans wert sind und möglichst viele Nachrichten selbst und personalisiert zu posten. Besondern kompletten Automatismus wie bei Networked Blogs empfehlen wir keinem. Die Apps haben aber immer noch ihre Daseinsberechtigung nicht verloren, denn viele bieten einen Funktionsumfang den Facebook selbst nicht hat. So kommt es natürlich auch mal vor, dass Posts eingeplant werden müssen, weil gerade keine Ressourcen verfügbar sind.

Nutzt ihr Tools zum automatisierten posten? Warum?

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Es gibt 10 Kommentare

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  1. 1
    Theresa Schulte

    Vielen Dank für den interessanten Beitrag! Ich denke auch, dass man gerade auf der Facebook Fanpage noch selbst seine Beiträge posten sollte. Schließlich geht es dort doch um die Kommunikation mit den Fans und den „sozialen“ Kontakt. Apps sind schön und gut und können einem bestimmt auch viel Arbeit abnehmen, aber gerade im Kontakt mit den Fans und Usern sollte man doch „persönlich“ zu Wort kommen.

  2. 5
    Henning Schürig

    Privat nutze ich tatsächlich Networked Blogs, was ich auch ein sehr schönes Tool finde. Aber die Nachteile, die ihr schreibt, sind klar und mir auch zum Teil bereits bewusst gewesen, so dass ich Kunden eher das manuelle Posten empfehle.

    Je wichtiger mir ein Eintrag ist, desto eher poste ich ihn dann auch nochmal direkt bzw. betätige den Like-Button (meist bewusst mit ca. 12 Stunden Verzögerung).

    Allerdings poste ich privat bislang eh über Twitter auf Facebook. Da treffen die von euch genannten Nachteile ja auch zu. Allerdings bekomme ich trotzdem jede Menge Reaktionen, so dass es so schlimm auch nicht sein kann. Gerade mobil ist es schon sehr praktisch, wenn ich nicht auf jede Plattform gehen muss, um da was zu posten, sondern das an einer Stelle machen kann. Was ich twittere, geht automatisch zu Facebook, StudiVZ, schülerVZ, LinkedIn, FriendFeed, FreundeNews, last.fm, soup.io usw. Das will ich nicht alles von Hand machen müssen. In einigen der Plattformen war ich eh schon länger nicht mehr eingeloggt, aber manchmal kommen da eben doch Reaktionen. Gerade auf die Tweets im StudiVZ werde ich öfter persönlich angesprochen – meist mit dem Tenor, dass ich ja der Einzige sei, der da noch was postet. Manuell würd ich das natürlich nicht (mehr) tun, aber durch den Import mach ich’s quasi dann doch.

    Bei Google+ muss man’s ja bislang per Hand machen. Ich versuch das auch durchzuziehen, merke aber immer wieder, dass mir da auch was durchrutscht. Ist aber spannend das so zu beobachten und auch zu sehen, wie man dann die mühsam auf Twitter rausgekürzten Zeichen teilweise wieder einbaut, weil der Satz eben doch besser ist, wenn da noch ein „sogar“ dabeisteht oder was auch immer.

    Kurz zusammengefasst: Spannendes Thema, bin mir der Problematik teilweise schon bewusst gewesen, jetzt noch mehr, aber ein „Sünder“ bleib ich privat zunächst dann doch. Beruflich für unsere Agentur machen wir’s übrigens alles händisch.

  3. 6
    Richard Joerges

    Werden hier nicht zwei unterschiedliche Sachen vermischt? Auf der einen Seite externe Clients und auf der anderen Seite die Facebook-App Networked Blogs! Mir ist jedenfalls bislang noch nicht aufgefallen, dass Postings von Clients zusammengefasst werden. Das pasiert doch nur bei Apps bzw. gleichen Themen. Oder täusche ich mich?

    Vor allem aber kann ich der „Studie“ (sie kommt ja von einer Firma die verspricht den EdgeRank zu messen…) nicht ganz glauben. Ich persönlich habe nie darauf geachtet, ob ein Posting nativ ist oder von einem Client kommt.

  4. 7
    Florian Fiegel

    @Richard Externe Tools publizieren idR über eine App auf FB, dadurch passiert bei hootsuite und tweetdeck das gleiche wie bei Networked Blogs und die Posts werden zusammengeführt.

    Nicht zu vergessen, dass mancher diese Tools gesammelt mutet und so gleich mehrere Seiten zum schweigen bringt. Ich habe z.B. Hootsuite und Tweetdeck gemutet, weil 95% der Inhalte dem entsprechen was auch bei Twitter landet. Dafür habe Ich dann aber Twitter, zumal die Inhalte leider damit auch selten für ein Netzwerk expliziert aufbereitet werden … 

  5. 8
    Jen

    Das Erscheinen eines Posts über Hootsuit & Co muss nicht gleich bedeutet, dass niemand dahinter sitzt und die Info in dem Moment auch geschrieben hat. Vor allem, wenn man mehrere Kanäle & Seiten zeitgleich im Blick haben möchte, ohne zwischen Browser-Fenstern wechseln zu müssen, sind diese Tools unverzichtbar. Das Gleiche gilt natürlich für das Posting unterwegs. Hier sollte man also schon unterscheiden.

    Ansonsten bin ich allerdings auch der Meinung, dass die Fans es einem Wert sein sollten personalisiert zu posten. Die reine Planung von Posts ist sicher nicht der eigentliche Sinn dieser Tools.

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