Registrierung – Persönliches Profil oder Unternehmensseite | Rechtliche Stolperfallen beim Facebookmarketing Teil 2
- Gastbeitrag von Thomas Schwenke und Sebastian Dramburg aus der Reihe “Rechtliche Stolperfallen beim Facebookmarketing” -
Bereits das Anlegen eines Kontos bei Facebook erfordert eine strategische Planung. Abgesehen von praktischen Problemen bei der Wahl eines falschen Vorgehens (z.B. Beschränkung der Anzahl von Freunden) müssen gesetzliche Anforderungen an einen kommerziellen Onlineauftritt und Facebooks Hausregeln beachtet werden. Ferner drohen bei Einsatz von Mitarbeitern arbeitsrechtliche Streitigkeiten, die es zu vermeiden gilt.
Gesetzlicher Rahmen und Facebookregeln
- Kommerzielle Kommunikation muss für Verbraucher als solche erkennbar sein (§ 6 Abs.1 Nr.1 Telemediengesetz (TMG)) und darf nicht verschleiert werden (§ 4 Nr.3 Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG)).
- „Du wirst dein persönliches Profil nicht zu deinem kommerziellen Nutzen verwenden“ verlangen die Facebook-Nutzungsbedingungen Punkt 4.4.
- „Du wirst nur ein persönliches Profil erstellen“ – Facebook-Nutzungsbedingungen Punkt 4.2.
- „Seiten sind spezielle Profile, die nur zur Werbung für Unternehmen oder andere kommerzielle, politische sowie wohltätige Organisationen oder Anstrengungen (einschließlich gemeinnütziger Organisationen, politischer Kampagnen, Bands und bekannter Persönlichkeiten) verwendet werden dürfen“ – Nutzungsbedingungen für Facebook-Seiten Punkt 1.
Verstöße gegen diese Regeln können u.a. diese Folgen nach sich ziehen:
- Abmahnung seitens der Wettbewerber oder
- Sperrung des Facebookkontos durch Facebook
Praktische Umsetzung
Die gesetzlichen wie auch die Facebook-Bedingungen verlangen, dass der Unternehmer kommerzielle Kommunikation (z.B. Statusmeldungen, die für sein Unternehmen oder Produkte werben) nur auf Facebook-Seiten vornehmen darf.
Wer sich bei Facebook registriert, hat die Möglichkeit sich zwischen einem Privat- und einem Unternehmenskonto zu entscheiden.

Wahl zwischen einem Privatkonto und einem Unternehmenskonto
Privatkonto
- Dem Privatkonto wird automatisch ein persönliches Profil zugeordnet (erkennbar an dem Button „als Freund hinzufügen“). Das persönliche Profil darf jedoch nur für private Kommunikation genutzt werden.
- Ferner kann der Inhaber eines Privatkontos Seiten (erkennbar an dem Button „Gefällt mir“) anlegen. Nur diese dürfen für kommerzielle Kommunikationen genutzt werden. http://www.facebook.com/pages/create.php
- Das bedeutet, auch ein Unternehmer darf ein Privatkonto anlegen, muss für kommerzielle Kommunikation aber eine Seite anlegen.
Unternehmenskonto
- Dem Unternehmenskonto wird automatisch eine Seite zugeordnet, die für kommerzielle Kommunikation genutzt werden darf.
- Ein persönliches Profil anzulegen ist nicht möglich.

Unterschied Privatkonto – Unternehmenskonto

Erkennbarer Unterschied zwischen persönlichem Profil und einer (Unternehmens)Seite
Ein Unternehmenskonto ist daher ein „Weniger“ gegenüber einem Privatkonto, weil es kein persönliches Profil hat. Der Nachteil besteht darin, dass man nur mit einem persönlichen Profil sich mit Nutzern „anfreunden“ und ihnen Nachrichten schicken kann. Dies kann nützlich sein, wenn man Kontakt zu anderen Facebookmitgliedern aufnehmen möchte. Die rechtlichen Rahmenbedingungen hierfür werden im späteren Teil der Beitragsreihe besprochen.
Praxistipp 1:
Weil ein privates Konto mehr Vorteile bringt, sollte der Unternehmer ein Privatkonto anlegen und von diesem aus eine Seite für das Unternehmen erstellen.
Die mit Social Media betrauten Mitarbeiter sollten ebenfalls private Konten anlegen oder ihre bereits in der Freizeit genutzten Facebook-Konten nutzen. Mit diesen können sie als Administratoren der Unternehmensseite eingetragen werden. Beim Ausscheiden aus dem Unternehmen, werden sie als Administratoren wieder ausgetragen. Dagegen ist es seitens von Facebook nicht erlaubt nur ein privates Konto anzulegen und es durch mehrere Mitarbeiter nutzen zu lassen.

Vorschlag für unternehmensinterne Kontoverwaltung
Praxistipp 2:
Es sollte vermieden werden, dass Mitarbeiter die Unternehmensseite unter ihrem in der Freizeit genutztem Konto anlegen. So kann es passieren, dass beim Ausscheiden aus dem Unternehmen der Mitarbeiter sein Konto nicht auf das Unternehmen übertragen will, weil er so viele Freunde und Privatdaten auf seinem persönlichen Profil gesammelt hat. Zudem verbietet sich Facebook die Übertragung des Kontos ohne schriftliche Erlaubnis – Facebook-Nutzungsbedingungen Punkt 4.9. Gleichzeitig will der Unternehmer dem Mitarbeiter die Unternehmensseite mit vielen Fans und Unternehmensinhalten nicht überlassen. Es ist klar, dass hier ein großes arbeitsrechtliches Streitpotential vorliegt.
*Update 13.10.2010 mit Dank an die Kommentatoren*
Facebook bietet die Möglichkeit Seiten auf andere Facebookmitglieder zu übertragen, womit der Praxistipp Nr.2 obsolet wird. Das bedeutet, wenn der Mitarbeiter die Seite angelegt hat, kann er nach dem Ausscheiden aus dem Unternehmen als Administrator der Seite von den anderen Administratoren entfernt werden. Dadurch wird die Seite praktisch von seinem Konto entkoppelt und verbleibt im Unternehmen. Selbstverständlich kann es passieren, dass ein Mitarbeiter nach dem Ausscheiden die anderen Moderatoren entfernt und die Seite kappert. Das entspricht in etwa Fällen, in denen ein Mitarbeiter z.B. den Firmenwagen nicht herausgeben will. Hier muss die Herausgabe der Seite unter Umständen gerichtlich durchgesetzt werden, wobei die Gewinnchancen für den Unternehmer groß sind.
*Update 27.10.2010*
Nach dem, der Praxistipp 2 zwischendurch nicht zu traf, muss ich diesmal das Update aufheben. Denn: “Déjà-vu – neues Backend alte Probleme: Gründer von Pages können nicht mehr entfernt werden” . Ich werde jetzt nicht jedes mal den Artikel ändern, wenn Facebook diese Option ändert. Wer den Praxistipp 2 befolgt, dem kann das eh egal sein.
Praxistipp 3:
Persönliche Profile, die für kommerzielle Zwecke genutzt werden, können von Facebook gesperrt werden. Eine Möglichkeit die Freunde auf eine kommerzielle Seite zu übertragen besteht nicht. Daher sollte kommerzielle Facebooknutzung von Anfang an nur auf einer Seite stattfinden.
Hinweis:
Es ist möglich, dass Facebook die Unternehmenskonten (also Konten ohne persönliches Profil) künftig nicht mehr anbietet. Das ändert jedoch gar nichts an dem oben vorgeschlagenen Vorgehen.
Weitere Informationen:
- „Anfängerfehler vermeiden: Kein privates Profil für Unternehmen“ bei facebookmarketing.de
- „Facebook: Unterschied zwischen Privat- und Unternehmenskonto“ bei Schwindt-PR
- „Facebook | Kommerzielle Nutzung – Private Profile – Unternehmenskonto – Möglichkeiten“ bei Thomas Hutter
- „Pflicht zur Herausgabe des XING Accounts bei Arbeitsplatzwechsel ?“ bei rechtzweinull.de, mit Grundsätzen, die ebenso auf Facebookkonten anwendbar sind.
Über den Autor:
Rechtsanwalt Thomas Schwenke: Rechtsanwalt Thomas Schwenke, Dipl.FinWirt(FH), LL.M. aus Berlin berät Unternehmen in Rechtsfragen beim Marketing, Social Media sowie Vertragsrecht und bietet Seminare zu Facebook, Social Media & Recht an. Er ist Autor des Buchs „Social Media Marketing und Recht“. Website & Blog: rechtsanwalt-schwenke.de, Facebookseite: fb.com/raschwenke
- Wenn aus Facebook nichts werden kann: 10 Gründe, warum Unternehmen auf Facebook scheitern!
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Oktober 12th, 2010 at 08:58
[...] Registrierung – Persönliches Profil oder Unternehmensseite [...]
Oktober 12th, 2010 at 09:40
Zum Praxistipp 2: Vielleicht irre ich mich auch, aber ist es inzwischen nicht sogar auch möglich den Ersteller der Unternehmensseite als Admin zu entfernen?
Ansonsten eine schönes Zusammenstellung. Ich bin auf die nächsten Dienstage gespannt!
Grüße,
Ben
Oktober 12th, 2010 at 10:43
Gute Aufbereitung eines schwierigen Themas. Freue mich auf die weiteren Teile.
Oktober 12th, 2010 at 11:32
Einen Haken habe ich aber gefunden. Betrifft die Anmerkung, dass der Mitarbeiter nicht sein privates Profil verwenden sollte, um die Unternehmensseite anzulegen. Wenn man sich streng an die Facebook Regeln halten würde, dürfte man sich kein zweiten privaten Account anlegen. Diesen würde man aber benötigen, wenn man einen extra für Unternehmenszwecke haben möchte.
Zwar alles kein Drama, sei aber erwähnt
Oktober 12th, 2010 at 12:20
@Chris: Das ist richtig, hier beißen sich die Facebookregeln mit dem Arbeitsrecht. Daher empfehle ich als optimale Lösung, dass der Unternehmer den Facebookaccount anlegt. Das ist natürlich bei großen Unternehmen ein Problem, wenn es z.B. eine AG ist und die Inhaber gar nicht am täglichen Geschäft beteiligt sind. Hier wird man diese Regel entweder brechen müssen oder sich den juristischen Kniff erlauben und sagen, dass auch eine juristische Person (also z.B. eine AG oder eine GmbH) eine Person im Sinne der Facebookregeln ist.
Oktober 12th, 2010 at 12:59
Dann habe ich wohl alles richtig verstanden und eine Unternehmensseite (Fanpage) MUSS IMMER an ein reguläres, privates Profil gekoppelt sein. Ob ich meine privaten Kontakte zur Weiterempfehlung nutze, ist dann mir überlassen und natürlich meinen Freunden selbst überlassen ob Ihnen die empfohlene Seite gefällt. Also steht bei Facebook Qualität vor Quantität, liege ich da soweit richtig? Toller Beitrag übrigens
Oktober 12th, 2010 at 15:22
Hallo Herr Schwenke,
hoffentlich passt meine Frage zum Thema: ich bin von dem Unternehmen, für dass ich arbeite, beauftragt worden eine Unternehmensseite zu erstellen. Facebook erlaubt mir aber nicht unseren Namen zu verwenden. Liegt das nur an der Groß- und Kleinschreibung (Bzw. nur Kleinschreibung) unseres Firmennamens oder hat das mit was anderem zu tun? unsere Firma hat nun mal einen eingetragen Markennamen, der klein geschrieben wird. Kann Facebook uns zwingen uns groß zu schreiben? Alle Mails die ich bisher an Facebook geschrieben habe blieben unbeantwortet, deswegen hoffe ich Sie können mir weiterhelfen.
freundliche Grüße
Oktober 12th, 2010 at 16:04
@Thomas Schwenke: Hier wird davon ausgegangen, dass Unternehmer, die am täglichen Geschäft beteiligt sind, auch Facebook vertraut sind bzw. einen eigenen FB-Benutzer haben. Im Alltag ist wohl eher das Gegenteil der Fall.
Oktober 12th, 2010 at 17:30
Zum Praxistipp 2: Ich denke auch, dass dieser Tipp mittlerweile überflüssig ist, weil es keinen Unterschied mehr zwischen Gründer & Administrator einer Fanpage gibt. Beim Ausscheiden eines Mitarbeiters kann ich Ihn einfach als Administrator der Fanpage entfernen und er kann sein privates Profil weiternutzen.
Oktober 12th, 2010 at 18:09
@Mary – Die Richtlinien zu den Namen von Pages findest du hier http://allfacebook.de/news/regeln-fuer-namen-von-facebook-seiten – an der Kleinschreibung wird es kaum liegen. Wenn du entsprechende Budgets hast setz dich doch mal mit dem Facebook Sales Team in Verbindung.
Oktober 12th, 2010 at 18:35
@Philipp: danke für deine antwort. ich wünschte ich würd verstehen was an unserem Firmennamen für FB nicht OK ist, ohne dafür bezahlen zu müssen
– denn der verstößt eigentlich gegen keine der Regeln, aber so wie’s aussieht muss ich mir dann wohl ein (paar) Wort(e) vor unserem Namen ausdenken. trotzdem nochmal vielen Dank!
Oktober 12th, 2010 at 22:42
@René: Laut Facebook soll es auf die Qualität ankommen, ich denke der geschäftliche Gedanke bringt die Quantität als Ziel mit hinein.
Die Grundsätze von Facebook, kannst Du hier nachlesen: http://on.fb.me/d8qyKd
@mary k tripmaker: Wie Philipp es oben sagte, hat Facebook grundsätzlich nur etwas dagegen, wenn alles Groß geschrieben wird. Vielleicht den ersten Buchstaben groß versuchen?
@Manfred: Da hast Du sicherlich Recht, in den mir bekannten Fällen wird daher “im Namen des Unternehmers” ein Facebookaccount von den Angestellten angelegt.
@Ben/ @Melanie: Können später hinzugefügte Administratoren den Seitengründer dermaßen entfernen, dass er wird keine Kontrolle über die Seite gewinnen können? Ich kann es jetzt nicht gucken, werde es aber Morgen in der Kanzlei versuchen und die Passage ändern.
Oktober 13th, 2010 at 07:19
Beschimpfungen, falsche Einladungen und der Versuch, Handynummern zu erschwindeln, sind leider nicht strafrechtlich relevant, reichen also für eine Anzeige nicht aus. Zudem hatte dieser Jemand eine anonyme yahoo-Mailadresse.
Oktober 13th, 2010 at 08:40
@thomas: Ja ein Seitengründer kann mittlerweile wie jeder andere Administrator von später hinzugefügten Administratoren gelöscht werden. Diese Möglichkeit gab es früher nicht, wurde aber vor ca einem halben Jahr hinzugefügt.
Oktober 13th, 2010 at 11:31
Zu Beginn erst einmal ein großes Lob und vielen Dank für die wirklich sehr hilfreiche Aufbereitung dieses Themas!
Aktuell bin ich ebenfalls damit beschäftigt bzw. noch in der Planung, eine Seite auf Facebook einzurichten. Dabei erschließt sich mir leider immer noch nicht ganz eine Frage. Es ist ja erforderlich, eine Unternehmensseite auf Basis eines privaten Profils einzurichten. Dieses Profil ist meinerseits auch vorhanden. Da ich nun auch zum größten Teil die neue Seite verwalten werde, möchte ich wissen, ob ich nun noch als Mitarbeiterin ein privates Profil einrichten muss oder ob die neue Seite auf Basis meines bereits bestehenden Privataccounts erstellt werden kann.
Was passiert, wenn ich vielleicht irgendwann nicht mehr bei dem Unternehmen arbeiten sollte? Kann in diesem Fall die Seite an einen anderen Nutzer/Admin übertragen werden oder muss sie komplett neu erstellt werden?
Ich hoffe, Sie können mir weiterhelfen, damit ich endlich mit der Umsetzung beginnen kann
Herzlichen Dank und viele Grüße!
Oktober 13th, 2010 at 11:32
“Es sollte vermieden werden, dass Mitarbeiter die Unternehmensseite unter ihrem in der Freizeit genutztem Konto anlegen. ”
Dieser Punkt ist für mich etwas unklar! Welche andere Möglichkeit habe ich denn? Wenn ich eine Unternehmesseite eröffne, ist diese doch automatisch mit meinem Privatprofil verlinkt – “Seiten verwalten”. Oder kann ich eine Unternehmensseite haben, ohne diese mit meinem Privatprofil als Administrator zu verwalten? Facebook schreibt in den Nutzungsbestimmungen, dass ich kein Profil unter einem Firmennamen anlege und aus diesem eine Seite eröffne, oder sehe ich das falsch?
Oktober 13th, 2010 at 11:39
@Mandy: Sie brauchen keinen neuen Account. Die Seite kann und sollte auf basis ihres Privataccounts erstellt werden.
Sollten Sie irgendwann nicht mehr bei dem Unternehmen arbeiten kann die Seite auf einen anderen Facebook-Nutzer als Admin übertragen werden und Sie werden als Admin entfernt.
VG
Ben
Oktober 13th, 2010 at 11:48
@Ben: Vielen Dank für die schnelle Antwort! Aber widerspricht das dann nicht dem Hinweis aus obigem Praxistipp 2?
Oktober 13th, 2010 at 11:57
@mary k tripmaker: Ja, es liegt an der Kleinschreibung. Ich hatte auch mal das Problem, dass ein ganz normaler Begriff nicht von Facebook erlaubt wurde. Kaum hatte ich den ersten Buchstaben gross geschrieben, ging es.
@Autoren:
Das Problem mit Unternehmenskonten ist ja hauptsächlich, dass sie trotzdem an eine Person gebunden sind (sie müssen ja freigeschaltet werden). Da man nach den FB-Richtlinien nicht gleichzeitig ein Unternehmens- und ein Privatprofil haben darf, kann der Ersteller des Unternehmensprofils niemals einen Privataccount einrichten.
Oktober 13th, 2010 at 11:59
EDIT: Ich meinte im vorhergien Kommentar statt »Unternehmensprofil« immer »Unternehmenskonto«.
Oktober 13th, 2010 at 12:00
@Mandy: Das widerspricht schon dem Praxistipp2, allerdings haben Melanie und ich in den Kommentaren hier schon geschrieben, dass es seit einiger Zeit ohne Probleme möglich ist auch den Seiten-Ersteller als Admin zu entfernen. Somit ist der Praxistipp 2 hinfällig.
Oktober 13th, 2010 at 12:52
@Ben: Ok, dann passt das also.
Wie sieht es eigentlich mit haftungsrechtlichen Aspekten aus? Wenn ich also die Unternehmensseite auf Basis meines Privataccounts erstelle – gibt es spezielle Punkte zu beachten? Wenn uns also z. B. ein Fehler auf Unternehmensseite unterläuft oder ein “Fan” gegen etwas rechtliche Schritte einleitet (was hoffentlich nie passieren wird!!) – kann das in irgendeiner Weise auf mich als Privatperson ausstrahlen? Nur der Absicherung wegen…
Oktober 13th, 2010 at 13:48
Vielen Dank für Eure Infos, ich habe den Praxistipp 2 entsprechend Euren Infos dem aktuellen Stand bei Facebook angepasst.
Oktober 14th, 2010 at 17:03
danke für diese serie — bin sehr gespannt auf die nächsten folgen!
leider ist mir eins noch nicht ganz klar: besteht ein funktionaler — oder nur ein administrativer — unterschied zwischen der seite eines unternehmers und eine seite, die auf einem privaten profil fußt? inwiefern unterscheidet sich die eine seite von der anderen, (wie) kann man als fb-user den unterschied erkennen? oder ist seite = seite, nur die verwaltung unterscheidet sich?
und mandys frage nach den rechtlichen konsequenzen interessiert mich ebenfalls brennend!
vielen dank + liebe grüße!
Oktober 15th, 2010 at 10:17
[...] 14. Oktober 2010: Bedenken Sie bei der Wahl des Kontos auch neben den Facebook-Bestimmungen die rechtlichen Anforderungen. Kommerzielle Kommunikation muss für Konsumenten ersichtlich sein und darf nicht verborgen werden. Mehr dazu in einem Blog-Beitrag auf facebook-marketing.de: http://allfacebook.de/pages/rechtliche-stolperfallen-teil-2 [...]
Oktober 18th, 2010 at 14:25
@Mandy: Der Teil mit der Haftung für die Nutzer ist bereits eingeplant und wird bald kommen.
@Astrid: Es besteht kein Unterschied zwischen vom privaten Konto und vom Unternehmenskonto angelegten Seiten.
Oktober 18th, 2010 at 14:29
Super, vielen Dank für das Feedback!
Oktober 19th, 2010 at 08:23
[...] im zweiten Teil empfohlen wurde ein Privatkonto und mit diesem anschließend eine Seite für das Unt…, geht es heute um die Wahl des Namens für das Konto und die [...]
Oktober 19th, 2010 at 11:58
Mal eine kurze Frage. Wenn ein Veranstalter eine Agentur beauftragt eine Facebookseite für ein Festival zu erstellen/betreuen und beide Admins sind, wer haftet für die veröffentlichten Inhalte? Kann das von Facebook im Falle eines Verstoßes getrennt werden über welches Privatkonto der Content auf die Seite gelangt ist?
Oktober 19th, 2010 at 15:38
Hallo, danke für den Artikel! Ich habe eine FB-Seite zum Thema “Hörbücher” angelegt. Frage: wie kann ich erste Kontakte einladen ohne von FB gesperrt zu werden??
Oktober 19th, 2010 at 16:59
@Hannes: Der Teil mit der Haftung für die Nutzer ist bereits eingeplant und wird bald kommen. Die Haftungsfragen sind doch etwas umfangreicher und würden die Kommentierungs sprengen.
Du kannst aber gerne bei uns in der Kanzlei nachfragen, falls Du Beratung zur (haftungsmindernder) Ausgestaltung von Agenturverträgen wünschst.
@Hörbücher-Fan: Das kommt auf viele Faktoren an. Ist die Seite geschäftlich oder nicht, lädst Du Deine Freunde ein oder nutzst Du Dir unbekannte Emailadressen, etc. Sorry, ich kann (und darf) leider keine Beratung in Einzelfällen liefern, sondern nur allgemeine Fragen beantworten. Aber wenn Du Dir alle Folgen dieser Beitragsreihe durchliest, wirst Du das nötige Wissen haben. Warte insbesondere die Folge “Direktmarketing” ab, denn da wird es um Einladungen gehen.
Oktober 19th, 2010 at 23:37
hallo herr schwenke,
bei uns ist folgende situation eingetreten: ein mitarbeiter unseres franchisenehmers war beauftragt unsere unternehmens-facebookseite zu gründen und zu pflegen. ich, als der markeninhaber unseres unternehmens war von ihm als admin hinzugefügt worden. in zukunft wird der franchisenehmer aber nicht mehr unter unserer marke firmieren, dabei hat der mitarbeiter (gründer unserer seite) mich als admin entfernt und ich habe dadurch keinen zugang zu unserer facebookseite. meine frage nun an sie. welche rechte habe ich als markeninhaber, respektive wie sollte ich vorgehen um wieder in den besitz dieser seite zu kommen? freue mich von ihnen zu hören…
Oktober 20th, 2010 at 17:33
@Timo:
Ich darf an dieser Stelle keine Rechtsberatung in Einzelfällen betreiben oder Sie deswegen anschreiben. Nur die Beantwortung allgemeiner Fragen ist möglich. Melden Sie sich daher bitte kurz bei uns http://spreerecht.de/service/kontakt oder per mail an info@spreerecht.de und ich werde Ihnen helfen.
Oktober 26th, 2010 at 11:49
@ Melanie & Thomas: Ich bin Admin einer Seite und kann den Gründer nicht löschen. Gibt es irgendeinen Trick?
Danke & Gruß
Anneliese
Oktober 27th, 2010 at 11:13
@anneliese: Bei der Umstellung der Berarbeitungsmöglichkeiten der Unternehmensseiten wurde das wieder geändert. Nachzulesen übrigens auch auf facebookmarketing.de: http://allfacebook.de/pages/deja-vu-neues-backend-alte-probleme-grunder-von-pages-konnen-nicht-mehr-entfernt-werden
Grüße,
Ben.
Oktober 27th, 2010 at 11:36
Ich habe den Artikel aktualisiert – es gilt wieder der alte Praxistipp Nr.2 (s.*Update 27.10.2010* oben)
Oktober 27th, 2010 at 17:34
@ Ben und Thomas: Danke
Oktober 29th, 2010 at 11:27
Ist es nicht sinnvoller als Unternehmen nur ein Unternehmenskonto anzulegen und damit die Fanpage zu erstellen. Dann kann ich Administratoren hinzufügen, die im Unternehmen arbeiten. Dadurch werden alle Optionen der Fanpage genutzt und nur das Unternehmenskonto ist mit der Fanpage verbunden. So gibt es keine Probleme wenn Mitarbeiter ausscheiden, denn Unternehmenskonto bleibt im Unternehmen. Da immer ein Adminstrator zu Verfügung steht (davon gehe ich aus) sind alle Funktionalitäten verfügbar und es entsteht kein verwaistes Unternehmensprofil, das in den meisten Fällen nicht genutzt wird.
Wie sehen Sie diesen Zusammenhang?
MfG
Mirco
Oktober 30th, 2010 at 17:30
[...] Registrierung – Persönliches Profil oder Unternehmensseite [...]
November 3rd, 2010 at 13:36
Und nun ist es wieder möglich den Seitenersteller als Administrator zu entfernen. Facebook – ein ewiges hin und her!
November 3rd, 2010 at 13:47
@Ben – Danke für den Hinweis.
November 19th, 2010 at 15:42
[...] unserer ersten Beiträge beschrieben. Die Jungs von Facebookmarketing.de haben kürzlich in einem interessanten Beitrag außerdem auf mögliche, rechtliche Konsequenzen von falscher Facebooknutzung aufmerksam gemacht. [...]
Dezember 7th, 2010 at 11:09
[...] aus kann man keine Nachrichten an andere Mitglieder Nutzer verschicken – mehr dazu im Teil 2 dieser Beitragsreihe). Da persönliche Profile jedoch nicht für kommerzielle Kommunikation genutzt werden dürfen, darf [...]
Januar 4th, 2011 at 23:39
Was mir bei all diesen Beiträgen fehlt: definiere “kommerziell”? Was ist mit all den Künstlern, die ihre neusten Werke in ihrem privaten Profil vorstellen? Nach meinem Begreifen gibt es einen Unterschied zwischen Kunst und Kommerz.
Schade, dass auch facebook hier nicht eindeutig Stellung bezieht.
Grüße von der Leserin
Januar 5th, 2011 at 16:52
@Leserin:
Diese Unterscheidung nimmt das Recht so nicht vor. Kommerziell ist alles, was auf eine Einnahmenerzielung gerichtet ist (ganze Definition: http://de.wikipedia.org/wiki/Kommerzielle_Kommunikation ). Wenn also ein Künstler in seinem Profil für die eigenen Leistungen wirbt, z.B. für Konzerte oder Bilder, dann ist er kommerziell tätig.
Februar 15th, 2011 at 10:07
[...] waren Facebookseiten sehr passiv. Das heißt, anders als persönliche Profile von Personen konnten sie weder aktiv Freunde anwerben oder auf anderen Pinwänden schreiben. Sie [...]
März 29th, 2011 at 10:45
Hallo,
ich habe mir eure Serie mal komplett durchgelesen und muss sagen das ihr großartige Arbeit geleistet habt. Sehr detailliert und ausführlic und auch verständlich begründet ( warum man es so machen sollte und nicht anders
).
Mein Problem ist aber, je öfter ich es gelesen habe ( und andere Themen dazu, desto verwirrter bin ich.
Hintergrund: Ich möchte für die Firma meiner Eltern eine Facebook-Seite einrichten. Eurem Praxistipp 2 zufolge, würde ich mich als Privatperson bei Facebook registrieren und dann eine Seite für die Firma meiner Eltern erstellen.
Wo drunter wäre die dann zufinden ? Nur über meinen Namen oder auch über den Firmennamen ?
Zudem habe ich mir mal angeschaut was ich auswählen kann wenn ich auf der FB-Startseite –> Unternehmensseite erstellen auswähle.
Dort kann ich ja entweder Unternehmen auswählen, oder aber auch Marke ( wir haben eine exklusiv). Was müsste ich da denn wählen ?
Ich habe schon geschaut wie es andere Firmen die bereits bei FB sind, gelöst haben, aber ich bin da nicht wirklich schlau daraus geworden.
Vielleicht könnt Ihr ja etwas Licht ins Dunkel bringen;)
März 29th, 2011 at 11:13
Die Seite wird unter dem eigenen Namen zu finden sein. Du kannst sie als beides anmelden, Unternehmen, wenn Du den Schwerpunkt auf dessen gesamte Leistungen legst (z.B. VW) oder als Marke, wenn Du hauptsächlich eine Marke bewerben willst (Golf).
März 29th, 2011 at 11:29
Das hilft mir doch schon mal weiter, dann wird es eine Unternehmensseite.
Vielen Dank.
März 29th, 2011 at 15:24
Ich bin die Kommentare nochmal durchgegangen und wenn ich das richtig verstehe, brauche ich mir nur ein privates Profil anlegen und von dort aus eine Seite für die Firma.
Ist das so richtig ?
Beides würde von mir betreut und bearbeitet werden.
Die Seite die ich dann erstellen würde, könnte den Firmennamen tragen von meinen Eltern, korrekt ?
Würde ich als “Seitenbetreiber” irgendwie erscheinen auf der Firmenseite ?
Je mehr man liest, desto mehr unterschiedliche Anleitungen findet man…
März 31st, 2011 at 09:59
[...] Dieses neue Tool ist besonders für die Firmen wichtig, welche die ersten Facebook Schritte falsch gemacht haben und mit einem privaten Profil gestartet sind. Diese haben gegenüber einer Page nicht nur einige Nachteile sondern sind für die gewerbliche Nutzung auch von … [...]
April 13th, 2011 at 08:33
[...] Ein anderes Profil nutzen Einfach ist es natürlich für Kommentare die nicht im Stream der Nutzer erscheinen sollen ein anderes Profil zu nutzen z.B. das eigene private. Aber Achtung: Private Fake Profile sind immer noch ein NoGo laut Facebook Guidelines. [...]
Juli 14th, 2011 at 09:32
[...] eine Fanseite anlegen sollen. Den Nutzungsbedingungen von Facebook zufolge ist die Antwort klar: es sind keine gewerblichen Profile erlaubt. Persönliche Profile müssen mit einem wahren Namen angemeldet werden und dürfen nicht für einen [...]
November 17th, 2011 at 18:33
ich hab noch mal eine frage zu dem leidigen thema. früher konnte man ja eine unternehmensseite ausschließlich erstellen wenn man mit seinem persönlichen account eingeloggt war. jetzt aber gibt es bereits die möglichkeit auf der startseite eine unternehmensseite zu erstellen. muss das dann gar nicht mehr mit meinem pers. account verknüpft werden?
ich sehe das ganze wirklich als ein großes problem an. weil a) warum soll man mitarbeiterInnen verpflichten persönliche account auf social media seiten zu erstellen, wenn man das gar nicht will und b) wenn das dann eine/r macht, kann es ja auch sein, dass das niemand mehr tun will. in den bisherigen firmen war es immer so, dass es max. 1-2 leute gegeben hat, die wirklich auf facebook waren.
noch ein größeres problem sehe ich jetzt mit google+. ich würde ja ganz gerne ein persönliches profil erstellen mit dem firmennamen aufgeteilt in vor- und nachname (man sieht allerdings gleich, dass das kein richtiger name ist) und daraus dann eine unternehmensseite erstellen. geht das nicht?