AllFacebook Marketing Conference #AFBMC mit Recht, Apps & WhatsApp

AllFacebook Marketing Conference #AFBMC mit Recht, Apps & WhatsApp


– Gastbeitrag von Johannes Lenz (AKOM360) –

In meinem ersten Beitrag zur AllFacebook Marketing Conference habe ich ja meine Favoriten für den Nachmittag angeführt. Und so viel kann ich vorwegnehmen: Track 1, den ich maßgeblich verfolgte, enttäuschte mich nicht.

Social Media Recht (Fokus Facebook) im Doppelpack

Ich wusste ja, dass die beiden die Bühne rocken würden, aber mit Carsten Ulbricht und Thomas Schwenke auf einer Bühne hast Du den Saal mehr als gefüllt und das nicht nur, weil sie ausgewiesene Experten für Fragen rund um Internetrecht sind, sondern, weil sie es im Gegensatz zu vielen ihrer Zunft verstehen, ihre Expertise auf eine verständliche und vor allem unterhaltsame Art vorzutragen. Kurzum, sie wissen wovon sie sprechen! Und mit ihrer Art nahmen sie den Teilnehmern auch die Angst vor Fragen, was dazu führte, dass sie den Zeitplan ordentlich durcheinanderwirbelten. :)

Thematisch ging die Reise der Beiden von Impressum …

… bis hin zum Fan-Kauf.

Sobald wie möglich wird auch diese Präsentation auf Slideshare für Euch zur Verfügung stehen. Bis dahin empfehle ich Euch folgende aktuelle Beiträge:

Thomas Schwenke: Mögliche Urheberrechtsverstöße durch Social Media Buttons (und Tipps zu deren Vermeidung)

Carsten Ulbricht: Facebook Custom Audiences & Datenschutz – Rechtliche Prüfung der Gestaltungsmöglichkeiten

Integrierte Social Apps statt Facebook Apps

Im Anschluss folgte jemand, den ich aufgrund seiner Art, digital zu leben, zu verstehen und zu verbloggen, sehr schätze. Ok, ich mag ihn auch so, aber was das Thema Fußball betrifft, da sind wir so was von weit auseinander … aber lassen wir das. :)

Jan Firsching zeigte einmal mehr, dass auch an Facebook Apps die Entwicklung hin zur mobilen Nutzung des Netzwerkes nicht spurlos vorbeigegangen ist. Im Gegenteil: Jan sieht als zentralen Anlaufpunkt für Facebook-Nutzer den Newsfeed, der dementsprechend auch mit Apps „gefüttert“ werden muss, damit diese überhaupt Sichtbarkeit und Interaktion entfalten können. Die Zeit der Facebook Tabs ist rum, sie verlieren an Attraktivität und Effizienz, wie er zu Recht feststellt.

Ein entscheidender Nachteil von Facebook Apps ist und war, dass sie mobil nicht unterstützen. Und im Hinblick auf Gewinnspiele: Diese können ja jetzt auch auf der Chronik durchgeführt werden, womit sie mobil wahrnehmbar sind. Kurzum: heutzutage müssen Apps integriert gedacht und umgesetzt werden.

Das bedeutet, dass Social Marketing Apps, wie Jan sie nennt, vom Nutzererlebnis her gedacht werden müssen, womit er absolut Recht hat. Und ich würde noch ergänzen wollen, dass es wichtig ist, dass man nicht in Kampagnen denkt, sondern nachhaltig versucht, tolle Ideen zu kreieren und zu realisieren, auf die immer wieder aufgebaut werden kann, was dann auch den Aufbau der Community rund um die Marke nachhaltig fördert.

WhatsApp für Marken? Pioniergeist ist gefragt!

Der Nachmittag hatte dann noch den Vortrag von Klaus Breyer und Philipp Thurmann parat. Das Thema: Der mobile Messenger WhatsApp und das Engagement von Marken.

Das Thema Mobile Messaging Apps ist eines, das auch mich umtreibt. Ich hatte dazu ja auch meinen Blogpost getwittert … wie dem auch sei, gestern wurde ja auch bekannt, dass der Facebook Messenger mit 500 Mio. monatlichen Nutzern knapp hinter WhatsApp rangiert.

Demzufolge hat das Vorgehen von Facebook zum Pushen des Messengers „Früchte“ getragen, obwohl es weltweit scharf kritisiert wurde. Das zeigt einmal mehr, dass die Nutzer bei Messengern nicht unbedingt die gleiche Loyalität an den Tag legen wie bei Social Networks. Etwas, was auch an der schieren Zahl der weltweit existierenden Mobile Messengern festzustellen ist.

Aber – und das stellten die beiden heraus – es ist nicht einfach, als Marke auf WhatsApp aktiv zu sein. Bis jetzt fehlende Ansprechpartner sowie der ausdrückliche Wunsch der Gründer sowie der AGBs ist eigentlich eher so zu verstehen, dass die kommerzielle Nutzung untersagt ist.

Klaus und Phillipp wiederum argumentierten dann bei einer Nachfrage aus dem Plenum, dass sie der Auffassung sind, dass, wenn sie WhatsApp nicht analysieren und Konzepte für Kunden ausarbeiten und realisieren, es eben andere tun.

WhatsApp Private Kommunikation

Quelle: eigenes Foto während des Vortrags.

Stimmt. Die Konkurrenz schläft nicht. ;) Aber als Marketer sollte man heutzutage vor allem auch auf die Nutzer schauen und was diese wollen. Und natürlich ist das Unterlaufen der AGBs noch einmal etwas anderes.

Was mir ein wenig zu kurz kam, war die Tatsache, dass es in Deutschland so gut wie nichts an Cases rund um Mobile Messenger gibt. Und da schließe ich Line, WeChat oder Snapchat mit ein, die weltweit antreten mit dem Ziel, sich zu Mobile (Content) Plattformen zu entwickeln, die auch eCommerce oder Mobile Payment anbieten. Brand Channels findet man dort längst, genauso wie etwa kostenpflichtige oder gebrandete Sticker.

Das ist weit mehr, als bei WhatsApp oder auch beim Facebook Messenger, der zumindest über einen Sticker Store verfügt.

Und abschließend ist zu sagen, dass WhatsApp für eine Marke auch mehr als nur Brand Awareness schaffen muss, etwa auch Traffic oder Produktinnovation. Für letzteres scheinen Gruppen durchaus geeignet. Gar nicht angesprochen wurde das Datenschutz-Thema, welches in Deutschland bei WhatsApp ein wohl größeres Problem darstellt, als die nichtvorhandene API-Schnittstelle.

Ich bin überzeugt davon, das wir 2015 mehr und mehr Marken auch und gerade in Deutschland sehen werden, die sich mit dem Thema Mobile Messaging Apps aktiv auseinandersetzen werden. Noch ist das Zukunftsmusik, wenn es auch erste kleine Projekte gab und gibt. Aber über 30 Mio. WhatsApp-Nutzer in Deutschland, dass kann keinen Marketer kalt lassen.

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Es gibt 1 Kommentar

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  1. 1
    Nick Waller

    Jan Firsching spricht mir mit seinem Artikel aus der Seele. Recht hat er. Social Marketing Apps werden dauerhaft die digitalen Ankerpunkte von Kampagnen sein, die im Newsfeed getriggert werden.

    Nick Waller
    Success Manager
    FACELIFT bb

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