Allfacebook Marketing Conference Berlin 2016: RTL 2, Snapchat, Instagram, Influencer

Allfacebook Marketing Conference Berlin 2016: RTL 2, Snapchat, Instagram, Influencer


Nachdem wir den Vormittag der Allfacebook Marketing Conference 2016 in Berlin genauer unter die Lupe genommen haben, wollen wir jetzt nochmal mal einen genaueren Blick auf den Nachmittag werfen.

Transmediales Storytelling bei RTL2

Ich entschied mich kurzfristig, dem Vortrag zu transmedialem Storytelling von Yasmin Akay beizuwohnen, die Teamleitern für Social Media bei RTL 2 ist. Ich hatte Glück, dass ich überhaupt noch einen Sitzplatz bekam, denn der Kinosaal war bis auf den letzten Platz gefüllt, selbst auf dem schmalen Treppenstreifen saßen die Zuhörer.

Dabei geht es um die Aufmerksamkeit der Zielgruppe, der im übrigen auch nichts vorgemacht werden kann. Yasmin sagte zurecht, dass die Menschen recht schnell wissen, wenn ihnen etwas vorgegaukelt wird.

Die Sketchnote fasst im Prinzip den Vortrag klar und einfach zusammen. Was ist nun für erfolgreiche Geschichten relevant?

Allfacebook Marketing Conference 2016 - #RTL2

Ich würde dies gerne um die 6 „S“ des Storytellings von Simon Harlinghausen, CEO akom360 und Business Transformation LEAD EMEA, Publicis Media, ergänzen wollen, die da lauten:

Eine Geschichte muss demnach

  • snackable sein (Inhalte müssen auf allen Devices aufgenommen werden können)
  • shareable sein (teilbar sein)
  • surprising sein (überraschen können)
  • strategic sein (strategisch unterfüttert sein)
  • simple sein (einfach und verständlich)
  • speed besitzen (Echtzeit-Relevanz muss vorliegen)

Allfacebook Marketing Conference: Snapchat ist Authentizität pur

Ana Maria Birsan und Torben Einicke versuchten in der nächsten Session den Teilnehmern Snapchat nahezubringen und vor allem auch klarzumachen, dass man dort sehr wohl Erfolgsmessung betreiben kann.

Zunächst aber haben die beiden die Vorteile und Spezifika von Snapchat gegenüber anderen Social Media Plattformen herausgestellt.

Das Snapchat das neue (gezielte) Fernsehen ist, habe ich letztes Jahr schon in einem Vortrag („Mobile Instant Messenger – The Next Big Thing?“) auf den Medientage München festgestellt.

Inzwischen würde ich das etwas relativieren, denn Netflix oder Amazon Prime sollten dabei zumindest auch genannt werden, gelten sie doch gemeinhin als Speerspitze gegen das „lineare“ TV.

In Puncto „Buzzword“ Authentizität hatte ich im Anschluss mit Torben noch ein kurzes aber gutes Gespräch, da ich auch hier nicht ungeteilt zustimmen würde.

Denn: Auf Snapchat findest Du auch Discover, einen Content-Bereich von Premium Partnern wie Cosmopolitan, CNN, Buzzfeed & Co. Der Content dort ist im Vergleich zu den sonstigen Inhalten eher hochwertig und redaktionell aufbereitet.

Natürlich fragt sich jeder, der überlegt, mit seiner Marke auf Snapchat aktiv zu werden, wie man dort Erfolgsmessung durchführen kann und was geeignete Key Performance Indikatoren (KPI) sein könnten.

Hier gab Torben einen Einblick, der durchaus weiterhelfen kann.

Allfacebook Marketing Conference 2016 in Berlin - Snapchat

Instagram für Nerds und die es werden wollen

Peter Mestel ist ein Nerd. Man kann ihn getrost als Instagram Nerd bezeichnen. Sein Vortrag, der eine Stunde dauerte, war gespickt von kleinen und großen Tricks, aber eben vor allem von Enthusiasmus für das Thema. Viele haben im Anschluss gemeint, das Peter das Thema lebt.

Es war nicht das erste Mal, dass er bei der Allfacebook Marketing Conference aufgetreten ist. In Sachen Instagram zeigte er aber auch, was die Tochter von Facebook vom Konkurrenten Snapchat unterscheidet, etwa das App-Ökosystem mit Boomerang, Hyperlapse oder die Software (Bildstabilisierung usw.).

Im Anschluss an seinen Vortrag gab es noch ein kurzes Streitgespräch mit den Snapchattern Anna Maria und Torben, die natürlich ihre Position vertraten und auch daraufhin wiesen, das der Kauf von Followern auf Instagram eben auch ein Unterschied zu Snapchat sei. Auf diese „Provokation“ ging Peter natürlich nicht ein.

Lilies Diary: Wie kommt man mit Influencern ins Geschäft?

Zum Schluss gab Christine Leder Auskunft darüber, wie man mit ihr geschäftlich in Kontakt kommt. Im Mittelpunkt ihres Vortrags stand die Glaubwürdigkeit der Anfrage und des Miteinanders zwischen Influencer und Auftraggeber.

Während der Session hatte ich immer wieder den Eindruck, das ich das eine oder andere schon einmal gehört habe. Auch in einer der vorherigen Sessions wurde schon über Glaubwürdigkeit gesprochen.

Allfacebook Marketing Conference 2016 in Berlin - Influencer

Christine bat schließlich auch darum, „Bloggern (auch einmal) zu vertrauen“. Ein wenig hörte sich das nach einem Hilferuf an, zumindest aber so, als ob vertrauensvolle Kooperationen zwischen Multiplikatoren und Marken rar gesät seien.

Diese Diskussion haben wir in der Vergangenheit häufig genug geführt. Über diesen und ein paar andere Punkte wie Kennzeichnungspflicht, klare Abmachungen usw. sollten wir längst hinaus sein.

Viel interessanter ist der Aspekt, ob ein Influencer zu einer Marke passt oder ob er aufgrund anderer Marketingaktivitäten und Kooperationen eben nicht passt. So etwas gilt es als Markenverantwortlicher oder verantwortliche Agentur zu klären.

Und längst geklärt sein sollte auch, das die Arbeit von Influencern wie Christine nicht kostenlos zu haben ist. In diesem Zusammenhang interessant zu hören war, das Christine längst mehr als nur Bloggerin ist.

Sie beschäftigt für ihren Blog freie Autoren und bietet neben Beratungen und Seminaren zum Influencer Marketing auch Kooperationen mit dem Blog an.

Aber Geld verdienen nur über ihren Blog, das wäre nicht möglich, stellte sie schließlich fest.

Fazit zu #AFBMC 2016 in Berlin

Insgesamt war es ein guter Tag und natürlich möchte ich mich an dieser Stelle bei Fipsy und Jens für diese fette Konferenz bedanken! +600 Teilnehmer, Hammer-Location, tolle Speaker, unterschiedlichste Themen von Politik über Social Media Kanäle bis hin zu Werbeoptionen – es sollte für jeden etwas dabei gewesen sein.

Wie immer möchte ich es an dieser Stelle nicht versäumen, an Fipsy und Jens ein paar Wünsche und Anregungen weiterzugeben, die mir zugetragen wurden, oder die mir auffielen.

Wie wäre es denn, wenn nach den Slots (ggf. auch ausgewählte „Slots of High Interest“) die Referenten noch 15-20 Minuten für ein Q&A zur Verfügung stehen würden?

Wie wäre es, wenn man dieses Q&A live überträgt via Facebook-Livestream auf der allfacebook.de Facebook-Seite?

Wie wäre es, wenn man ein oder zwei dezidierte Arbeitsräume zur Verfügung stellt, in welchen Teilnehmer die Möglichkeit haben, zu arbeiten (WLAN, Strom) und zu telefonieren?

Wie wäre es, wenn man neben der thematischen Trennung (Politics, Ads, Kanäle) auch eine Trennung in Strategisch und Operativ trifft?

Soweit zum Feedback anderer Teilnehmer und von mir. Was wirklich gut ankam, war die Tatsache, dass man genügend Zeit zum Networking hatte in den Pausen.

Ich freue mich schon jetzt auf die Neuauflage im März 2017 in München!

P.S.: Werft auch mal einen Blick auf Slideshare, wo nach und nach alle Vorträge online gestellt werden.

 

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