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Nachdem der neue Newsfeed von Facebook gestern Abend unserer Zeit vorgestellt wurde und Phillipp heute die erste Einführung und Tour durch das neue Redesign gegeben hat, mehren sich die ersten Stimmen, die nach den Auswirkungen des Redesigns für Unternehmen fragen. Dazu drei Thesen, die wir gerne mit Euch teilen wollen. Wie Ihr ja wisst, Thesen sind Behauptungen, bei welchen der Verfasser davon ausgeht, dass sie der Wahrheit entsprechen. Werden sie widerlegt, müssen sie verworfen werden. Dazu bin ich im Falle des Falles gerne bereit.

It`s your visual content, stupid!

Ganz in der Art des ehemaligen amerikanischen Präsidenten Clinton werden die Unternehmen mit dem neuen Newsfeed geradezu herausgefordert, den visuellen Part in ihrer Kommunikation, ob nun im Rahmen der Unternehmenskommunikation/PR oder ihrem Marketing schlichtweg zu optimieren. Es wird künftig noch mehr darauf ankommen, die eigene “Story” bildhaft, digital und integriert zu denken, zu entwickeln und vor allem zu realisieren, denn: “We want to give everyone in the world the best personalized newspaper in the world!” (Mark Zuckerberg gestern Abend während der PK)

Im konkreten Fall eines Updates einer Facebook Seite bedeutet dies für die Konzeption, das größere Bild mit einem kurzen Teaser, der dazu kommt, zu denken. Bildsprache und Text müssen noch mehr harmonischer gedacht werden als es bisher der Fall war. Und natürlich meint dies: Dein visueller (werblicher) Content muss großartig sein, er muss mich als Nutzer in seinen Bann ziehen, bei ihm zu verweilen, ihn zugleich zu verschlingen und ihn meinen Freunden via Like, Share, Comment zu empfehlen und das über Facebook hinaus… denken wir mal an Pinterest & Co. Er muss mich ganz einfach gesagt begeistern! Nur das Werbebild aufzublasen und dann rauszuschiessen  das wird künftig längst nicht mehr ausreichen!

Fakt: Visuelles Storytelling (visuelle Kommunikation allgemein) wird in das Zentrum des Unternehmensauftritts bei Facebook gerückt und muss, wenn man mehr Fans und mehr Interaktion als Ziel voraussetzt, einfach optimal sein und sitzen! Hinzu kommt, dass dieser visuelle Content durch gezieltes Targeting vom “Content is King” zum “Targeted content is  Kink Kong” wird, um Curt Simon Harlinghausen an dieser Stelle frei zu zitieren.

It`s your time, stupid!

Betrachtet man sich den neuen Newsfeed, fällt eines sofort auf: Der Nutzer hat die “Qual” der Wahl, in welchen Feed er jetzt schaut. Wird ihm der Newsfeed zuviel, schaut er bei seinen Freunden vorbei oder betrachtet Fotos. Und wo begegnet er Unternehmen? Genau, etwa im Following-Feed. Und wenn ich dort einer Markenseite begegne, muss sie mich überzeugen, um mit ihr zu interagieren. Will heißen: Weil die Nutzer mit diversen Feeds nach Content-Art differenziert künftig auf ihrem Profil verweilen, müssen Facebook-Seiten mit ihrem Content hervorstechen! Andererseits ist es natürlich auch in ihrem Sinne, denn der neue Newsfeed bedeutet für Facebook und Unternehmen gleichermaßen: Die Verweildauer der Nutzer, für die der Content noch mehr im Vordergrund steht als bisher, steigt und sie können mit ihrem getargeten visuellen Content noch größer als bisher wirken und Nutzer überzeugen!

Fakt: Der Faktor Zeit wird bedeutender für Markenauftritte, weil Nutzern mehr Feeds zur Verfügung stehen und damit mehr Content, was zugleich bedeutet, dass sie länger auf der Plattform verweilen werden

It`s your Community Management, stupid! 

Es ist ganz einfach: Schlechtes Community Management auf Facebook wurde schon immer bestraft. Künftig wird es aber noch deutlicher zutage treten, weil der Job eines Community Managers & Co. um Einiges anspruchsvoller wird. Warum denn dass, werdet Ihr Euch fragen? Da braucht es doch nur größere Bildchen… Pustekuchen! Mal Spaß beiseite: Das läuft nicht! Was gestern passiert ist im Prinzip eine kleine Revolution, denn der Content muss künftig qualitativ und visuell hochwertiger sein, um künftig Erfolg zu haben und in der “persönlichen Gazette” Faszination ausüben zu können. Und das geht eben nur, in dem man entsprechende Ressourcen, Know How und integriertes Arbeiten zur Verfügung hat in den Bereichen Design, Grafik, Digital, Social Media und Community Management. Viele Community Manager werden künftig ein schweres Leben haben, wie Jan von futurebiz feststellt, denn die bisherigen Investments in Personal und andere Ressourcen reichen schlicht nicht aus.

Fakt: Gutes und effizientes Community Management lebt in erster Linie vom Engagement der Mitarbeiter und ihrer Verbundenheit zur Marke, aber dies hat Grenzen: Ohne ausreichende Ressourcen sind sie ausgeliefert und das künftig mehr denn je!