“Sponsored Stories” – Facebook macht aus den Aktivitäten der Freunde ein neues Werbeformat

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Gestern hat Facebook die neue Anzeigenform “Sponsored Stories” veröffentlicht. Die neue Anzeige wandelt Aktualisierungen von Pages, Check-Ins bei Places (Orte), Likes (Gefällt Mir) und auch Aktivitäten innerhalb von Applikationen eines Nutzers in Anzeigen um. Die neue Anzeigenform gibt Werbern also die Möglichkeit echte Geschichten in Anzeigen zu verwandeln und die Verbreitung dieser zu erhöhen. Beim Launch dabei sind u.a. Starbucks, Coca-Cola, Levi´s, Unicef und (RED).
Am besten lässt sich dies an einem Beispiel zeigen. Checkt ein Nutzer im Starbucks um die Ecke ein und hinterlässt einen Kommentar sieht das auf der Page so aus:

Nutzeraktion im Facebook Feed (Quelle Mashable.com)

Starbucks kann nun diese echte Nachricht nutzen und die Verbreitung fördern so dass mehr Nutzer die Nachricht von Jessica sehen:
Die gleiche Nutzerstory als Facebook Ad (Quelle: Mashable.com)

Die neuen Anzeigen sind, genau wie die Engagement Ads, vorerst nur über das Facebook Sales Team verfügbar und werden in den nächsten Wochen auch in den Self-Service-AdManager übernommen. Die Anzeige wird wie die anderen Anzeigen auch in der rechten Seitenleiste dargestellt und nutzt sowohl das Profilbild als auch die Meldung des Nutzers.

Viele Nutzer fragen sich hier sicher: Nutzen Marken dann mein Profilbild, meine Text und meine Interaktion für Werbung überall auf Facebook? Nein – die Anzeige berücksichtigt die Privacy Einstellung und ist natürlich nur für Freunde sichtbar.

Wir haben bereits bei den Ads mit “Social Context” (Sprich: “Philipp Roth Likes This” unter der Anzeige) gesehen, dass es die Relevanz der Anzeigen erhöht. Genau das gleiche dürfte bei den neuen Sponsored Stories zutreffen, denn eine Anzeige ist nicht mehr länger anonym, sondern wird mit Infos von Freunden ergänzt.

Zwar ist die Anzeige nicht zum eigentlichen Post verlinkt, dennoch werden es bestimmt viele Nutzer nicht begrüßen wenn ihre Aktivität in einen kleinen Werbeblock für Freunde umgewandelt wird. Eine Opt-Out Funktion zu den neuen Sponsored Stories gibt es derzeit nicht. Wie immer dürfte sich auch etwas Nutzerwiederstand bilden.

Wer die Anzeige in Deutsch sichtet kann uns gerne mal einen Screenshot schicken.


31 Kommentare

  1. Ich denke mal dass dies wieder zu echten Aufregungen führt – und das auch völlig zu Recht! Ich bin wenig davon begeistert wenn jeder meiner Freunde (wer weiß wann dies auf alle Nutzer erweitert wird) in den Anzeigen sieht mit welcher App ich mich beschäftige…

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  2. Henry Kline

    Zugegeben, ein interessantes Feature. Per FB-Anzeige mal eben einen schnellen “STARBUCKS”-Flashmob machen – das kann lustig (und umsatzträchtig) sein.
    Aber auch hier wird sich die FB-Gemeinde spalten. Ich hätte ein Problem damit, dass meine Statusmeldungen in einen Fremdcontext übernommen werden. Auch wenn FB dafür nicht der richtige Ort ist, so versuche ich doch Kontrolle über das zu halten, was ich wo poste.

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  3. @Enrico – naja, der Freunde der die Anzeige sehen kann sieht es ja sowieso schon im Stream wenn du eine Anwendung nutzt. Es ist nur so dass es Auffälliger wird…

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  4. @ Philipp

    Naja, derzeit kann ich das entfernen ;) Und es taucht eben nur einmal im Stream auf – was bei aktiven Facebookusern eher dazu führt dass eine einzelne Meldung unter geht. Mit diesen Anzeigen wird dies dann aber ständig als Werbung eingeblendet und das passt mir nicht wirklich.

    @ Annette

    Bei den Einkaufstüten entscheide aber ich ob diese denn mit mir gesehen werden ;) Keiner hindert mich daran bei C&A einzukaufen und die Artikel in einer neutralen Tüte zu transportieren.

    Selbstbestimmung ist hier das Stichwort.

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  5. -.-

    Hey, wir sind doch alle Freunde!
    Wir heben gemeinsam unsere Daumen
    & grinsen nett,
    während wir alle zusammen
    anreizend verpackt &
    für innovative Ideen verbraucht werden…

    (Meet me @LobotomieCenter 2 share our interests…)>([°)ئ(.])

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  6. @Matthias: auf der Einstellungen-Seite, die du erwähnst, kannst du diese Meldungen NICHT beeinflussen. Dort steht explizit (unten im gelben Feld), dass diese Einstellungen NICHT für Sponsored Stories gelten.

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  7. Die Sache ist eigentlich ganz einfach: entweder so – oder Facebook wird kostenpflichtig. Und ich glaube, ich wüsste, was die Nutzer lieber hätten…

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